Erschöpft, froh und nachdenklich

Die Sorgen, Anstrengungen und das frühe Aufstehen der letzten Wochen, machen sich deutlich bemerkbar. Ich bin erschöpft. Mein ganzer Körper fühlt sich müde an und alles geht sehr sehr langsam. Viktor ist jetzt mit Dieter beim Arzt und ich habe die Hunderunde übernommen. Von dort habe ich mir ein Franzbrötchen mitgebracht, was eigentlich keines ist. Denn die Original-Hamburger-Franzbrötchen sind platter und man verzichtet auf Hagelzucker. War mir heute morgen aber egal, zu dem Bäcker, der die „richtigen“ im Angebot hat, war es mir zu weit.

Aber es gibt auch Grund zur Freude. Wir haben ein neues Buch aus der Druckerei bekommen. Neurosenkavalier von Ludvig Lorentzen, übersetzt von Gabriele Haefs. Wer wissen will, was eine perfekte Glosse ausmacht und wie man diese schreibt, ist hier richtig. Ludvig Lorentzen ist ein Meister seines Fachs.

Dieser Tage bin ich sehr nachdenklich. Eines meiner Themen, ist Facebook. Will ich wirklich weiter dort sein? Dort soviel Zeit verbringen? Vor allem, was bringt es mir? Der Spaß an diesem asozialen Medium ist mir flöten gegangen. Der Wunsch back to the roots ist extrem stark. Ich möchte wieder mehr bloggen und mehr Blogs lesen. Das ist deutlich auf der Strecke geblieben. Das ich mit meinen Gedanken nicht so ganz alleine bin, habe ich heute morgen, hier gelesen: https://tageweiseunsortiert.wordpress.com/. Ich habe schon den früheren Blog von Herrn Momo gerne gelesen und war recht traurig, dass er diesen nicht weiter betrieb. Nun ist er mit einem Neuen wieder dabei und ich werde gerne wieder regelmäßig vorbeischauen.

2 thoughts on “Erschöpft, froh und nachdenklich

  1. Da muss ich doch gleich mal einen Gegenbesuch machen 🙂

    Tja, Facebook….
    Fluch und Segen zugleich, das eine ganze Menge Menschen an sich gezogen hat, die früher Blognachbarn waren, weil dort ja ein schnellerer Austausch möglich ist.
    Zu der Gruppe gehöre ich im Grunde auch, nachdem ich mich vorher lange gesträubt habe.

    Was ich aber seinerzeit nicht gesehen habe, war die sich im Lauf der Zeit immer weiter aufblähende Timeline, auf der sich teils im Minutentakt Informationen und Nichtigkeiten ergiessen, und die es für mich als Menschen, der das oft nicht wirklich zeitnah verfolgen kann, immer schwieriger macht, den Überblick zu behalten, was sich wie und wo entwickelt.
    Dazu kommt auch noch, dass Katastrophenmeldungen wie ein Lauffeuer verbreiten, wieder und wieder geteilt werden und damit zu machen Zeiten alles andere verdrängen.
    Damit sind machen anderen Entwicklungen fast nicht mehr nachvollziehbar, es sei denn, man scrollt ewig rückwärts, um diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben.
    Vielleicht mag das ja der Fluch der Blase sein, in der ich mich auf Facebook bewege, aber ich habe auch keine wirkliche Idee, wie ich das für mich übersichtlicher gestalten könnte.

    Da ist einfach zuviel Input, und auf der anderen Seite zu wenig ruhige Zeit, in der ich mich damit beschäftigen könnte.

    Aber das alleine ist nicht der Grund, warum ich wieder zu bloggen begonnen habe.
    Wie ich ja in meinem Beitrag schrieb, kommt es mir vor allem darauf an, ein Tagebuch zu haben, das ich für meine eigene Reflektion und Rückschau nutzen kann.
    Wenn dann andere – wie Du – da auch was für sich finden: Um so besser!

    1. Ich habe schon verstanden, dass es dir nicht ausschließlich um Facebook ging. Tja, die Nähe die früher beim Bloggen entstand geht bei FB unter. Ich bin noch wegen des Verlages da. Bin mir aber immer weniger sicher, ob sich das lohnt. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Hab es schön. Alles Liebe Karin

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