Durchatmen

Tagetes

Endlich haben wir Kieler Woche Wetter. Ich dachte schon, es läuft was falsch in der Planung. Zur Kieler Woche, oder wie ich es nenne, dem „jährlichen Wahnsinn“, hat es  zu regnen. Das ist Tradition. Wir wollten ja eigentlich heute Morgen zur Windjammerparade raus fahren, konnten uns aber nicht aufraffen. Es war einfach zu schön, einen Tag ohne Termine vor uns zu haben. Nicht ganz ohne, der Liebste hat nachher noch Probe, aber ich habe frei. Was sehr gelegen kommt, denn die Post brachte heute Wunderbares.

Sehr erfreut war ich, als ich vom Literarischen Quartett erfuhr, dass der Steidl Verlag zu Maeve Brennans 100. Geburtstag Sämtliche Erzählungen von ihr herausbringt, zwei Bände, die Dublin Geschichten und die New York Geschichten, im Schuber. Maeve Brennan ist eine Autorin, die ich vor einigen Jahren durch Zufall entdeckte, besser gesagt, die mir vor die Füße fiel. Was sich da zu trug, lässt sich hier hier nachlesen.

http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/maeve-brennan/

Wir kommen ein wenig zur Ruhe und atmen durch, auch wenn wir wissen, dass es nächste Woche weitergeht und noch viel zu tun ist. Heute haben wir schon mal einige von Ds. Versicherungen gekündigt und Montag geht es mit dem Ausräumen weiter. Aber bis dahin genießen wir das Nichtstun. Alles andere ruht im Augenblick, zum Schreiben komme ich kaum, zum Übersetzen auch nicht. Doch das ist in Ordnung. Ich beschränke mich auf die Morgenseiten und aufs bloggen.

Allheilmittel: Eiscreme

Tartufo

Auch heute ging es wieder in der schwagerliche Wohnung. Langsam aber sicher kriegen wir die Küche frei, noch einmal zehn Kartons mit abgelaufenen Lebensmitteln packen und zum Abfallwirtschaftshof und die Küche ist lebensmittelfrei. Der Gefrierschrank ist abgetaut, der Kühlschrank leer. Diverse Kleinigkeiten sind gepackt und wieder einmal Erstaunen über die Mengen, die da angehäuft sind. Aber davon will ich mich nicht mehr runterziehen lassen. Zur Belohnung, dass wir uns nur fast 2 x gestritten haben, sind wir Eis essen gegangen. So ein Tartufo wirkt doch sehr beruhigend. Morgen habe ich eine Besprechung in Gaarden und danach werden wir uns ein freies Wochenende gönnen, der Liebste und ich. Samstag wollen wir, falls wir früh genug hochkommenn die Windjammerparade angucken, obwohl wir dieses Jahr hier nicht mit Großseglern verwöhnt werden.

Altarrose

Mit Fotografieren ist im Moment nicht viel und mit Schreiben auch nicht. Irgendwie ist mein Kopf voll mit Sachen, die dringend getan werden müssen und was noch geklärt werden sollte. Vielleicht kommt ab morgen Mittag ein wenig Ruhe rein.

 

Bequem arbeiten

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Wie ich dazu gekommen bin weiß ich nicht, aber ich habe eine Sehnenscheidenentzündung in der Ferse. Das Dumme ist, gerade im Moment stehen eine Menge Termine an. Da heißt es denn zwischendrin den Fuß entlasten und einfach mal die Beine hochlegen. Da die Arbeit natürlich weitergeht, bin ich froh und dankbar für meinen kleinen Bambusklapptisch mit verstellbarer Arbeitsfläche und Laptopstopper. Geht wunderbar, ich glaube ich werde mein Büro insgesamt ins Bett verlagern.

Doch bevor es wieder in die Waagerechte geht, muss ich noch einmal raus. Es heißt heute wieder „Privet Kniga“. Ich werde allerdings mit dem Bus zum Deutsch-Russichen-Literaturtreffen fahren. Fahrrad traue ich mich nicht und laufen ist zu weit. Das Kraxeln am Westensee gestern  hat die Sache nicht besser gemacht.

Gedöns

Es ist eine seltsame Zeit. Wir hängen so dazwischen. Der Herr Schwager ist gut bei seiner Freundin untergebracht und doch ist es komisch, wenn wir in seine Wohnung gehen, um Sachen zu holen, dann ist er einerseits schon nicht mehr da und trotzdem können wir nicht mit dem Ausräumen beginnen. Es ist der Punkt, an dem es nicht vorwärts und nicht rückwärts geht, sondern einfach still steht. So wie die Dinge stehen, möchte man einerseits soviel wie möglich tun, andererseits aber glaube ich, dass es wichtig ist den Stillstand auszuhalten, nur das Nötigste zu machen und bewusst das Vergehen erleben. Es kommt mich hart an. Vor allem, da ich weiß wieviel unangenehme Arbeit noch vor uns liegt, so Sachen halt die man am Liebsten schon erledigt haben möchte. Morgen gehen wir ihn jedenfalls besuchen und räumen vorher wenigstens schon mal seinen Kühlschrank leer.

Westensee

Wenn die Zeiten schwer sind und man sich beladen fühlt, dann soll man spazierengehen und Torte essen. In diesem Sinne haben wir uns heute an den Westensee und ins Café Zeit aufgemacht. Im letzteren gibt es die leckerste Marzipan-Kirsch-Nuss-Torte aller Zeiten. Aber erst sind wir ein wenig herumgelaufen. Nicht zuviel, denn ich habe in der rechten Ferse eine Sehnenscheidentzündung, oder etwas in der Art. Daher habe ich mich auch wieder ins Bette verfügt und schreibe von dort aus. Erst einmal musste ich allerdings die Fotoprogramme auf dem Laptop installieren und dann habe ich wild versucht einen alten Cardreader zum Laufen zu bringen. Klappte natürlich nicht. Nach zwanzig Minuten kam dann die Erkenntnis, ich brauche gar keinen externen Cardreader, der Laptop hat einen integriert. Nun ja, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.

Jetzt noch ein wenig schreiben und dann werde ich weiter an meinem Überwurf häkeln und dabei Hörbücheln.

Euch allen einen schönen Reststonntag und eine schöne Woche.

 

Arbeitsbesprechung im Club68

Guiness

Gestern habe ich mich mit E. im legendären Kieler Club 68 getroffen, um die Schreibwerkstatt, und wie sie denn nun laufen soll, zu besprechen. Wir hatten da im Vorwege einige Probleme, einige davon technischer Art, die wir aber ausräumen konnten. Nun wird die Schreibwerkstatt also im July beginnen und ich habe noch etwas Vorbereitungszeit. Ich bin froh, dass es nun doch was wird. Mit unserer Besprechung waren wir relativ schnell durch. Nach Hause gekommen bin ich allerdings erst um 01:00 Uhr, woran nicht zu letzt das Guiness Schuld war. Ich trinke sehr selten Alkohol und bin auch nicht oft in der Kneipe, hatte aber seit Tagen einen enormen Appetit auf ein Guiness, was nicht zuletzt daran lag, dass ich während meiner Übersetzungsarbeiten am Jig, dauernd auf Leute stieß die sich am Guiness labten, außerdem brauchte ich ein Foto eines Glases dieses Labsals für das Titelbild. Gut, ich hätte keine vier Pints in mich tun müssen, aber da ich schon mal da war … E. hat übrigens gut mitgehalten, dann kam noch ein Bekannter dazu und plötzlich war es 01:00 Uhr. Die Zeit verfliegt, wenn man sich amüsiert. Bevor ich aber ganz versacken konnte, der Club hat bis 03:00 auf, habe ich meinen Mann angerufen und mich von ihm nach Hause bringen lassen.

Schnecke

Heute habe ich das erste Mal seit Jahren einen Kater und werde es entsprechend langsam angehen lassen. Werde also meinen Arbeitskrempel packen und mich ins Bette verfügen. Am Abend habe ich dann ein Date mit meinem Mann. Wir wollen Dr. Who gucken. Wir müssen Bildungslücken schließen. Haben fest gestellt, dass wir diese Serie übersehen haben. So geht das nicht.

 

Frust und Lust

Morgenseiten

Gestern habe ich mich sehr geärgert. Eigentlich sollte es ja heute mit der Schreibwerkstatt losgehen, aber das wurde verschoben. Ist an sich nicht schlimm, ärgerlich ist nur, dass mir niemand Bescheid gesagt hat. Der Informationsfluss war also eher suboptimal und wenn ich nicht nachgefragt hätte, wäre ich heute umsonst dort aufgeschlagen. Wie auch immer, heute abend soll sich alles klären. Das war aber nicht alles, gerade ist wieder einmal der Wurm drin. Es kommt zu Verzögerungen oder Projekte die Viktor und mir am Herzen liegen lösen sich in Luft auf. Also kurz gesagt, es ist nicht die beste aller Zeiten. Immer wenn gerade mal wieder alles schiefzulaufen scheint, muss ich meinen Kopf von Mist, negativen Gedanken und Selbstzweifeln befreien. Wobei „befreien“ der falsche Begriff ist, ganz frei ist man ja nie davon. Alles auf ein erträgliches Maß zurechtstutzen, trifft es da eher. Dabei hilft das Morgenseiten schreiben, was ich nun nach einigen Wochen Pause wieder aufgenommen habe. Einfach drei DIN  A 4 Seiten lang alles aufschreiben, was einem gerade so durch den Sinn geht. Erstaunlich wie schnell man wieder klarer sieht. Wichtig ist hierbei, dass man beim Schreiben, den Rechner, das Tablet, die Telefone und so weiter ausschaltet.

Frühstück

Nachdem ich sozusagen den Müll rausgebracht hatte, ging es frühstücken. Auch heute wieder auf des Liebsten Balkon und mit frischgebackenen Brötchen.

 

 

 

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Auf Start

Gestern war die Freude groß, dass ich die Übersetzung von „A Jig before dying“ fertig habe und es wurde auch gefeiert, mit Currywurst, selbstgebauten Pommes und zum Dessert Erdbeeren. Heute ist die Freude über den Abschluss immer noch groß, aber auch das Bewusstsein, dass zwei weitere Niall & Rose Sweeney Mysteries auf mich warten … mal ganz abgesehen von meinen eigenen Buchprojekten. Nach dem Buch ist eben vor dem Buch. Langweilig wird es jedenfalls nicht und ich will es ja auch gar nicht anders haben.

Heute morgen habe ich mal den Startbildschirm meines Computers fotografiert und festgestellt, dass er genau das richtige für eine Frau ist, die sich immer noch fragt, was aus der Eule geworden ist, die ihr den Brief aus Hogwarts vor 49 Jahren bringen sollte. Da ist eindeutig was schiefgelaufen.

 

Ich hab fertig

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Nach einem nahrhaften und seelenstreichelnden Frühstück auf des Liebsten Balkon habe ich mich ans Werk gemacht und mich auf die letzten Seiten von „A Jig before dying“ von Danny Carnahan gemacht. Kurz gesagt: Es ist vollbracht! Ich habe ein ganzes verdammtes Buch übersetzt! Nun noch überarbeiten und dann an die Fachfrau mit den Adleraugen weitergeben, die dann guckt, ob das Werk wirklich gelungen ist und wo es noch Korrekturen braucht. Selbst wenn da noch was sein sollte, ich bin stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe. So langsam lerne ich Dinge zu Ende zu bringen.

Kartoffeln mit Schlick

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Ich schwelge in einfachen Genüssen. Neue Kartoffeln, saure Sahne mit Paprika und Bassilikum und Erdbeeren. Der Sommer hat seine schönen Seiten.

Ansonsten bin ich am Arbeiten, während um mich herum das Chaos tobt. Die Küche in Viktors Wohnung wird gemacht und dadurch ist Lärm, Staub und überhaupt so einiges unbequem, aber ich freue mich so, dass wir bald eine schöne Küche haben und einen Balkon.  Doch nun ist erst einmal Feierabend.