Selent ohne See

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Gestern haben wir uns zu einem Spontanausflug entschlossen. Es sollte an den Selenter See gehen. Da ich mich auf den Orientierungssinn meines Mannes verlassen habe, der nur sehr rudimentär vorhanden ist, also der Orientierungssinn, nicht der Liebste, blieb es bei einem Waldspaziergang. Nach zwei Stunden herumtappern, ging es zurück nach Hause, auf der Rückfahrt fanden wir auch den See, hatten aber nicht einmal mehr Lust auszusteigen, um ein Foto zu machen. Warum falle ich immer wieder darauf rein und denke, er wird es schon wissen? Allmählich sollte mir doch bewusst sein, dass Herr Braun, einfach keinerlei Sinn für Richtungen und Entfernungen hat. Es war aber trotzdem schön. Immer wenn mal etwas seeähnliches durch das Gehölz blitzte haben wir uns vorgestellt, dass der See vielleicht nur ein Hologramm ist, mit dem Touristen gelockt werden. Denn sonst hat Selent nicht wirklich viel zu bieten, außer dass es in einer landschaftlich sehr attraktiven Gegend liegt..

DS_Gittermuster

Abends habe ich dann angefangen meinen Poncho zu stricken und heute morgen wurde ein neues Tuch angeschlagen. Das Muster ist so einfach, dass sogar ein Häkeldummie wie ich es hinbekommt. Vor allem macht es Spaß und ich brauche nicht so aufzupassen, wie bei der Strickerei, der ich mich am Abend widmen werde. Erst einmal geht es ins Hospiz. Mal sehen, wie es dem Herrn Schwager so geht.

Selena ist in Kiel gelandet

Mohnwolle

Heute haben wir Selena abgeholt. Das war viel Fahrerei, aber auch viel Spaß. Ein Kind, dass gleich nach dem Losfahren einstellt und direkt vor der Haustür fragt: „Sind wir schon da?“, dass ist Luxus. Ihre Mutter hat früher alle drei Meter gefragt. Überhaupt war es schön Jenni zu sehen und auch die kleine Enkeltochter. Melinda bleibt ja bei ihrer Mutter, während wir hier elf Tage mit Kind machen.

Außerdem habe ich ein neues Hobby, ich häkele Dreieckstücher. Aus dem Knäuel oben soll dieses Tuch entstehen: