Kaffeepause

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… ist einfach wichtig. Es gibt nichts Schöneres, wenn es nicht weiter geht, als sich in die Küche zu schleichen und eine Kanne Kaffee aufzusetzen. Der Duft allein schon belebt Geist und der erste Schluck bringt die kleinen grauen Zellen wieder auf Vordermann.

Heute war ich fleißig, denn Morgen ist wieder ein freier Tag. Der japanische Besuch kommt zurück von der Deutschlandtournee und wird hier schlafen, um dann am Mittwoch Morgen zum Flughafen zu fahren und heim nach Kyoto zu fliegen. Herr Braun wird sie bis zum Hamburger Flughafen begleiten und ich werde die Vorräte aufstocken und vielleicht noch einen kleinen Ausflug machen. Mir ist nach Wasser.

Danach wird das Leben wieder ruhiger im Bruchbudenparadies. Allerdings ist ein Haufen Arbeit zu erledigen. Ich muss sehen, dass ich das ich den Jig fertig kriege und die Schreibwerkstatt vorbereite, danach dann Endphase Tore und dann geht es mit dem 2. Teil von Danny Carnahans „Rose & Niall Sweeneys Mysteries“ weiter. Fortune turns the wheel, ist der Titel.

Langweilig wird es jedenfalls nicht.

 

 

Frisch ans Werk

Tulpenpracht

Heute morgen habe ich mich sofort ans Übersetzen gemacht und es flutschte nur so. Gestern kam ich erst nachmittags dazu, den Kopf bereits voll mit Dingen und tausend Kleinigkeiten, die auch noch erledigt werden mussten, und es lief sehr zähflüssig. Also ist es wohl besser, die Arbeitszeit für Übersetzungen auf den frühen Morgen zu verlegen.  Überhaupt sollte ich früher aufstehen. Habe heute mal überschlagen, dass ich mindestens 130 Jahre alt werden muss, wenn ich alle meine Projekte noch in diesem Leben umsetzen will und weiter so in Slow-Motion arbeite wie bisher. Dabei muss ich natürlich auch noch halbwegs frisch in der Birne bleiben. Also vielleicht doch lieber ein wenig früher aufstehen?

Es ist ja auch ein schönes Gefühl, wenn man bereits am frühen Nachmittag so einiges geschafft hat. Stimmt fröhlich. Bevor ich mich nun an „Tore“ mache, werde ich mal dem Liebsten mit der Wäsche helfen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

Übersetzen

Desk ready for translation

Einige Zeit hatte ich die Übersetzung von A Jig before dying von Danny Carnahan beseite gepackt, weil so viele andere Sachen waren. Nun geht es weiter. Heute morgen habe ich mir als erstes den Schreibtisch entsprechend her gerichtet. Beim Übersetzen arbeite ich gerne mit zwei Rechnern, einen für den Text und den anderen zum Nachschlagen. Das funktioniert recht gut.

Eigentlich habe ich mir nie vorstellen können, einmal zu übersetzen. Sicher, als ich noch aktiver in der feministischen Hexenszene unterwegs war, habe ich manchmal Artikel von Starhawk und Zsuzsanna Budapest übersetzt. Aber das war ja nur so am Rande. Dann hatten Gabriele Haefs und ich die Idee zu Vierertreffen – Schottland Irland und ich übernahm die Übersetzung von Rita Kellys Maggie, einfach als Versuch ob ich es hinbekomme. Das klappte. Also nach einigen Artikeln, einer längeren Kurzgeschichte, nun ein Kriminalroman. Wer hätte das gedacht … ich sicher nicht. Doch ich gestehe, mir macht die Arbeit Spaß, es eröffnet ganz neue Aspekte des Schreibens und man lernt eine Menge. In dem Buch gibt es einen literarischen Bezug zu dem Mord. Es ist die irische Sage aus dem 9. Jahrhundert von Mad Sweeney, die von Seamus Heaney ins Englische übersetzt wurde und auf die auch Flan O’Brien und T. S, Elliot in einigen Werken Bezug genommen haben. Da in Dannys Text einige Passagen, dieses in Stanzen geschrieben Gedichtes, vorkommen, habe ich mich auf die Suche nach einer deutschen Übersetzung von Seamus Heaneys „Sweeney Astray“ gemacht. Die englische Ausgabe befindet sich in meinem Besitz. Ich dachte, der Heaney ist ein Nobelpreisträger, von dem gibt es doch alles übersetzt … von wegen. Ich wurde nicht fündig. Jedenfalls nicht als eigenständiges Werk. Natürlich kann es sein, dass sie sich in einem der Sammelbände befindet. Wie auch immer, es sollte ja vorangehen und so habe ich es einfach einmal selbst versucht. Bin gespannt, was die gestrenge Gabriele zu meinem Versuch sagt.

Brewers Dictionary

Eine weitere Quelle der Weisheit, wenn auch keine Hilfe im oben beschriebenen Fall, ist Brewer’s Dictionary of Phrase & Fable. Ein wahrer Schatz, der in keinem Haushalt fehlen sollte.

CappuRaKu

Nachdem ich so hart gearbeitet hatte, musste ich mir noch ein wenig den Wind um die Nase wehen lassen und da ich auch noch etwas Recherche in Sachen Leuchtturm brauchte, ging es noch einmal nach Friedrichsort. Und da direkt am Leuchtturm die Deichperle ist und übersetzen, laufen und recherchieren hungrig machen, habe ich meine letzten Kröten zusammengerafft und habe mir ein Stück Rhababerkuchen und einen Cappucino gegönnt, während der Liebste weiter um den Leuchtturm strich.