Er-lösen

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Es gibt Zeiten da scheint nichts voran zu gehen, alles stagniert, überall Hindernisse und dann auf einmal macht es Bumm und es fluscht wieder. Wir hatten seit November so eine Zeit. Nichts ging voran, das Nachlassgericht kam nicht mit dem Erbschein rüber, solange der nicht da war, konnten wir das Auto nicht verkaufen und auch nicht das Erbe an die anderen Beteiligten auszahlen, da das Konto ja dicht war, bis der Erbschein vorlag. Es ist ja immer so, dass an so einem Todesfall eine Menge hängt, was sich nicht so ohne weiteres regeln lässt. Besonders wenn das Nachlassgericht 5 Monate braucht um einen Erbschein auszustellen. Das andere ist, solange diese Formalitäten nicht abgeschlossen sind, fällt es schwer mit den Erlebnissen des Sterbens und des Todes eines geliebten Menschen abzuschließen, weil ja immer noch was kommt. Dabei möchte man endlich in das Stadium kommen, in dem man beginnen kann sich zu erinnern und nicht immer noch mit etwas Administrativen belästigt werden will. Vor allem laufen ja auch Kosten auf. Das Auto zum Beispiel konnten wir nicht abmelden, aber es auch nicht auf uns anmelden, weil wir es uns schlicht nicht leisten können und auch kein Auto wollen. Steuern waren noch bezahlt, allerdings musste weiter die Versicherung bedient werden. Doch so langsam nähern wir uns dem Ende. Das Auto ist nun weg und der Rest läuft auch.

Jetzt, wo es sich löst, merke ich, wie entsetzlich müde ich bin und wie angespannt ich war. 2017 steckt mir arg in den Knochen.

2 Gedanken zu „Er-lösen

    1. Wir haben so etwas auch. D. war kaum dazu zu bewegen ein Testament zu machen. Eine Vollmacht hatte V. Die Vollmacht nützt auch nur solange, bis das Nachlassgericht, das Testament präsentiert bekommt, ab dann ist das Konto bis zur Erstellung des Erbscheines dicht, besonders, wenn es mehr als einen Erben gibt.

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