Normalerweise

Normalerweise

… geht es mir am Arsch vorbei, wer den Literatur-Nobelpreis bekommt. Manchmal amüsiere ich mich über die Wahl, manchmal bin ich erstaunt. Bob Dylan zum Beispiel, hielt ich für einen ziemlichen Griff ins Klo, aber das nur am Rande. Als ich gestern las, dass Kazuo Ishiguro dieses Jahr der Preisträger ist, habe ich mich allerdings von Herzen gefreut.

Ich bin relativ spät auf diesen Autor gekommen. In der Buchhandlung fiel mir 2015 Der begrabene Riese in die Hände und, obwohl es recht teuer war, weil gebunden, kaufte ich es und war begeistert.  So begeistert, dass ich in schneller Folge Was vom Tage übrig blieb, Als wir Waisen waren und Alles was wir geben konnten las. Dann wandte ich mich erst einmal wieder anderen Autor*innen zu.

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Nach der Bekanntgabe gestern, habe ich mir gleich die Bücher von Ishiguro herausgesucht, die ich noch nicht gelesen haben, die hier auf dem Reader dümpeln. Nun werde ich also Der Maler der fließenden Welt und Die Ungetrösteten lesen.

Hach, ich freu mich … Ach ja, Der begabene Riese werde ich auch noch einmal lesen, diesmal aber auf englisch The buried Giant.  Ein Problem ist, dass Herr Braun auch gerne Ishiguro liest, allerdings auf Deutsch. Dabei lese ich lieber das Original.

Hier noch ein Link zu einem Interview mit Kazuo Ishiguro auf dem Hay Festival 2015. Er spricht dort viel über The buried Giant und darüber, dass er von vielen angegriffen wurde, weil in dem Buch ein Drache und ein Oger vorkommen, womit viele Leserinnen es in de Fantasysektor verbannten. Er spricht sehr dort sehr deutlich darüber aus, dass er solche Schubladen ablehnt und es nicht mag, wenn Leserinnen unhöflich über Oger und Drachen sprechen, die doch einen guten Job in dem Buch machen.

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