Zeit neue Wege zu gehen?

thewanderer

Seit Tagen begleitet mich Der Wanderer. Immer wieder taucht er auf und flüstert: „Du weißt es doch, es ist an der Zeit neue Wege zu gehen!“ Und recht hat er. Das Problem: Ich weiß nicht so richtig, wie dieser neue Weg aussehen soll. Eine der Botschaften des Wanderers ist, wage den Sprung, geh einfach los und vertraue darauf, dass du getragen wirst. Das fällt mir schwer, denn nichts gibt so zuverlässig ein Gefühl scheinbarer Sicherheit, wie der vertraute Wahnsinn. Dann wieder fällt mir auf, dass ich im Grunde schon unterwegs bin. Es ist nichts Großes, bis jetzt, aber Kleinigkeiten haben sich verändert. Vieles davon scheint banal und würde ich es hier auflisten, würde der eine oder die andere mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was daran denn nun so besonders ist. Anderes ist wieder sehr speziell. Ich fresse nicht mehr Frust! Schon immer, war Essen für mich ein Fluchtpunkt. Sowie etwas schief lief (und anhand meines Gewichtes, lässt sich leicht erkennen, dass in meinem Leben eine Menge schief gegangen ist), fing ich an mich vollzustopfen. Seit einigen Wochen nicht mehr. Auch die automatischen Einkäufe von Trostessen finden nicht mehr statt. Außer Obst, dass stopfe ich immer noch massig in mich hinein, aber das, weil es mir schmeckt und nicht um meine Seele zu streicheln.

Dabei bin ich zur Zeit sogar sehr deprimiert. In Anbetracht der politischen Veränderungen, des zunehmenden Fremdenhasses und Politikern, die sich weitgehend von ihrer Aufgabe verabschiedet haben, nämlich das Volk vertreten, und nicht bei der Wirtschaft Speichel zu lecken, sehe ich sehr schwarz für unsere Zukunft. Dazu kommt auf der beruflichen Ebene, dass ich keine Chance sehe, irgendwie voran zu kommen. Da gilt es sich neu zu sortieren. Das ist im Augenblick auch die größte Baustelle, wenn auch bei weitem nicht die einzige. Ich werde einfach mal sehen, wie es weitergeht. Aber erst einmal ist heute ein Tag im Bett angesagt und literweise heiße Zitrone mit Ingwer.

Ein Gedanke zu „Zeit neue Wege zu gehen?

  1. „Da gilt es sich, neu zu sortieren.“ Ja, das ist bei mir gerade auch so. Aus all den Gründen, die du auch schon erwähnt hast. Ich möchte bei dem Angefangenen bleiben, such aber nach anderen Richtungen, um das zu gestalten. Wage Vorstellungen hab ich. Und ich hatte einen seltsamen Traum, wo mir doch sonst nie etwas erinnerlich ist von dem, was ich träume.
    Komm, wir machen mal weiter.

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