Lammas – Die Zeit der Schnitterin

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Heidnisch gesehen beginnt heute der Herbst. Lammas ist das erste Erntefest. Zeit zu überdenken, was es los zu lassen gilt und wofür Raum geschaffen werden soll. Ich merke den Jahreskreis immer stärker in meinem Körper, in meiner Seele. Gerade jetzt, wo ohnehin so vieles zu überdenken ist, bin ich dabei noch mehr nach innen zu gehen und eine Bestandsaufnahme zu machen. Keine Frage, bis dato hat mich das Jahr fix gebeutelt und ich bin erschöpft. Den heutigen Tag habe ich wahrlich genossen, nirgends hin müssen, keine Verpflichtungen haben. Einfach vor mich hinpusseln. Ein zwei Rezensionen zu CDs schreiben, kochen, mit dem Liebsten im Garten den Rest Pflaumenkuchen essen, häkeln und gleich noch lesen. Bewusst mal nicht imHospiz anrufen, darauf vertrauen, dass wir schon Bescheid kriegen, wenn es etwas zu berichten gibt. Das ist überhaupt ein Thema: Kontrolle abgeben! Einfach mal abwarten was geschieht und sich für neue Möglichkeiten offen halten. Ich glaube das wird ein Thema für die nächsten Wochen sein … und natürlich weiter ausmisten. Seelisch und physisch.

Ich bin trotz allem Stress, sehr dankbar für dieses Jahr. Klingt komisch, nachdem ich mich gerade beschwert habe, dass es mich so sehr gebeutelt hat, ist aber so. Ich habe entdeckt, dass ich sehr belastbar sein kann, dass ich in den letzten Jahren gelernt habe, rechtzeitig die Bremse zu ziehen und mich nicht mehr schäme zu sagen: Es geht nicht mehr, kannst du mal übernehmen. Ich fühle mich wieder. Das ist gut.

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