Wi Wa Wahl

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Feuer und Flame würde ich sogerne einmal wieder sein, wenn zu den Urnen gerufen wird. Dem ist leider schon lange nicht mehr so. Früher habe ich immer das „kleinere Übel“ gewählt, doch das bringe ich nicht mehr über mich, also mache ich ungültig oder wähle einen totalen Ausßenseiter, der mir gefällt.

Mein Problem mit den Wahlen ist im Grunde ein generelles. Auf der einen Seite bestätige ich mit meiner Teilenahme ein System, welches ich für überholt und als zu tiefst korrupt empfinde. Gehe ich auf der anderen Seite nicht wählen, erhöhe ich, ohne es zu wollen, die Zahl der angeblich politisch nicht interessierten. Dabei bin ich sogar sehr an Politik interessiert, nur empfinde ich die angebotenen Parteien und ihr Personal als suboptimal und habe das Gefühl, wie Volker Pispers es einmal so treffend sagte „dass mir Scheiße in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird.“ Ich bin sogar so politisch, dass ich in einer Partei Mitglied bin und zwar in der noch sehr jungen Humanistischen Friedenspartei. Doch meine eigentliche Wahl für Umwelt, Soziales Miteinander, Tierschutz und so weiter treffe ich nicht alle vier Jahre, sondern jeden einzelnen Tag durch mein Verhalten. Wie konsumiere ich? Wie gehe ich mit der Umwelt und mit meinen Mitmenschen um? Ich nehme mir da gerne die drei Grundlagenfragen der HFP zum Prüfstein.

Nutzt es den Menschen?

Nutzt es der Umwelt?

Nutzt es dem Frieden?

Und ja, ich bin mir des Widerspruches wahlmüde zu sein und gleichzeitig einer politischen Partei anzugehören, sehr wohl bewusst. Kann da aber gut damit leben, da die HFP sich eher als Bewegung, denn als Partei empfindet.

5 thoughts on “Wi Wa Wahl

  1. „Das kleinere Übel“ – genau nach der Überlegung treffe ich schon seit Jahren auch meine Wahlentscheidungen. Denn keine der „sogenannten“ etablierten Parteien – und schon gar nicht die Newcomer am rechtenRand – bieten mir politische Konzepte, die eine mehr als 50%ige Deckung mit dem aufweisen, was ich mir von Politik wünschen würde.
    Wählen gehe ich trotzdem, mal mehr, mal weniger mit Bauchweh, weil ich denke so wenigstens noch ein wenig Einfluss auf das ausüben zu können, was in den nächsten Jahren in unserem Land passiert – wohl wissend, dass es dan doch wieder anders kommt.

    1. … genau von der Vorstellung, in irgendeiner Weise etwas Einfluß zu haben, also bei den Wahlen, habe ich mich schon lange verabschiedet und das macht mich gehörig wütend.

  2. ja – ich gehe davon aus dass selbst die partei die ich derzeit bevorzuge
    einmal in amt und würden gewählt
    sich auch den „sachzwängen“ beugen würde
    seufz
    wieviel potential geht verloren durch diese form der politik
    aber dafür heute in der zeitung
    herr hartz meldet sich zurück zur rettung der märkte
    und sie werden sich nicht schämen…

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