Atmosphärische Störungen im Zwischennetz

wellenhimmel

Zum Glück gibt es Nachbarn, sonst könnte ich noch immer nicht hier schreiben. Seit Freitagnachmittag geht unser Telefon/DSL nicht. Wahrscheinlich liegt es an der Telekom, sagt TNG. Die kommen morgen und dann soll wieder alles gut sein.

Es ist eine interessante Erfahrung so ohne Netz, denn bis heute, haben wir es einfach mal ohne versucht. Da wir aber den Verlag haben, musste es nun doch mal sein, könnte ja sein, dass jemand Bücher kaufen will. Da wollte ich auch gleich die Chance nutzen hier ein Lebenszeichen zu geben.

Witzig ist, dass ich es eigentlich ganz schön fand, so ohne Netz, euch aber auch vermisst habe. Doch die Sache wird auch eine Konsequenz haben, wir werden wohl unsere Online-Zeiten einschränken, denn das „Leben“ im Netz ist auch ein entsetzlicher Zeiträuber und hindert, mich zu mindesten, an vielen anderen Unternehmungen.

Doch dazu später mehr.

Nachtrag zum Hochzeitstag

Schiff

Dass unser Hochzeitstag dieses Jahr nicht so der Bringer war, schrieb ich ja bereits. Eigentlich wollten wir die geplanten Festivitäten, inklusive nett Essen gehen, nachholen, sowie es ruhiger ist. Dann haben wir aber beschlossen, dass wir lieber ein Bild von Jerk Götterwind hätten und haben uns obiges ausgesucht. Heute ist es gekommen und wir freuen uns so. Gut Kochen können wir schließlich selber, na ja, büsschen malen auch, aber eben nicht so ein Bild.

komische Beeren

Ansonsten war es ein ruhiger Tag mit viel Rumlaufen. Aber angenehm. Zum Schuhmacher mussten wir wegen meiner anderen Tasche und Viktors Schuhen und da der nur knapp 20 Minuten von uns weg ist, haben wir die Chance genutzt und einen Spaziergang gemacht. Suka war begeistert mal wieder mit uns zusammen loszukommen. Jetzt werde ich es mir gemütlich machen. Der Ofen bollert und kurz bevor wir zu Hause waren, hatte es zu regnen begonnen.

Kohlenlieferung

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Wir haben, wie ich schon öfters erwähnte Ofenheizung. Das bedeutet, einmal im Jahr kommt eine Lieferung Kohlen und Briketts und zweimal im Jahr Holz. Da alles vom Bürgersteig quer durch das Haus in den Schuppen geschleppt werden muss, ist das eine arge Plackerei. Bei Kohlen und Briketts gilt eigentlich die Regelung, dass der Lieferant bis Keller-, respektive Lagerraumtür schleppen muss, verstauen muss man selber. Während Holz bis Bürgersteig geliefert wird. Seit Jahren beziehen wir unsere Kohlen und Briketts über eine Brennstoffhandlung in Schönberg und bis dato gab es auch nie Schwierigkeiten. Auch als ich telefonisch bestellt habe, erwähnte niemand, dass sie nicht mehr zum Lagerraum hin liefern. Soweit so schlecht. Was mich wahrlich auf die Palme gebracht hat war, dass die Herren sich benahmen, als wenn sie immer schon nur bis Bordstein geliefert hätten. Dabei war einer dabei, der bereits die letzten Jahre hier abgeladen hat. Das hat sowohl Herrn Braun als auch mich so wütend gemacht, dass wir den ganzen Kladderadatsch zurück gehen lassen haben. Nun mussten wir neue Quellen aufzutun, die Schönberger Firma haben wir ja gerade eben wegen der Lieferung bis Lager gewählt und den deutlich höheren Preis akzeptiert. Jetzt sind Nachbar Torben und Viktor unterwegs und holen vom Baumarkt und siehe da, dort haben wir alles 100,00 € günstiger bekommen, sogar mit der Miete für einen Hänger.

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Gut das ich gestern noch einen Zwetschgenkuchen gebacken habe. Nervennahrung kam uns doch sehr gelegen. Überhaupt ist mir da einer der besten Kuchen aller Zeiten gelungen.

Trotzdem ich bin arg genervt und sauer. Es ist ja nicht Faulheit, dass ich die Kohlen und Briketts nicht reinschleppen will, ich kann es einfach körperlich nicht. Schon die 2 x im Jahr drei Schüttmeter Holz sind für mich kaum zu wuppen.

Ein verdächtig ruhiger Tag

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Die letzten Wochen war so viel los und ging so viel schief, dass ich dem Braten nicht so richtig traue. Besser ich gehe zu Bett, bevor noch was kommt. Heute war es wirklich verdächtig ruhig und was ich mir vorgenommen habe hat geklappt. Das neue (gebauchte) Thinkpad vom Computerladen geholt und angeschlossen. Läuft! Hat sogar ein tolles Dock und alles sieht viel aufgeräumter aus und war auch noch günstig. Eingekauft, einen Zwetschgenkuchen gebacken und Müll für den Abfallwirtschaftshof zusammengesucht, alles in guter Stimmung und ohne Streit. Ich glaube ich fange einfach mal an es zu genießen und entspanne mich … wenn es man so einfach wäre. Auf alle Fälle war heute ein Blümchentag, nichts Besonderes, aber gerade in seiner Einfachheit und Reibungslosigkeit zum Einrahmen.

Was den neuen (gebrauchten) Computer betrifft, so wollte ich eigentlich ein neues Notebook haben, aber, die gibt es fast nur noch mit Windows 10 und das will ich nicht. Mac ist auch nicht meines und finanziell schon mal gar nicht meine Reichweite. Normalerweise ist Windows das Erste was bei mir vom Rechner fliegt und dann wird Linux installiert. Klappte bis dato auch immer. Seit Windows 10 ist das aber nicht mehr so einfach. Nicht einmal auf Windows 7 oder 8.1 lässt sich das ganze downgraden. Anscheinend fehlen bei älteren Windows-Versionen und Linux Treiber für die verbaute Hardware. Komischerweise ist das erst seit Windows 10 so. Jedenfalls führte dieser Umstand dazu, dass ich mir einen alten Traum erfüllt und mir ein Thinkpad von Lenovo zugelegt habe. Das ist robust und war günstig, sogar mit einer SSD Festplatte.

Dankbarkeit

Suka

Vor einigen Tagen sah ich bei Facebook einen Sticker mit der Aufforderung: Sei doch einfach mal dankbar für das was du hast. Ich schrieb in den Kommentaren: Das bin ich jeden Tag. Und es stimmt. Eigentlich wollte ich darüber schon Freitag schreiben, aber das war so ein Horrortag, dass die Sache mit der Dankbarkeit ein wenig von anderen Gefühlen überlagert war. Aber im Nachhinein stelle ich fest, auch an dem Tag war ich dankbar. Dankbar für Suka, die sich ja immer liebevoll um mich kümmert, wenn ich sehr schlecht drauf bin. Dann weicht sie mir nicht von der Seite. Dankbar für meinen Mann (dem ich am Nachmittag noch die Ohren abpflücken wollte), der mich einfach festgehalten hat, als ich nicht mehr aufhalten konnte zu heulen, weil ich so verletzt nach einer Auseinandersetzung war. Ich bin dankbar, dass wir die Ostsee vor der Tür haben. Dass wir in einem Haus wohnen, in dem die Nachbarn nett sind und es Gemeinschaft gibt. Für Freunde bin ich dankbar, es sind nicht viele, aber die die da sind, sind unschlagbar. Dankbar bin ich auch, wenn sich die Behauptung, dass Internetfreundschaften ja nichts Richtiges sind widerlegt. Wenn ich eine Facebookfreundin treffe, die gerade aus Norwegen kommt und wir uns auf einen Kaffee treffen, bevor sie weiterfährt. Ich kann sie aber gar nicht alle nennen, aber Birgit, Anja, und ihr anderen, ihr habt mir schon so oft über schlechte Phasen geholfen. Dankbar bin ich für die Musik, die Bilder und das Lachen, für die Bücher und die Wolle. Überhaupt ist da so vieles. Sicher gibt es auch vieles, was nun wahrlich nicht schön ist, zum Beispiel, dass es materiell immer eng ist … und doch … andererseits, es hat doch noch immer irgendwie gelangt. Wir haben gut und lecker zu essen und im Oktober gehen wir sogar ins Theater und machen eine Woche Urlaub, also wozu sich darüber aufregen, dass wir uns vieles nicht leisten können? Anderes haben wir dafür im Übermaß.

Mushrooms

Es sind die kleinen Dinge, die Zärtlichkeit, die Liebe und das Vertrauen, die alles so lebenswert machen. Gut sich mal wieder daran zu erinnern. Gut es einmal aufzuschreiben. Wenn ich das nächste Mal am Maulen bin, weil ich ja so arm dran bin, kann ich mir diesen Beitrag durchlesen und mich schämen, weil ich so undankbar bin.

Verbindung gestört

Verbindungabgerissen

Gestern war ganz sicher ein regelrechter Scheißtag. Irgendwie war der Wurm drin. Auf einem Amt teilte man uns mit, dass wichtige Unterlagen, von denen wir leider keine Kopie haben (aber eine Quittung, dass sie abgegeben wurden), nicht auffindbar sind. Wir hatten fast einen Zusammenstoß mit dem Auto, hatten einen Krach (und das an unserem 10. Hexenhochzeitstag und 13. Jahrestag) und, da es ja noch nicht reichte, zur guten Nacht, einen Streit mit meinem Kinde. Einen der heftigeren Sorte. Ehrlich gesagt, ich habe ich Schnauze im Moment gestrichen voll und ich erlaube mir die nächsten Tage einmal komplett egoistisch zu sein und nur Dinge zu machen, die mir gut tun. Heute wird es ein Treffen mit einer Facebookfreundin sein.

Urnenbeisetzung

byebyedieter

Heute hat das was physisch von D. übrig blieb seinen letzten Platz in der Ostsee gefunden. Bei strahlendem Sommerwetter ging es von Strande aus bis fast bis zum Kieler Leuchtturm und dort wurde die Urne denn sehr würdevoll über Bord geschickt. Alles war stimmig und wir waren auch nicht wirklich viele. Der Vetter und der Freund aus Trossingen, die Lebensgefährtin von Dieter, mit Schwester und Schwager und Viktor und ich. 1 1/2 Stunden auf dem Wasser und dann ein Fischbrötchen. Oder wie die Schwaben sagen a Hähringswecke.

Häringswecke

Nun ist unter das, was wir für den Toten tun konnten ein Schlusspunkt gesetzt. Nun geht es nur noch um das Adminstrative und das schaffen wir auch noch.

Dieser Termin hat mir doch sehr auf die Seele gedrückt. Zum einen konnte ich es kaum abwarten, dass wir es hinter uns haben und zum anderen … wie gesagt, es ist ein wirklicher Schlusspunkt.

Nun sind wir wieder zu Hause und ich habe meine neue Arbeitsplatzbrille abgeholt und nun sind wir ein wenig am Ausruhen. Heute Abend werden wir die Schwarzwälder in den Club 68 führen. Sie dürften schon gespannt sein.

Die Brauns und der Möbelkauf

Schrank

Man hört ja immer wieder davon, dass sich Paare beim Möbelkaufen in die Wolle kriegen. Dass ist bei uns nicht so. Zu heiraten wurde das erste Mal bei IKEA in Erwägung gezogen, wo wir uns unabhängig von einander für dasselbe Bett entschieden haben. Als wir merkten, dass es so war, hätten nur noch Geigen ertönen mögen. Ein hochromantischer Moment, vor 12,5 Jahren. Heute haben wir uns zum Möbellager der Stadtmission aufgemacht, weil wir schon lange einen Schrank haben wollen, keine Schrankwand, eher was kommodiges, schwebte uns vor. Es wurde etwas ganz anderes. Nämlich diese Schönheit auf dem Foto. Wieder gingen wir fast gleichzeitig darauf zu, sahen uns an und sagten: Der ist es! Also heißt es Möbelrücken. Am Dienstag zieht das gute Stück bei uns ein und eine neue Couch für Suka haben wir auch gefunden. Die alte ist doch schon arg auf. Ich bin ganz entzückt und es tut mir gut, hier in der Wohnung etwas zu tun. Den Raum zu verändern, Raum zu schaffen und auszusortieren. Vielleicht klärt sich so nicht nur meine Umgebung, sondern auch einiges in meinem übervollem Kopf.

Unzensiert

Ich schalte mal den inneren Zensor ab und lege einfach los.

Ja, ich fühle mich als Versagerin, weil ich trotz aller möglichen Talente nicht in der Lage bin, mich durch meine Arbeit zu finanzieren. Weil ich nicht in der Lage bin, einen normalen Arbeitsalltag zu bewältigen. Und ja, ich weiß, dass es Quatsch ist … vom Kopf her. Wenn ich es mit Ämtern, Mediziner (besonders möchte ich hier die Zunft der Neurologen hervorheben) und Menschen zu tun habe, die nur in Schubladen denken, sich hinter unmöglichen, unmenschlichen Vorgaben verschanzen und meinen, die Pharmaindustrie hat für alles die richtige Pille, komme ich mir vor, wie das einzig menschliche Wesen in einer Welt von Automaten. Ich bin dieses dauernde gegen an Kämpfen so leid. Ich bin es müde immer wieder nach Alternativen zu suchen, um irgendwie durch den Dschungel von Wahnsinn zu kommen.

Vor einem Jahr habe ich beschlossen, mich nicht mehr krank schreiben zu lassen und zu versuchen zu funktionieren. Ein Jahr später komme ich von meiner Ärztin mit einer AU über ein Vierteljahr! Die Rentenversicherung meint, ich wäre fit genug um 8 Stunden im Büro zu sitzen, was nicht einmal annähernd der Realität entspricht und hat meinen Rentenantrag abgelehnt. Interessanterweise würde ich noch nicht einmal eine Stelle finden, geschweige denn vom Amt vermittelt bekommen. Fast 60jährige Bürokauffrauen, sind nicht gerade gesucht. Meine Ärztin meint, ich solle einen neuen Antrag stellen und darauf hoffen, dass diesmal jemand das Gutachten macht, der nicht der Meinung ist, jemand der Psychopharmaka ablehnt, ist nicht krank. Sicher wäre es eine Möglichkeit, doch wie es im Augenblick aussieht, bin ich diesem Ämtermarathon, der nötig wäre, nicht gewachsen. Jedenfalls fürs erste. Ich behalte die Idee im Hinterkopf. Aber erst einmal muss ich zur Ruhe kommen und mich sortieren.

LaLuna2018

Ein Lichtblick ist das Horoskop im We‘ moon für 2018. Mein Lieblingskalender seit nahezu 20 Jahren.

 

Hausmittel

Dank der bewährten Hausmittel, geht es körperlich Bergauf. Die Mandeln sind wieder abgeschwollen und auch die Bronchitis löst sich, was sicherlich dem Umckloabo zu verdanken ist. Das hat mich immer vor Antibiotika oder Kortison bewahrt. Sicher mein Hals-Rachen-Bereich ist noch gereizt und ich huste auch noch so einiges ab, aber die Mandeln sind abgeschwollen, die Schluckbeschwerden fast verschwunden … also alles auf dem Wege der Besserung.

Leider kann man das von meiner seelischen Verfassung nicht sagen. Da ist wieder das grauenhafte Nichts. Ein wenig Erleichterung hat mir gebracht, dass ich fürs erste alle Termine abgesagt habe. Dabei hatte ich mich schon sehr auf die Schreibwerkstatt gefreut, doch wie es zur Zeit ist, kann ich das nicht leisten. Allerdings fühle ich mich bei aller Erleichterung auch als Versagerin, weil ich absagen musste. So vieles ist dabei sich aufzulösen und ich sehe nicht , wie es weitergehen soll. Also erst einmal zurücktreten und abwarten. Was anderes fällt mir nicht ein …