To Hus

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Nach einer furchtbaren Nacht, mit trockenem Reizhusten und wenig Schlaf, bin ich doch relativ frisch hoch, allerdings immer noch mit scheußlichen Hustenanfällen. Mittlerweile habe ich Muskelkater vom dauernden Husten und verstehe, warum Schwindsüchtige so dünn waren. Es ist wirklich anstrengend. Also weiter Tee und auf zur nächsten Apotheke und Hustenstiller für die Nacht geholt. Noch so eine wie die letzte und ich geb mir die Kugel. Mittlerweile habe ich drei Nächte nur immer stundenweise geschlafen. Das geht gar nicht. Also Notfall-Apotheke und dann raus nach Friedrichsort.

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Viel Laufen war nicht drin, dazu war ich zu schlapp, aber es hat so gut getan. Es ist einer der Orte, an denen ich wundervoll Kraft schöpfen kann.

Dann wieder nach Hause und stricken. Habe mit meinem Winterpullover angefangen. Morgen hole ich die restliche Wolle. Aber erst einmal Bratkartoffeln, vom Gatten liebevoll bereitet.

Wolliger Tag

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Heute morgen sind wir in die Wullstuuv, um die Wolle für meinen Winterpullover und zwei paar Socken zu holen. Eigentlich wollte ich ja den Pullover aus Lanolinwolle stricken, aber die war doch sehr sehr dünn. Also habe ich mich für die Nordkap entschieden und davon die ersten 400 g mitgenommen. Dann bin ich noch über die beiden Stränge Sockenwolle gestolpert und bin entzückt. Die war schon ein Genuss zu wickeln. So weich.

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Nun ist alles aufgewickelt und auch der Schöppel Zauberball hat seinen Platz im Winterkorb gefunden. Ich freue mich so. Die Wollkasse wird nun leer sein, wenn ich die letzten 800 g Nordkap abgeholt habe, aber dafür habe ich sicher einen schönen Pullover und feine Socken und vor allem Spaß beim Stricken.

Was lag sonst noch an? Nicht viel. Wir sind früh hoch und haben schon mal einige Termine abgearbeitet. Samstag fahren wir ja in Urlaub und vorher gibt es noch einiges was erledigt werden muss. Alles so Kleinigkeiten, wie Sachen vom Schuhmacher holen und Amtstermine. Mittwoch Abend findet eine Gedenkstunde in dem Hospiz statt, in dem Dieter gestorben ist. Da wollen wir hin. Außerdem habe ich das schöne Wetter genutzt und einen Spaziergang mit Suka gemacht. Nun wird es Zeit ein Tuch zu Ende zu häkeln und dann Pizza zu essen. Diesmal nicht in der Osteria (da sicher nie wieder) sondern im Ristorante Da Viktor. Mein Gatte macht eh die beste Pizza.

 

St. Peter Ording

Nächste Woche um diese Zeit, sind wir sicherlich schon in St. Peter Ording. Hoffentlich! Es wir ja eine Rundreise. Erst die Kinder in Hamburg einsammeln und dann an die Nordseeküste.

Der_geteilte_himmel

Ich gestehe, dass ich ein wenig hin und her gerissen bin. Zum einen freue ich mich auf eine Auszeit und auf die Kinder, zum anderen, hätte es die Auszeit, alleine mit Mann und Hund auch getan. Aber es sind Ferien und nun ja. So oft habe ich die Beiden auch nicht. Ist ja auch nicht, dass ich sie nicht gerne um mich habe, nur bin ich noch so angeschlagen durch die Bronchitis, die noch immer nicht ganz vorüber ist. Angeschlagen bin ich aber auch, durch die Ereignisse der letzten 1 3/4 Jahre. Es war so eine anstrengende Zeit und ich bin wirklich erledigt.

Letztlich muss ich aber auch gestehen, dass es einiges gebracht hat. Vor einigen Tagen bin ich über mein Thema für die Raunächte gestolpert. Die letzten beiden Jahre war es Loslassen, was aber nicht so richtig klappte. Diesmal ist es Verarbeiten. Kein Wunder also, dass es mit dem Loslassen nicht so geklappt hat, muss ja erst verarbeitet werden.

Es hat sich einiges ergeben die letzte Zeit und es hat sich auch wieder gezeigt, wie wichtig die Kontakte hier im Netz sind. Gudrun hat über die Idee geschrieben, ihre Kleidung selber herzustellen. Sie verarbeitet, heimische Schafswolle vom Flies zum gewünschten Kleidungsstück. Eine ähnliche Idee hatte ich auch schon einmal und als ich bei Gudrun darüber las, dachte ich, warum eigentlich nicht? Sicher, ich habe kein Spinnrad und, so gerne ich würde, auch keinen Platz dafür Rohwolle zu verarbeiten, aber ich habe gleich um die Ecke die Wullstuuv, wo es wundervolle Naturwolle, gefärbt mit natürlichen Farben gibt. Allerdings wird mein erstes Teil aus einer sehr lanolinhaltigen Wolle entstehen. Schon lange wünsche ich mir einen Pullover für zum Draußen rumlaufen, der auch ein wenig wetterfest ist.  Ich freue mich so. Danke Gudrun, dass du mich zurück auf diesen Gedanken und mir das heimische Schaf näher gebracht hast.

Update

Zaubersocken

Wir husten, schnupfen, röcheln immer noch. Ich weniger als Viktor, aber eben auch noch. Viktor hat es arg erwischt, so sehr, dass ich denke, er sollte morgen mal zur Ärztin gehen. Das Umckaloaboo und Prospan schlägt bei ihm fast gar nicht an. Während es bei mir so langsam seine Wirkung tut. Viel gestrickt habe ich in diesen beladenen Zeiten und gehäkelt. Melindas Socken sind fertig und Selenas zur Hälfte. Ein weiteres Tuch ist in Arbeit. Scheint, dass alle meine Lieben Tücher zu Jul bekommen werden.

qualityland

Mit Freude erfüllt mich, dass Marc-Uwe Kling seinen ersten Roman herausgebracht hat. Nach den Känguru Chroniken nun also etwas ganz anderes. Eine heitere Dystopie nennt er sein Quality Land. Für Kling Fans wie uns ein absolutes Muss. Also werden wir die Krankheit wenigstens mit interessanten Lesestoff überstehen. Hier ist schon mal ein Ausschnitt. Das erste Kapitel vom Autor gelesen.

Upgrade: Tonsilitis

… oder auch schlicht Mandelentzündung

betonblume

Ich bin selten körperlich krank, also so, dass ich im Bett liegen muss. Doch wenn es mich mal erwischt, dann richtig. Nun habe ich auch noch eine Mandelentzündung. Die Halsschmerzen hatte ich der Bronchitis zugeschrieben, da ist der Hals ja schon mal rau. Aber nun lässt es sich nicht mehr leugnen, die Mandeln sind geschwollen und so gereizt, dass ich nicht einmal Kaffee trinken mag, sondern mir freiwillig Salbeitee zum Frühstück gemacht habe … dabei Frühstück … davon ist noch gar nicht die Rede, muss erst einmal geeignetes austreiben. Die Weintrauben haben zuviel Säure und das Brot ist zu hart. Ich fürchte es wird auf Fruchteis hinauslaufen. Ein schweres Schicksal. Ansonsten werde ich mich mit Umckaloabo besorgen, mit Myrrhe gurgeln und hoffen, dass es ohne Antibiotika abklingt, die Mandeln sind nur geschwollen, kein weißer Belag drauf.

Wolkenbruch_loop

Auch mit reichlich Lesestoff und reichlich Wolle wird es allmählich lästig. Ich habe soviel zu tun und vieles sollte erledigt werden, solange wir das Auto noch zur Verfügung haben.

Sommernachtstraum, Miss Marple oder Harry Potter

Filmgucken

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Beim Aufräumen bin ich auf so einige DVDs gestoßen, die ich schon ewig nicht mehr in Händen hatte und da ich nun krank und zum Ausruhen verdammt bin, wäre es ja eine gute Gelegenheit mal wieder einen Film zu gucken. Ein Sommernachtstraum ist verlockend, Miss Marple, die Serie mit Joan Hickson auch, Hogfather kommt nicht in Frage, das ist der ultimative Weihnachtsfilm. Also vielleicht doch Harry Potter? Nach Hogwarts geht es ja immer wieder gerne. Wiederum muss man beim Häkeln doch sehr auf die Finger gucken, also müsste ich auf Stricken umstellen, also doch lieber Hörbuch? Dieses Kränkeln ist doch recht stressig. Vielleicht ziehe ich mich auch warm an und gehe ein wenig raus. Frische Luft soll ja gesunde sein, heißt es. Außerdem könnte ich Weintrauben gebrauchen. Die kann man auch beim Film gucken essen, nur welchen Film … Ich dreh mich im Kreis.

Ins Gleichgewicht kommen

100farbspiele_wolle

Obwohl noch viel zu tun ist, sind wir dabei wieder in den Alltag zu finden. Doch das Gleichgewicht ist ziemlich erschüttert und es tut Not wieder in die Mitte zu finden. Also habe ich Wolle und Moleskinehefte besorgt. Normalerweise schreibe ich meine Sachen in normalen Collegeblogs, aber außergewöhnliche Zeiten brauchen das Besondere. So habe ich denn die Wolle nicht einfach beim Dealer um die Ecke gekauft, sondern unseren Ausflug nach Kappeln genutzt, um mir die 100farbspiele anzusehen, wo ich natürlich auch etwas gekauft habe. Einmal einen Bobbel-Unikate für ein Dreiecktuch und eine Hanf-Sockenwolle.

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Der Laden ist wirklich etwas besonderes und die Bedienung ist äußerst nett und hilfreich.

Es war ein schöner kleiner Ausflug. Wir hatten Suka mitgenommen, die ganz außer sich vor Glück war, dass sie ein wenig mehr von der Welt sehen konnte, als Kiel. Nun liegt sie zufrieden auf der Couch, während ich gleich unter die Dusche hüpfe und dann beginne zu häkeln.

Morgen ist ein ruhiger Tag geplant. Ich werde wieder beginnen Morgenseiten zu schreiben, da will einiges raus.

Selent ohne See

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Gestern haben wir uns zu einem Spontanausflug entschlossen. Es sollte an den Selenter See gehen. Da ich mich auf den Orientierungssinn meines Mannes verlassen habe, der nur sehr rudimentär vorhanden ist, also der Orientierungssinn, nicht der Liebste, blieb es bei einem Waldspaziergang. Nach zwei Stunden herumtappern, ging es zurück nach Hause, auf der Rückfahrt fanden wir auch den See, hatten aber nicht einmal mehr Lust auszusteigen, um ein Foto zu machen. Warum falle ich immer wieder darauf rein und denke, er wird es schon wissen? Allmählich sollte mir doch bewusst sein, dass Herr Braun, einfach keinerlei Sinn für Richtungen und Entfernungen hat. Es war aber trotzdem schön. Immer wenn mal etwas seeähnliches durch das Gehölz blitzte haben wir uns vorgestellt, dass der See vielleicht nur ein Hologramm ist, mit dem Touristen gelockt werden. Denn sonst hat Selent nicht wirklich viel zu bieten, außer dass es in einer landschaftlich sehr attraktiven Gegend liegt..

DS_Gittermuster

Abends habe ich dann angefangen meinen Poncho zu stricken und heute morgen wurde ein neues Tuch angeschlagen. Das Muster ist so einfach, dass sogar ein Häkeldummie wie ich es hinbekommt. Vor allem macht es Spaß und ich brauche nicht so aufzupassen, wie bei der Strickerei, der ich mich am Abend widmen werde. Erst einmal geht es ins Hospiz. Mal sehen, wie es dem Herrn Schwager so geht.

Nächste Stufe: Zu schwach für Besuch

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Gestern konnten wir das erste Mal nicht zu Dieter. Wir waren bereits im Hospiz und wurden vom Pflegepersonal informiert, dass er sich nicht in der Lage fühlt Besuch zu empfangen. Wir rufen nicht mehr direkt bei Dieter an, weil er kaum noch das Telefon abnimmt und weil das dauernde Klingeln doch stören würde, sind aber mit den Schwestern so verblieben, dass wir im Stationszimmer anrufen, ob Besuch genehm ist. Eben habe ich mit einer Schwester gesprochen und die berichtete, dass er neben dem Essen und Trinken nun auch die Pflege abgelehnt hat. Er scheint nur noch Ruhe zu wollen … und die soll er haben.

Viktor und ich sind sehr dünnhäutig zur Zeit und haben es besonders schwer mit Dieters Freundin zu kommunizieren, die irgendwie nicht zu begreifen scheint, dass er sich bewusst dazu entschieden hat, nicht mehr zu essen und zu trinken. Seine und Viktors Mutter hat es genau so gehalten. Die haben wir Drei ja vor 12 Jahren in den Tod begleitet. Das war eine sehr intensive Zeit, in der Dieter und ich uns sehr nahe gekommen sind. An diese Wochen denke ich viel zur Zeit. Auch damals war es dieser komische Zwischenzustand. Dieses auf der Türschwelle stehen. Es ist als wenn alles in Slow Motion geschieht. Der Alltag plätschert so vor sich hin. Wir arbeiten nur reduziert, machen ihr Dinge die uns gut tun, wie spazierengehen, fotografieren und Handarbeiten. Letzteres wird allmählich zur Sucht. Gestern habe ich mir die Wolle für meiner Winterjacke geholt. Eher ein Poncho. Wer mal gucken will, hier bei Drops Design. Ich habe allerdings eine andere Wolle genommen, als die vorgegebene.  Auch habe ich zu Häkeln begonnen. Mein erstes Dreieckstuch im Muster Halfgranny mit schmalem Spitzenrand ist fertig. Ich bin schon sehr stolz.

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Die Spitzenkante sollte eigentlich üppiger, aber dafür reichte die Wolle nicht. Ich bin auch so zufrieden und werde gleich das nächste in Angriff nehmen. Ich habe fest gestellt, dass die Chance etwas fertig zu bekommen, bei mehreren Projekten gleichzeitig größer ist und ich hab die Hände beschäftigt. In Zeiten wie diesen, ist immer die Gefahr groß mit dem Rauchen anzufangen.

Selena ist in Kiel gelandet

Mohnwolle

Heute haben wir Selena abgeholt. Das war viel Fahrerei, aber auch viel Spaß. Ein Kind, dass gleich nach dem Losfahren einstellt und direkt vor der Haustür fragt: „Sind wir schon da?“, dass ist Luxus. Ihre Mutter hat früher alle drei Meter gefragt. Überhaupt war es schön Jenni zu sehen und auch die kleine Enkeltochter. Melinda bleibt ja bei ihrer Mutter, während wir hier elf Tage mit Kind machen.

Außerdem habe ich ein neues Hobby, ich häkele Dreieckstücher. Aus dem Knäuel oben soll dieses Tuch entstehen: