Konsumverzicht

Konsumverzicht

as of stones_fehu

Es ist etwas anderes, auf etwas zu verzichten, obwohl man es sich kaufen könnte, als sich etwas versagen zu müssen, weil man es sich nicht leisten kann.

Das Thema Materie war eines der Raunachtsthemen und ich habe das Gefühl es hat was gebracht. Wenn einmal ein wenig Geld da ist, dann fallen mir tausend Sachen ein, die ich haben möchte. Nicht einmal, weil ich sie wirklich brauche, sondern einfach weil ich Angst habe, dass ein funktionierendes Teil kaputt geht und ich vorsichtshalber Ersatz schaffen will. Und natürlich sammelt sich in knappen Zeiten immer soviel an, was gebraucht wird und wenn es denn finanziell einmal ein wenig leichter ist, dann ist es auch schnell wieder weg.

In letzter Zeit stelle ich eine Veränderung fest. Da ist nicht mehr ich kann nicht kaufen, sondern ich will nicht. Ich habe mir eine Vorgabe für das nächste Quartel gemacht, Bücher nur aus der Bücherei. Ein Ausrutscher im Monat ist erlaubt.

Das ist allerdings nur ein Aspekt, ein anderer ist, dass ich einfach kein Verhältnis zum Geld habe. Es ist mir suspekt und für mich ist es immer noch ein Wunder, dass man für ein wenig Plastik oder einen Fetzen Papier wundervolle Sache gibt. Im Grunde scheine ich immer noch zu denken, wenn die Fetzen weg sind, dann male ich mir neue. Geht natürlich nicht, aber schön wäre es schon. Jedenfalls komme ich mit Geld nicht gut zurecht. Sicherheitshalber bezahle ich nie mit Karte, das wäre mir noch merkwürdiger und ich würde im Grunde nicht glauben das ich ernsthaft etwas ausgegeben habe.

2 Gedanken zu „Konsumverzicht

  1. Als mein Sohn klein war, wollte er unbedingt etwas haben. Ich sagte ihm, dass ich dafür kein Geld habe. „Dann kauf dir doch welches“, sagte er.
    Soviel zu den bunten Papierchen aus Kindersicht.
    Ich würde mich gerne besser versorgen wollen. Hühner halten wäre so etwas. Sechs Stück möchte ich haben. Selbst wenn Zweie mal nicht legen, vier Eier am Tag brauche ich ganz selten. Ich könnte also meinen Nachbarn mit versorgen. Es bleibt ein Traum. In der Stadt geht es nicht und auf’s Dorf kann ich nicht wieder.
    Mit Karte bezahle ich auch nicht. Ich brauche die Kontrolle über meine Handkasse.
    Liebe Grüße

    1. Gut versorgt sind wir eigentlich, darum bleibt so wenig Kohle für anderes. Wenn ich mit Karte zahlen würde, wäre ich jeden Monat noch schneller pleite. Ich glaube ein Teil von mir denkt immer: Sind die doof, geben mir Sachen dafür, dass ich ein Stück Plastik in ein Gerät stecke.“

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