Geht es aufwärts?

So richtig traue ich dem Braten noch nicht. Auf alle Fälle sprechen einige Anzeichen dafür. Dieter wird am Mittwoch aus der Klinik entlassen und hat sich recht gut erholt. Sicher machen wir uns immer noch Sorgen, wie er in seiner Wohnung zurecht kommen wird, sollte es Schwierigkeiten geben, nun ja, dann müssen wir uns kurzfristig was einfallen lassen. Aber erst einmal ist er wieder daheim. Heute sind wir ein ganzes Stück gelaufen, einen Rollstuhl brauchten wir nicht mehr. Der Arztbericht aus der Uniklinik war allerdings sehr verstörend. Drei Tumore aus der Blase entfernt, einige Lymphknoten und die rechte Niere. Dabei soviel Blut verloren, dass er eine Transfusion brauchte. Erleichterung allerdings, das CT des Thorax war ohne Befund. Nun hoffen wir, ein wenig wider besseres Wissen. Wir freuen uns einfach mal über jeden Tag, den er uns erhalten bleibt.

Baad Bramstedt ist gut 50 km von Kiel entfernt und schon ist die Landschaft ganz anders. Während Kiel sehr hügelig ist, es es dort alles flach. Ich mag Kiel und die Endmoränenlandschaft der Schleswig-Holsteinischen-Schweiz lieber. Da das Wetter heute so schön war, sind wir erst einmal spazierengegangen, bevor wir uns in diese äußerst weitläufige und lieblos gestaltete Klinik begeben haben. Es war so warm und sonnig. Das tat der Seele gut. Danach gab es Eiscreme, was auch Laune hob. Allerdings bin ich nun sehr müde. Für mich waren es heute zwei lange Spaziergänge. Erst eine lange Runde mit Suka und dann mit dem Liebsten auf dem flachen Land. Ich werd heute nicht alt.

2 thoughts on “Geht es aufwärts?

  1. Das ist erst einmal eine gute Nachricht, dass sich der Schwager gut erholt hat, nach so einer Strapaze. Es war ja auch für dich eine große Anspannung. Da ist es kein Wunder, dass Müdigkeit kommt.
    Meine Tochter wohnt in SH in genau so einem flachen Land. 🙂 Ich liebe diese Weite. Irgendwie wirkt das sehr beruhigend auf mich. Wenn alles klappt, fahre ich im Juni zu ihr.

  2. Ich bin im flachen Teil SH’s aufgewachsen. Wenn ich dort zu Besuch war, also Hamburg oder Pinneberg und ich fahre zurück, dann denke ich beim Anblick der ersten Hügel: Endlich zu Hause.
    Ja, der Herr Schwager kommt heim, doch ich mache mir große Sorgen wie das wird. Er ist ein wenig zu optimistisch, was das zurecht kommen in der eigenen Wohnung betrifft. Na schaun wir mal, wir sind ja nicht weit weg. Alles Liebe Karin

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