Taschen, Stifte, Notizhefte

Taschen, Stifte, Hefte

Wo es irgend geht, vermeide ich Konsum und versuche deutlich zwischen „brauche ich wirklich“ und „will ich einfach haben“ zu unterscheiden. Allerdings habe auch ich meine Abgründe. Eines der Felder, in denen es mit dem Verzicht nicht immer klappt sind Taschen. Andere Frauen haben ein Schuhproblem, bei mir sind es Taschen, Notizhefte und Stifte. Schuhe habe ich 2 Paar Sommer, 2 Paar Winter und 1 Paar Hausschuhe und damit komme ich gut hin. Taschen und Rucksäcke habe ich mindestens 15. Wobei ich zu meiner Ehrenrettung bemerken muss, dass viele davon geschenkt oder ererbt sind. Obiges Modell stammt zum Beispiel aus dem Nachlass meines Schwagers. Die Tasche habe ich aufarbeiten lassen, da sie doch schon sehr ramponiert war. Eine etwas kleinere Version davon hat mir seine Freundin zukommen lassen, die stammt aus dem Nachlass ihres Mannes, der Archäloge war. Eine größere, so eine richtige Aktentasche, habe ich von meiner Nachbarin geschenkt bekommen, die sie wiederum vom Flohmarkt hat.  Bei den Rucksäcken sieht es schon anders aus. Die waren zum Teil sehr teuer und sicher hätten es ein oder zwei (genaugenommen vier) weniger auch getan, denn ich habe im Grunde nur zwei in Gebrauch und zwar einen Fjallraven, in den auch der Laptop passt und einen Brichbag, für mal eben in die Stadt hopsen. Letzterer ist aus einem Projekt von Sina Trinkwalder. Beim Kauf finanziert man einen weiteren Brichbag, der an Obachtlose verteilt wird.  So weit zu den Taschen und Rucksäcken.

Das mit den Stiften ist eine weitere Sache, ganz zu Schweigen von den Notizbüchern. Was letztere betrifft, bin ich eine ziemliche Luxusschnalle und bevorzuge Moleskine. Die sind allerdings schweineteuer und dem Notieren nicht wirklich förderlich, weil ich immer denke, ich müsste diese Schönheiten ausschließlich mit hochwertigen Füllen und so sind Notizen oder Tagebuchaufzeichnungen nun mal nicht. Also habe ich auch noch einen Berg Collegeblocks liegen und frage mich, wann ich die jemals gefüllt bekomme. Unterschwellig scheint bei mir die Angst vorzuherrschen, dass es eines Tages kein Papier mehr gibt und da will ich gewappnet sein.

Stifte wiederum wandern immer mal schnell in den Einkaufskorb, weil sie nicht soviel kosten. Ich glaube der teuerste Füller den ich habe hat 23,00 € gekostet und ist von Lamy. Die Lamy Stifte mag ich ohnehin. Der größte Fehlkauf war ein eckiges Modell von Moleskine, welches einfach nicht gut in der Hand liegt, aber gut zu den Heften passt. Dann natürlich noch die Zeichenstifte, die Aquarellstife, die Bleistifte und Kugelschreiber. Gerade fällt mir auf, dass mein Schreibtisch um einiges ordentlicher wäre, wenn ich da mal ausmisten würde. Doch nichts überstürzen, wer weiß ob nicht schlechte Zeiten kommen, in denen es wichtig sein wird, Mengen von Stiften für den Tauschhandel zu haben.

4 Gedanken zu „Taschen, Stifte, Notizhefte

  1. Den Taschentick teile ich mit Dir. Notizbücher eher weniger, obwohl ich hier neulich auch zweien nicht vorbei konnte, dabei schreibe ich kaum noch was mit der Hand. Und über meinen Schuhtick schweige ich lieber…. das ist deutlich mein größter Tick. Wobei ich ja Klamotten und Schuhe fast nie neu kaufe, alles second hand und früher hatte ich mal ein gut funktionierendes System von kaufen und selber auch verkaufen. Das werde ich wieder aufnehmen, wenn ich auch für sowas wieder mehr Zeit habe

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