Struktur

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Zu gegeben, mein Tagesablauf ist alles andere, als strukturiert. Einige Tage lang klappt es gewisse Zeiten einzuhalten. Meistens hält das nicht lange vor und dann bin ich genervt. Natürlich ist es einer der Vorteile, wenn man selbstständig arbeitet, dass man sich nicht an vorgegeben Arbeitszeiten halten muss. Andererseits schafft man in einem vorgegebenen Rahmen, den man unter einem gewissen Druck einhalten muss,  einfach mehr. Also habe mir gewisse Tageszeiten für die Arbeit zu reserviert … geklappt hat das nie, jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum. Jedesmal, wenn ich mich wieder nicht an meine eigenen Vorgaben hielt, war ich sauer auf mich, dachte: „So kann es doch nichts werden“ „Du musst endlich“ und so weiter. Natürlich wurde es dann auch erst einmal nichts.

Seit einiger Zeit nun habe ich keine Lust, mehr mich fertig zu machen, nur weil ich es nicht schaffe von 8:00 – 12:00 oder von 14:00 – 18:00 Uhr zu arbeiten, und siehe da, auf einmal klappt es. Nicht mit den regelmäßigen Zeiten, die habe ich endgültig in die Mottenkiste verbannt. Es klappt durch einen Arbeitsplan. Der ist nicht einmal sehr voll gepackt. Abends schaue ich auf meine To-Do-List und entscheide, was ich am nächsten Tag erledigen will. Unabhängig von Tageszeit oder sonstigen Begrenzungen. Heute zum Beispiel sah es so aus:

Heute morgen habe ich die Rezension geschrieben, dann ein wenig gestrickt, gefrühstückt und den Besen geschwungen. Gegen 15:00 habe ich Tee gekocht und mir meinen Arbeitsplatz gemütlich hergerichtet und meine 1800 Wörter an Schönfärber & Federknecht geschrieben. Die 20 Seiten Tore sind auch überarbeitet und der Blogartikel ist auch erledigt. Nun kann ich also im Bewusstsein, meine Pflicht erfüllt zu haben, den Feierabend einläuten. Das Schöne ist, ich bin mir nicht böse, weil ich meine Sachen nicht von dann bis dann erledigt hatte, sondern im Gegenteil, es ist ein schönes Gefühl. Selbst wenn ich jetzt noch nicht fertig wäre, ich hätte noch immer Zeit. Und wenn ich am Ende des Tages nur 90 % meiner Vorgaben erledigt hätte, dann wäre es auch in Ordnung.

Änderung in letzter Minute

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Eigentlich wollte ich ja heute mit Ausradiert bei NaNoWriMo starten. Daraus wurde nichts, denn Viktor hat mir gestern mitgeteilt, dass er sich wünscht, ich lasse Tore wie es ist und überarbeite es nur. Ich hatte ja vor es umzuschreiben, also die Grundidee in einen anderen Handlungsrahmen zu setzen. Ist ein wenig schwer zu erklären, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Jedenfalls hat Viktor mich überredet mir das Manuskript noch einmal vorzunehmen, es aufmerksam zu lesen und dann erst zu entscheiden, ob ich es umschreibe. Das bedeutete natürlich, dass ich erst einmal ohne NaNoWriMo Projekt da stand und eigentlich schon meine Teilnahme canceln wollte. Doch nach ein wenig überlegen, kam mir eine alte Idee in den Sinn und so bin ich mit Schönfärber & Federknecht an den Start gegangen. Das wird auch kein Fantasy, sondern eine Satire. Die Idee dazu ist mir vor drei Jahren gekommen, aber damals kam ich nicht dazu und so landete sie in der „Später-Box“, was sich ja als gut und richtig erwies. Immerhin habe ich heute 1800 Wörter geschrieben, ohne mich groß anzustrengen. und ich habe angefangen Tore durchzuarbeiten. Viktor hat recht, es ist gar nicht schlecht. Allerdings muss daran einiges getan werden.  Ich bin ganz froh, dass der Gatte so energisch für Tore/Ausradiert eingetreten ist.

Hustensaft-diy

Auch wenn mein Husten besser ist, abends brauche ich noch Hustensaft und der Liebste erst recht. Die Ärztin hatte heute noch zu, doch morgen geht er hin. Bis dahin bin ich in die Hustensaftproduktion eingestiegen. Im Widerhaken gab es Rettich und mir fiel ein, dass sich aus Rettich und Honig etwas recht wirksames brauen lässt. Mal sehen, ob der Saft hilft.

 

Fast fit

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Ich habe beschlossen, dass es nun genug ist, mit dem Kranksein. Es nervt einfach, dauernd irgendwas zu schlucken, literweise Tee zu trinken und permanent zwischen Klo, Schreibtisch und Bett zu pendeln.  Die Medis helfen eh nicht, also versuche ich es mal mit Gesundheit locken. Eines hat schon geklappt, ich habe eine große Einkaufsrunde gemacht, alleine, denn der Gatte soll im Bett bleiben, dem geht es sehr viel schlechter als mir.

Übrigens blüht der (oder muss es das heißen?) Schlumbergera, auch als Weihnachtskaktus bekannt. Auf meinen trifft letztere Bezeichnung einfach nicht zu, das Teil habe ich seit vielen vielen Jahren und es hat noch nicht einmal zu Weihnachten geblüht, dafür zu jeder anderen erdenklich Zeit des Jahres. Eigenwillig halt. Passt in die Familie.

Ansonsten war ich auch schon fleißig. Alles ist bereit für NaNoWriMo.

 

Vor die Tür

… ging es heute das erste Mal seit Tagen. Also nicht nur eben Wullstuuv und weg, sondern richtig eine Einkaufsrunde zu Fuß.

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Da ich die Nacht endlich einmal durchgeschlafen habe und ich mich deutlich besser fühle, habe ich mich getraut. Zwar keine große Runde, aber immerhin zu Fuß. Es tat wirklich gut.

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Mit Erschrecken habe ich gerade festgestellt, dass am Mittwoch bereits NaNoWriMo startet und ich bis dahin das Knäuel, die Geschichte betreffend, die ich schreiben will, entwirrt haben sollte. Die Zeit fliegt. Also mache ich mich mal an die Arbeit und halte auf zu prokrastinieren.

Schon 1 Woche

… sind wir nun wieder zu Hause.

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Die Woche Urlaub bekommt so etwas unwirkliches, schon erstaunlich, wie schnell der Alltag es verdrängt. Lebendig ist die Erinnerung an das Zusammensein mit den Kindern. Die vermisse ich sehr. Aber ich muss auch gestehen, eines was der Urlaub bewirkt hat ist, ich weiß meinen Alltag wieder mehr zu schätzen. Diesen Luxus in Ruhe arbeiten zu können und eben auch einfach mal Pause machen, wenn die Verfassung es erfordert. Das ist schon was.

Trotz Bronchitis habe ich eine Menge geschafft. Die Verlagsseite ist fast fertig geworden. Stricken, häkeln und so weiter ist auch nicht zu kurz gekommen, sowie auch das Lesen. Nur mit dem Schreiben, hapert es noch. Da muss ich dringend bei. Denn nicht mehr lange bis November und NaNoWriMo. Falls jemand von euch mitmacht, und mich dort befreunden will, ich firmiere unter Kabra.

 

Angeschlagen

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… bin ich schon, aber sicher im Hafen und wenn ich noch zwei Tage im Dock bleibe und mich pflegen lasse, dann sollte ich ab Donnerstag auch wieder für die Außenwelt zur Verfügung sehen. Bis dahin aber, Tee, Hustensaft, Wick Vaporup und Begöschern vom Liebsten. Das Schöne ist, der Husten ist sehr viel weniger und nicht mehr so krampfhaft. So kann ich auch ein wenig was tun.

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So habe ich denn eine Rezension zu Lügenland von Gudrun Lerchbaum geschrieben. Ein tolles und vor allem wichtiges Buch, das ich euch besonders ans Herz legen möchte. Hier könnt ihr lesen, warum ich es so wichtig finde.

http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/luegenland-von-gudrun-lerchbaum/

Sonst gibt es nicht viel Neues. Ach ja doch, in der Edition Narrenflug werden dieses Jahr noch zwei Bücher erscheinen. Einmal Ein Jig vor dem Sterben von Danny Carnahan, übersetzt aus dem Englischen von Karin Braun und Gabriele Haefs und „Rikka Gan“ von Ragnhild Jølson, übersetzt aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs.

Ersteres ist ein Krimi der im irischen Millieu von San Fransico spielt und einen starken Irland Bezug hat. Er spielt Ende der 90ziger Jahre und ich fürchte ich muss für jüngere Leser*innen ein Glossar erstellen, woher sollen sie sonst wissen, was ein Modem ist und warum der Held in eine Telefonzelle nutzt und kein Handy. Außerdem ist es ein Krimi mit viel Musik und Literatur, denn die Niall Sweeney ist Geiger und seine Frau Rose, Dozentin für englische Literatur.

Rikka Gan widerum ist ein Klassiker der norwegischen Literatur und Gabriele hat hier darüber geschrieben: https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wie-aus-einer-idee-ein-buch-wird-2-ragnhild-joelsen

Reisevorbereitungen

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Ich sitze hier zwischen gepackten Koffern und häkele am Geburtstagsgeschenk für Melinda. Zwischendrin greife ich zum Kugelschreiber und notiere, was noch mit muss. Wie es aussieht müssen wir einen Hänger mieten … oder die Kinder auf dem Dach festschnallen. Mal sehen, ob wir alles mitbekommen. Ich bin da einfach mal zuversichtlich, frage mich aber wieder einmal, wie ich früher mit nur einem Rucksack durch halb Europa gekommen bin. Richtig, damals musste das Thinkpad und die Fotoausrüstung nicht mit. Genau genommen, die Fotoausrüstungen und die Laptops. Denn der Gatte braucht ja auch so allerlei. Vieles von dem was wir mitschleppen sind Nahrungsmittel, Handtücher, Hundefutter und -schüssel und so weiter. Es ist ja eine Ferienwohnung und kein Hotel. Eigentlich Wahnsinn für ein paar Tage so einen Aufwand zu treiben, doch es hilft ja nichts. Wenn wir erst einmal da sind, sieht alles viel besser aus und die Rückreise dürfte schon mit viel weniger Gepäck stattfinden.

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Soweit hat aber alles gut geklappt. Ich hatte ja noch einiges auf den letzten Drücker zu besorgen, unter anderem eine Nahlinse für die Olympus PEN. So toll wie die Kamera mit dem mitgelieferten 14:42 Objektiv für normale Aufnahmen ist, im Makrobereich war sie nicht überragend. Da mir ein Makroobjektiv zu teuer war, habe ich mich für eine Nahlinse entschieden. Das funktioniert recht gut. Dann musste ich natürlich noch ein scharlachrotes Moleskine Notizheft haben, damit auch das Schreiben nicht zu kurz kommt. Irgendwie bin ich wohl doch eine ziemliche Luxusschnalle, aber nun ja, wie sagte bereits Romy Schneider in Die Bankiersfrau?

Ab 40 gefällt man sich nur noch in Seide

Seide muss ich nicht haben, aber schöne Notizhefte, die ja … und Stifte … Stifte, vor allem schöne, kann man nie genug haben,

 

Tagebücher und Notizen

Dear Diary

Manchmal frage ich mich, wozu ich, neben dem Blog, auch noch analog Tagebuch schreibe. Genau genommen nicht eines, sondern zwei. Eines in dem Tageskarten und der ganze Hexenkram notiert wird und ein weiteres in dem ich mich einfach auskotze. Letzteres vernichte ich allerdings regelmäßig, weil es einfach niemanden etwas angeht. Ein Tagebuch wird nun mal von einer sehr subjektiven Warte und aus einer momentanen Stimmung heraus geschrieben worden und könnte anderen Leser und Leserinnen einen falschen Eindruck vermitteln.  Ich gestehe, ich bin ein Tagebuch- und Notizheftjunkie. Wann immer ich ausgehe, schleppe ich mindestens ein Notizheft und diverse Stifte mit mir herum. Gemessen an all meinen Notizen ist mein Output an Geschichten allerdings sehr gering. Manchmal frage ich mich, ob dieses dauernde Notieren mein Methadon ist, mit dem ich meinen Drang zu schreiben befriedige, ohne mich tiefer auf eine Geschichte einlassen zu müssen. Da drängt sich natürlich die Frage auf, bin ich eigentlich wirklich Autorin, wenn ich im Grunde nicht schreibe, sondern mir nur Geschichten ausdenke und notiere? In letzter Zeit habe ich mir oft gedacht, gib es doch auf, statt immer nur zu prokrastinieren. Ist ja nicht so, dass die Welt auf deine Geschichten wartet. Bei über 90 000 offiziellen Neuerscheinungen plus Tausenden von Selfpublishern geht dein Kram doch eh  unter, denn das mit dem Netzwerken hast du einfach nicht drauf. Und doch, obwohl eine solche Entscheidung eine Menge Druck nehmen würde, kann ich mich nicht durchringen sie zu treffen.

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Komischerweise taucht immer dieses Bild auf, wenn ich gerade davor bin mich zur Aufgabe durchzuringen und dann … ja dann … kann ich es nicht. Also mache ich irgendwie weiter und hoffe, dass ich die Kurve kriege.

Ich bin dafür

Ich bin dafür, wann immer es geht, aufs Wasser zu schauen

Ich bin dafür, für eine gewaltfreie Welt einzutreten

Ich bin dafür, zu lieben und aus vollem Herzen zu lachen

Ich bin dafür, meinen Mitlebewesen und der Umwelt mit Respekt zu begegnen

Ich bin dafür, gut zu Essen, zu Trinken, Musik zu naschen und zu tanzen

Ich bin dafür, einem Sterbenden die Hand zu halten

Ich bin dafür, mehr dafür und weniger dagegen zu sein.

Hospizbesuch

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Heute bin ich mit Viktor ins Hospiz gefahren, um zu sehen, wie es unserem Herrn Verwandten geht. Ich bin so angetan von der Anlage. Schöne geräumige Zimmer, freundliches Personal und ein entspannter Schwager, der auch Lust hatte draußen zu sitzen. Viktor und ich sind unendlich erleichert, dass er seine letzten Tage an so einem schönen Ort verbringen kann. Morgen fährt der Liebste alleine hin und wird mit D. Schachspielen. Das wird den Beiden sicher Spaßmachen.

Man muss wirklich dankbar sein, dass es so eine Einrichtung gibt, was er dort bekommt, könnten wir bei unserer Wohnsituation nicht leisten.

Aber ich bin auch fleißig gewwesen. Die Überarbeitung vom Jig ist fertig und zur Kontrolle an die Meisterin aller Klassen, Gabriele Haefs, geschickt. Morgen habe ich eine Besprechung von wegen Schreibwerkstatt in Gaarden und werde dort auch gleich noch ein wenig spazierengehen und Fotosmachen.  Der Gaardenkrimi, den ich einmal angefangen habe zu schreiben, ist wieder aktiv. Der muss aktualisiert werden und dann noch ein Drittel der Story schreiben.

Ansonsten geht es mir nicht gut, die Belastung durch den sterbenden Dieter und einiges andere drückt doch sehr aufs Gemüt.