Es plätschert so …

springwater

… vor sich hin. Die Veränderungen beim Herrn Schwager sind minimal und doch ist es nun unübersichtlich, dass er nicht mehr einfach ein Kranker, sondern ein Sterbender ist. Besonders für Viktor ist das hart, aber er hält sich tapfer. D. hat die Nahrungsaufnahme eingestellt. Er will nicht mehr essen und wir drängen ihn auch nicht. Es muss seine Entscheidung bleiben. Seine Mutter hat es ähnlich gehalten. Als sie bereit war zu gehen, hat sie nichts mehr zu sich genommen. Dieter trinkt wenigstens noch.

Wenn ich dort sitze und ihn ansehe, dann bin ich sehr traurig, aber auch dankbar, dass er an einem Ort ist, an dem sich gut um ihn gekümmert wird und dass er Menschen hat, die ihn mögen, einige sogar lieben und ihn bis zum Ende begleiten. Viele seiner FreundInnen und politischen Weggefährten besuchen ihn regelmäßig, sowie wie wir es tun und seine Herzensdame. Die ist allerdings ein Kapitel für sich.

Gleich bekommen wir lieben Besuch. Es gibt Zwetschgenkuchen. Diese ganze Zeit hat etwas unwirkliches. Komisch ist es. Alles hängt so in der Schwebe, dabei ist nichts klarer, als das Ende. Dann sind da wieder Tage, an denen ist es wie immer. Arbeit, Schmusen, Lachen, manchmal ein kleiner Krach, rumjonglieren um über den Monat zu kommen. Natürlich sind auch Gedanken an den eigenen Tod da … doch davon ein anderes Mal.

 

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