Großstadt Blues

Trauben

Das ich nach einem Hamburg Besuch darnieder liege, ist ja nicht ungewöhnlich, dass es Herrn Braun noch schlimmer erwischt schon. Während ich mich nach zwei Tagen mit viel Schlaf und wenig Arbeit langsam berappele, hat es ihn richtig erwischt. Er keucht und hustet und mag gar nicht aus dem Bett krabbeln. Da kann er auch ruhig liegen bleiben, zu lesen hat er genug und Suka und ich werden gleich zum Widerhaken gehen und Weintrauben kaufen. Es gibt wieder Sigi Sauer Wein aus Bokholt. Die blauen Trauben sind es, so lecker. Davon werde ich gleich einiges anschleppen. Doch nicht nur, auch Eier, Schokocreme und ein Glas Kirschen stehen auf der Liste, denn es soll Waffeln geben. Wenn man krank ist, dann braucht man Kinderessen.

Im Grunde kann ich nicht verstehen, warum ich jedesmal wenn ich in Hamburg war, erst einmal flach liege. Ich mag die Stadt doch. Habe lange dort gelebt und zwar gerne und doch beutelt mich jeder Besuch dort so sehr, dass ich erst einmal nur schlafe. Diesmal waren es ja einige Tage und was mir bei der Rückkehr nach Kiel auffiel war, wie ruhig es hier ist. Vielleicht ist es ja das Alter, dass ich nicht mehr soviel Lärm und Hektik ab kann, vielleicht ist es aber auch einfach so, dass ich mein zu Hause gefunden habe.

4 thoughts on “Großstadt Blues

  1. Ich kann dich gut verstehen. Als ich jung war, wäre ich am liebsten neben den Leipziger Hauptbahnhof gezogen. Dahin, wo das Leben tobt. Heute mag ich auch die Ruhe und viel Natur um mich herum. Die Großstadt bietet mir eine gute Infrastruktur, aber mein Zuhause habe ich hier nicht so ganz gefunden.
    Gute Besserung an den Herrn Braun.

    1. Ich habe früher in Hamburg St. Georg gewohnt und dort ist es nie ruhig und konnte es gut haben, doch so allmählich schätze ich kleinere Städte und mehr Ruhe. Ich wohne ja auch jetzt mitten in der Stadt, aber eben in einer ruhigen Straße. Herr Braun sagt: Danke, es wird schon.

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