Reisevorbereitungen

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Ich sitze hier zwischen gepackten Koffern und häkele am Geburtstagsgeschenk für Melinda. Zwischendrin greife ich zum Kugelschreiber und notiere, was noch mit muss. Wie es aussieht müssen wir einen Hänger mieten … oder die Kinder auf dem Dach festschnallen. Mal sehen, ob wir alles mitbekommen. Ich bin da einfach mal zuversichtlich, frage mich aber wieder einmal, wie ich früher mit nur einem Rucksack durch halb Europa gekommen bin. Richtig, damals musste das Thinkpad und die Fotoausrüstung nicht mit. Genau genommen, die Fotoausrüstungen und die Laptops. Denn der Gatte braucht ja auch so allerlei. Vieles von dem was wir mitschleppen sind Nahrungsmittel, Handtücher, Hundefutter und -schüssel und so weiter. Es ist ja eine Ferienwohnung und kein Hotel. Eigentlich Wahnsinn für ein paar Tage so einen Aufwand zu treiben, doch es hilft ja nichts. Wenn wir erst einmal da sind, sieht alles viel besser aus und die Rückreise dürfte schon mit viel weniger Gepäck stattfinden.

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Soweit hat aber alles gut geklappt. Ich hatte ja noch einiges auf den letzten Drücker zu besorgen, unter anderem eine Nahlinse für die Olympus PEN. So toll wie die Kamera mit dem mitgelieferten 14:42 Objektiv für normale Aufnahmen ist, im Makrobereich war sie nicht überragend. Da mir ein Makroobjektiv zu teuer war, habe ich mich für eine Nahlinse entschieden. Das funktioniert recht gut. Dann musste ich natürlich noch ein scharlachrotes Moleskine Notizheft haben, damit auch das Schreiben nicht zu kurz kommt. Irgendwie bin ich wohl doch eine ziemliche Luxusschnalle, aber nun ja, wie sagte bereits Romy Schneider in Die Bankiersfrau?

Ab 40 gefällt man sich nur noch in Seide

Seide muss ich nicht haben, aber schöne Notizhefte, die ja … und Stifte … Stifte, vor allem schöne, kann man nie genug haben,

 

Tagebücher und Notizen

Dear Diary

Manchmal frage ich mich, wozu ich, neben dem Blog, auch noch analog Tagebuch schreibe. Genau genommen nicht eines, sondern zwei. Eines in dem Tageskarten und der ganze Hexenkram notiert wird und ein weiteres in dem ich mich einfach auskotze. Letzteres vernichte ich allerdings regelmäßig, weil es einfach niemanden etwas angeht. Ein Tagebuch wird nun mal von einer sehr subjektiven Warte und aus einer momentanen Stimmung heraus geschrieben worden und könnte anderen Leser und Leserinnen einen falschen Eindruck vermitteln.  Ich gestehe, ich bin ein Tagebuch- und Notizheftjunkie. Wann immer ich ausgehe, schleppe ich mindestens ein Notizheft und diverse Stifte mit mir herum. Gemessen an all meinen Notizen ist mein Output an Geschichten allerdings sehr gering. Manchmal frage ich mich, ob dieses dauernde Notieren mein Methadon ist, mit dem ich meinen Drang zu schreiben befriedige, ohne mich tiefer auf eine Geschichte einlassen zu müssen. Da drängt sich natürlich die Frage auf, bin ich eigentlich wirklich Autorin, wenn ich im Grunde nicht schreibe, sondern mir nur Geschichten ausdenke und notiere? In letzter Zeit habe ich mir oft gedacht, gib es doch auf, statt immer nur zu prokrastinieren. Ist ja nicht so, dass die Welt auf deine Geschichten wartet. Bei über 90 000 offiziellen Neuerscheinungen plus Tausenden von Selfpublishern geht dein Kram doch eh  unter, denn das mit dem Netzwerken hast du einfach nicht drauf. Und doch, obwohl eine solche Entscheidung eine Menge Druck nehmen würde, kann ich mich nicht durchringen sie zu treffen.

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Komischerweise taucht immer dieses Bild auf, wenn ich gerade davor bin mich zur Aufgabe durchzuringen und dann … ja dann … kann ich es nicht. Also mache ich irgendwie weiter und hoffe, dass ich die Kurve kriege.

Ich bin dafür

Ich bin dafür, wann immer es geht, aufs Wasser zu schauen

Ich bin dafür, für eine gewaltfreie Welt einzutreten

Ich bin dafür, zu lieben und aus vollem Herzen zu lachen

Ich bin dafür, meinen Mitlebewesen und der Umwelt mit Respekt zu begegnen

Ich bin dafür, gut zu Essen, zu Trinken, Musik zu naschen und zu tanzen

Ich bin dafür, einem Sterbenden die Hand zu halten

Ich bin dafür, mehr dafür und weniger dagegen zu sein.

Hospizbesuch

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Heute bin ich mit Viktor ins Hospiz gefahren, um zu sehen, wie es unserem Herrn Verwandten geht. Ich bin so angetan von der Anlage. Schöne geräumige Zimmer, freundliches Personal und ein entspannter Schwager, der auch Lust hatte draußen zu sitzen. Viktor und ich sind unendlich erleichert, dass er seine letzten Tage an so einem schönen Ort verbringen kann. Morgen fährt der Liebste alleine hin und wird mit D. Schachspielen. Das wird den Beiden sicher Spaßmachen.

Man muss wirklich dankbar sein, dass es so eine Einrichtung gibt, was er dort bekommt, könnten wir bei unserer Wohnsituation nicht leisten.

Aber ich bin auch fleißig gewwesen. Die Überarbeitung vom Jig ist fertig und zur Kontrolle an die Meisterin aller Klassen, Gabriele Haefs, geschickt. Morgen habe ich eine Besprechung von wegen Schreibwerkstatt in Gaarden und werde dort auch gleich noch ein wenig spazierengehen und Fotosmachen.  Der Gaardenkrimi, den ich einmal angefangen habe zu schreiben, ist wieder aktiv. Der muss aktualisiert werden und dann noch ein Drittel der Story schreiben.

Ansonsten geht es mir nicht gut, die Belastung durch den sterbenden Dieter und einiges andere drückt doch sehr aufs Gemüt.

Durchatmen

Tagetes

Endlich haben wir Kieler Woche Wetter. Ich dachte schon, es läuft was falsch in der Planung. Zur Kieler Woche, oder wie ich es nenne, dem „jährlichen Wahnsinn“, hat es  zu regnen. Das ist Tradition. Wir wollten ja eigentlich heute Morgen zur Windjammerparade raus fahren, konnten uns aber nicht aufraffen. Es war einfach zu schön, einen Tag ohne Termine vor uns zu haben. Nicht ganz ohne, der Liebste hat nachher noch Probe, aber ich habe frei. Was sehr gelegen kommt, denn die Post brachte heute Wunderbares.

Sehr erfreut war ich, als ich vom Literarischen Quartett erfuhr, dass der Steidl Verlag zu Maeve Brennans 100. Geburtstag Sämtliche Erzählungen von ihr herausbringt, zwei Bände, die Dublin Geschichten und die New York Geschichten, im Schuber. Maeve Brennan ist eine Autorin, die ich vor einigen Jahren durch Zufall entdeckte, besser gesagt, die mir vor die Füße fiel. Was sich da zu trug, lässt sich hier hier nachlesen.

http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/maeve-brennan/

Wir kommen ein wenig zur Ruhe und atmen durch, auch wenn wir wissen, dass es nächste Woche weitergeht und noch viel zu tun ist. Heute haben wir schon mal einige von Ds. Versicherungen gekündigt und Montag geht es mit dem Ausräumen weiter. Aber bis dahin genießen wir das Nichtstun. Alles andere ruht im Augenblick, zum Schreiben komme ich kaum, zum Übersetzen auch nicht. Doch das ist in Ordnung. Ich beschränke mich auf die Morgenseiten und aufs bloggen.

Allheilmittel: Eiscreme

Tartufo

Auch heute ging es wieder in der schwagerliche Wohnung. Langsam aber sicher kriegen wir die Küche frei, noch einmal zehn Kartons mit abgelaufenen Lebensmitteln packen und zum Abfallwirtschaftshof und die Küche ist lebensmittelfrei. Der Gefrierschrank ist abgetaut, der Kühlschrank leer. Diverse Kleinigkeiten sind gepackt und wieder einmal Erstaunen über die Mengen, die da angehäuft sind. Aber davon will ich mich nicht mehr runterziehen lassen. Zur Belohnung, dass wir uns nur fast 2 x gestritten haben, sind wir Eis essen gegangen. So ein Tartufo wirkt doch sehr beruhigend. Morgen habe ich eine Besprechung in Gaarden und danach werden wir uns ein freies Wochenende gönnen, der Liebste und ich. Samstag wollen wir, falls wir früh genug hochkommenn die Windjammerparade angucken, obwohl wir dieses Jahr hier nicht mit Großseglern verwöhnt werden.

Altarrose

Mit Fotografieren ist im Moment nicht viel und mit Schreiben auch nicht. Irgendwie ist mein Kopf voll mit Sachen, die dringend getan werden müssen und was noch geklärt werden sollte. Vielleicht kommt ab morgen Mittag ein wenig Ruhe rein.

 

Bequem arbeiten

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Wie ich dazu gekommen bin weiß ich nicht, aber ich habe eine Sehnenscheidenentzündung in der Ferse. Das Dumme ist, gerade im Moment stehen eine Menge Termine an. Da heißt es denn zwischendrin den Fuß entlasten und einfach mal die Beine hochlegen. Da die Arbeit natürlich weitergeht, bin ich froh und dankbar für meinen kleinen Bambusklapptisch mit verstellbarer Arbeitsfläche und Laptopstopper. Geht wunderbar, ich glaube ich werde mein Büro insgesamt ins Bett verlagern.

Doch bevor es wieder in die Waagerechte geht, muss ich noch einmal raus. Es heißt heute wieder „Privet Kniga“. Ich werde allerdings mit dem Bus zum Deutsch-Russichen-Literaturtreffen fahren. Fahrrad traue ich mich nicht und laufen ist zu weit. Das Kraxeln am Westensee gestern  hat die Sache nicht besser gemacht.

Gedöns

Es ist eine seltsame Zeit. Wir hängen so dazwischen. Der Herr Schwager ist gut bei seiner Freundin untergebracht und doch ist es komisch, wenn wir in seine Wohnung gehen, um Sachen zu holen, dann ist er einerseits schon nicht mehr da und trotzdem können wir nicht mit dem Ausräumen beginnen. Es ist der Punkt, an dem es nicht vorwärts und nicht rückwärts geht, sondern einfach still steht. So wie die Dinge stehen, möchte man einerseits soviel wie möglich tun, andererseits aber glaube ich, dass es wichtig ist den Stillstand auszuhalten, nur das Nötigste zu machen und bewusst das Vergehen erleben. Es kommt mich hart an. Vor allem, da ich weiß wieviel unangenehme Arbeit noch vor uns liegt, so Sachen halt die man am Liebsten schon erledigt haben möchte. Morgen gehen wir ihn jedenfalls besuchen und räumen vorher wenigstens schon mal seinen Kühlschrank leer.

Westensee

Wenn die Zeiten schwer sind und man sich beladen fühlt, dann soll man spazierengehen und Torte essen. In diesem Sinne haben wir uns heute an den Westensee und ins Café Zeit aufgemacht. Im letzteren gibt es die leckerste Marzipan-Kirsch-Nuss-Torte aller Zeiten. Aber erst sind wir ein wenig herumgelaufen. Nicht zuviel, denn ich habe in der rechten Ferse eine Sehnenscheidentzündung, oder etwas in der Art. Daher habe ich mich auch wieder ins Bette verfügt und schreibe von dort aus. Erst einmal musste ich allerdings die Fotoprogramme auf dem Laptop installieren und dann habe ich wild versucht einen alten Cardreader zum Laufen zu bringen. Klappte natürlich nicht. Nach zwanzig Minuten kam dann die Erkenntnis, ich brauche gar keinen externen Cardreader, der Laptop hat einen integriert. Nun ja, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.

Jetzt noch ein wenig schreiben und dann werde ich weiter an meinem Überwurf häkeln und dabei Hörbücheln.

Euch allen einen schönen Reststonntag und eine schöne Woche.

 

Arbeitsbesprechung im Club68

Guiness

Gestern habe ich mich mit E. im legendären Kieler Club 68 getroffen, um die Schreibwerkstatt, und wie sie denn nun laufen soll, zu besprechen. Wir hatten da im Vorwege einige Probleme, einige davon technischer Art, die wir aber ausräumen konnten. Nun wird die Schreibwerkstatt also im July beginnen und ich habe noch etwas Vorbereitungszeit. Ich bin froh, dass es nun doch was wird. Mit unserer Besprechung waren wir relativ schnell durch. Nach Hause gekommen bin ich allerdings erst um 01:00 Uhr, woran nicht zu letzt das Guiness Schuld war. Ich trinke sehr selten Alkohol und bin auch nicht oft in der Kneipe, hatte aber seit Tagen einen enormen Appetit auf ein Guiness, was nicht zuletzt daran lag, dass ich während meiner Übersetzungsarbeiten am Jig, dauernd auf Leute stieß die sich am Guiness labten, außerdem brauchte ich ein Foto eines Glases dieses Labsals für das Titelbild. Gut, ich hätte keine vier Pints in mich tun müssen, aber da ich schon mal da war … E. hat übrigens gut mitgehalten, dann kam noch ein Bekannter dazu und plötzlich war es 01:00 Uhr. Die Zeit verfliegt, wenn man sich amüsiert. Bevor ich aber ganz versacken konnte, der Club hat bis 03:00 auf, habe ich meinen Mann angerufen und mich von ihm nach Hause bringen lassen.

Schnecke

Heute habe ich das erste Mal seit Jahren einen Kater und werde es entsprechend langsam angehen lassen. Werde also meinen Arbeitskrempel packen und mich ins Bette verfügen. Am Abend habe ich dann ein Date mit meinem Mann. Wir wollen Dr. Who gucken. Wir müssen Bildungslücken schließen. Haben fest gestellt, dass wir diese Serie übersehen haben. So geht das nicht.