Browsed by
Kategorie: Familie

21900 Tage

21900 Tage

… bin ich nun alt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ganz schön viele Tage, einige davon sind mir so präsent, als wären sie gerade einen Wimpernschlag her und andere verschwinden in einem gnädigen Nebel. Das muss wohl so sein und mittlerweile habe ich auch mit den Zeiten, in denen ich gar nicht klarkam meinen Frieden gemacht. Wenn etwas hochkommt ist mein Mantra: Letztendlich hat es dich dahin gebracht, wo du jetzt bist. Und das ist ein guter Platz, an dem sehr viel Liebe und Zärtlichkeit ist und so genüge wie ich bin. Was für ein Glück ich habe, ist mir heute bei dem Besuch in Hamburg klargeworden. Wir hatten soviel zu lachen und haben alle fünf zusammen gekuschelt, haben lecker Kuchen gegessen und uns aneinander gefreut. Seit ich hier in Kiel zur Ruhe gekommen bin, komme ich sehr viel besser mit den dunklen Phasen klar. Keine fünftägigen Sauftouren mehr … sicher, da ist immer noch das tiefe Loch, dass sich so dann und wann vor mir auftut, dieses entsetzliche Nichts. Das liegt nun mal in der Natur meiner Krankheit und mittlerweile habe ich mein Leben so eingerichtet, dass ich auch damit klarkomme. Es ist wie mit dem Wetter, da habe ich halt auch keinen Einfluss drauf, ob es regnet, ob die Sonne scheint oder ob es stürmt. Wie beim Wetter weiß ich allerdings, auch wenn es heute regnet und wenn ich mich kaum vom Bett zum Klo traue, wird es am nächsten, vielleicht auch am übernächsten Tag wieder anders sein. Ich schreibe darüber, fresse es nicht mehr in mich hinein und habe einen Partner, der mich nicht mit Weisheiten, wie: „Nun reiss dich aber mal zusammen!“ und so traktiert, damit noch mehr Druck erzeugt und alles noch schlimmer macht. Es ist gut zu wissen, dass der Liebste weiß, wie er mit mir umgehen muss, wenn es mal wieder nicht so lustig ist. Er lässt mich in Ruhe, nimmt mich höchstens öfter in den Arm und ist einfach da.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nun bin ich von dem vorüber ich eigentlich schreiben wollte abgekommen. Wir waren in Hamburg, bei den Kindern, es gab lecker Kuchen von der Konditorei Peukert auf der Fruchtallee und wir haben es genossen zusammen zu sein. Dass war es eigentlich schon. Nun sind wir wieder zu Hause und gleich werde ich mich zu Bette begeben und es mir mit einem Buch gemütlich machen.

Wieder ein Schritt erledigt

Wieder ein Schritt erledigt

d-wohnung

Heute war Wohnungsübergabe von Dieters Wohnung. Es ist alles glatt gegangen, nur ging es doch aufs Gemüt. Viktor und ich haben es gleich empfunden, mit dem Aufgeben von Dieters Wohnung, ist er ein weiteres Stück von uns gegangen. Klingt merkwürdig, ich weiß, aber es ist so. Gleichzeitig ist da natürlich auch Erleichterung. Wieder eine Sache erledigt, nun muss nur noch das Nachlassgericht den Erbschein rüberwachsen lassen und wir können die letzten finanziellen Verpflichtungen abschließen und das Konto auflösen. Dann ist nicht mehr viel.

sternenumhang

Wieder zu Hause, konnte ich mich nicht mehr zum Arbeiten aufraffen, also habe ich mir mein Häkelzeug geschnappt und diese Jacke anfangen.

Entspannter Sonntag

Entspannter Sonntag

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bisher machte der Sonntag den nervigen Samstag wett. Wir sind relativ früh hoch und haben sehr lecker gefrühstückt. Gestern habe ich noch einen Schoko-Mandel-Rum-Kuchen gebacken. Rezept habe ich keines, weil ich meistens nach Laune alles zusammenrühre und das Beste hoffe. In diesem Fall war das Ergebnis wundervoll.

schoko-mandel-rum

Jedenfalls hat dieses Schmankerl eine gute Grundlage für unsere Hunderunde geschaffen. Wir sind mal wieder über den Südfriedhof. Nun geht es an die Arbeit und dann werden die Socken fertig gestrickt und dabei ein bisschen Hörbuch.

Habt es schön …

Regen, Kerzenlicht und Hustensaft

Regen, Kerzenlicht und Hustensaft

schäbbig
Eigentlich hätte ich heute Lust auf einen langen Spaziergang gehabt. Allerdings lud das Wetter nicht dazu ein. Auch nicht zum fotografieren. So ist denn auch nur dieses Foto entstanden. Ist nicht ganz so geworden, wie ich gehofft hatte, im Original wirkt dies Tür geheimnisvoll und schäbig. Auf dem Foto wohl eher einfach schäbig. Macht aber nix. Demnächst gibt es ein besseres Foto.

Da es mit dem Spaziergang nichts wurde, habe ich also gearbeitet. Wir mussten die Sachen für das Nachlassgericht fertig machen. So ein Nervkram. Nachdem wir das hatten, konnten ich in mein Wolkenkukusheim und schreiben, während Viktor sich wieder ins Bett verzog. Ich wünschte ihm würde es endlich besser gehen. Aber dieser Husten ist hartnäckig.

Gleich werde ich noch ein wenig stricken und dabei den Rest von Gone Girl von Gillian Flynn hören. Ein Hammer das Buch und wundervoll von Christiane Paul und Mathias Köberlin gelesen. Dann geht es früh zu Bett. Der morgige Tag wird sich nicht sonderlich von diesem unterscheiden, außer das ich einkaufen muss. Es soll Apfelauflauf mit Vanillesauce geben. Die Vorfreude ist groß.

 

Samstagsgemütlichkeit

Samstagsgemütlichkeit

Krank

Heute haben wir es extrem ruhig angehen lassen. Viktor hatte eine schlechte Nacht und so habe ich ihn, gleich nach dem Frühstück, wieder ins Bett beordert. Dem ist er gerne nachgekommen, zum einen, weil er wirklich arg gebeutelt ist und zum anderen, weil er gerade Magnus Chase und das Schwert des Sommers von Rick Riordan (Übersetzung Gabriele Haefs), liest und es gerade sehr spannend ist. Außerdem genießt er es schon mit Tee, Musik und allerlei Spezereien begöschert zu werden.

Ich hingegen hatte es auch fein. Da ich für drei Tage Gulasch vorgekocht habe, die Wäsche bereits gestern gewaschen wurde und auch alles eingekauft ist, habe ich den Dreck in den Ecken ignoriert und nach der Hunderunde einfach angefangen zu schreiben. Ich liege gut im Schnitt bei der NaNoWriMo Sache. Die Geschichte gefällt mir, auch wenn sie anders wird, als ich dachte und es sicher noch einiges an Überarbeitung kosten wird, bis sie allgemein lesbar ist. Aprospos überarbeiten. Mit Tore geht es gut voran. Einige Ungereimtheiten habe ich aufgespürt und so langsam denke ich, Viktor hat recht und ich bin froh, dass ich nicht noch einmal ganz von vorne angefangen habe. Wird wohl Zeit in mal ein Küsschen zukommen zu lassen, dem Guten.

Drei Stunden

Drei Stunden

… habe ich heute bei der Ärztin gesessen!

DSCF8300_v1

Heute morgen habe ich mich aufgerafft und bin zum Arzt. Der Liebste hat sich meinem guten Beispiel angeschlossen … und dann saßen wir drei Stunden im Wartezimmer, weil wir keinen Termin hatten, der Rest der Welt aber schon. Eine Offenbarung war es in meinem Fall nicht. Bronchitis halt und sich verstärkendes Asthma. Also Aarane (Notfallspray und Bronchienweitsteller) und Foster Nextfolder als Kortisonpulver zum Inhalieren, ach ja und noch einen Hustensaft, diesmal wieder was mit Thymian. Schmeckt gräulich, scheint aber zu helfen.

Was den Liebsten betrifft, so entlockte mir die Diagnose ein Lächeln. Verdacht auf Keuchhusten! Das Lächeln verging mir allerdings schnell, da, sollte es so sein, ich auch gefährdet bin. Immerhin habe ich keine einzige Kinderkrankheit gehabt. Ganz ohne dagegen geimpft zu sein. Hat meine Mutter zur Verzweifelung getrieben und dauernd wurde ich mit Kindern, die Masern, Keuchhusten, Mumps und so weiter hatten, zusammen gesperrt. Blieb aber immer gesund und munter. Sollte Viktor wirklich Keuchhusten haben, dann können wir feststellen, ob ich immer noch resistent bin.  Es bleibt also bunt.

Diese drei Stunden beim Arzt haben mir meine ganze Tagesplanung durcheinander gebracht, doch nichts destotrotz habe ich meine NaNoWriMo Soll erfüllt und sogar schon für morgen essen vorgekocht.

Samhain 2017

Samhain 2017

bei der Arbeit

… auch wenn es nicht so aussieht, ich arbeite. Es ist gut, die Finger beim Denken in Bewegung zu haben.

Vergehen

Aber ich wollte ja etwas zu Samhain schreiben. Dieses Fest, eher als Halloween bekannt, kennzeichnet heidnisch gesehen, das Ende des Jahres. Die Schnitterin hat ihre Ernte eingebracht und nun wird in Cerridwens Kessel alles neu vermischt und zu Jul beginnt der Kreislauf neu. Samhain ist auch das Fest der AhnInnen. Ich begehe die Feste nicht immer, manchmal habe ich einfach kein Bedürfnis und dann lasse ich es halt. Allerdings ist mir Samhain dieses Jahr sehr wichtig, was zum Einen am Tod meines Schwagers liegt und zum anderen daran, dass ich nicht mehr wütend auf meine Mutter bin. Das möchte ich feiern.

An Dieter zu denken ist sehr viel einfacher, denn unser Verhältnis war unbelastet, wir mochten uns einfach und er fehlt mir sehr. Viktor vermisst ihn natürlich noch mehr und auf eine ganz andere Weise. Daher haben wir uns überlegt, heute ein Dieter Gedenk-Dinner zu machen. Eines unserer Samhain Rituale ist das Gedeck für die Verstorbenen. Der Tisch wird für eine Person mehr hergerichtet als anwesend, so werden symbolisch die AhnInnen an den Tisch gebeten,  und auch diese bekommen Speis und Trank. Das heutige Menü sieht folgendermaßen aus. Als Hauptgericht Tartiflette – am Tag vorher gekochte Pellkartoffeln, werden mit Speck und Zwiebeln gemischt und dann mit Rotschimmel-Weichkäse überbacken. Zum Dessert habe ich einen Apfelkuchen gebacken, der mit braunem Vanillezucker bestreut und mit Rum parfümiert wurde. Dazu gibt es eine Flasche Sekt, die wir aus den schwägerlichen Beständen gerettet haben. Der wird auch meiner Mutter zu sagen, die einem guten Tropfen nicht abhold war.

Nach Samhain beginne auch ich mich mehr nach innen zuwenden. Habe ein großes Bedürfnis nach Ruhe, danach in mich zu gehen und Bilanz ziehen. 2017 war ein schwieriges Jahr, wie es auch bereits 2016 war. Ich war mehrere Male sehr an der Grenze und denke, dass es an der Zeit ist, mir die Ruhe zu gönnen, die ich brauche.

Übrigens zeigt sich um diese Zeit meistens die Göttin, die mir im nächsten Jahr zur Seite steht und ein Krafttier. Diesmal hat Sheela na Gig sich bereit erklärt mit mir zu gehen, das Krafttier, ist dasselbe geblieben. Eine Wölfin.

Donnerstag und noch immer

Donnerstag und noch immer

… am husten. Verdammt. Aber es wird besser, allerdings immer, wenn ich das gerade denke, wird es wieder schlechter. Ein Auf und Ab.

kabra

Und dann war da noch ein mir sehr, besonders Nächtens, naheliegender Herr , der mich fragte, was ich mit den ganzen Häkeltüchern will, die ich im Laufe der letzten Wochen gefertigt habe. Ha, nun ist er froh, dass wir sie haben und ich bin froh, dass sie nicht nur mir den Hals wärmen, sondern ich auch der einen oder anderen eine Freude machen konnte.

Die letzten Tage habe ich begonnen, die Webseite des Verlages neu zu machen. Nicht zu viel auf einmal, ich lass mir Zeit. Da wir uns entschieden haben weiter zu machen, soll da auch ein Update her. Darüber hatte ich noch nicht geschrieben. Da der Verlag eher holperig läuft, wie es eben so ist, wenn man kein Geld für Werbung hat, hatten wir überlegt, ihn aufzugeben. Doch es steckt halt auch eine Menge Herzblut drin und so konnten wir uns letztlich nicht dazu durchringen. Es geht also weiter.

Ansonsten bin ich immer mehr in dem Thema Handarbeit. Mein Wunsch, soviel Kleidung, wie möglich selbst zu fertigen, ist stärker denn je. Einen weiteren Kick hat mir dieses Buch gegeben, in dem ich gerade lese.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zwei rechts, zwei Links – Geschichten vom Stricken von Ebba D. Drolshagen. Sehr interessant und vor allem nicht trocken. Eine Kulturgeschichte des Strickens, spannend geschrieben.

 

Daheim ist daheim

Daheim ist daheim

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auch wenn der Urlaub schön war. So richtig Talent zum Freihaben scheine ich nicht zu haben. Nach drei Tagen begann ich mich nach meinem Schreibtisch zu sehnen. Dabei habe ich das Zusammensein mit meinen Enkelinnen so sehr genossen. Es kommt ja nicht so oft vor, dass ich die Beiden einmal länger erlebe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Da man ihre Gesichter nicht sieht, stelle ich mal ein Foto ein. Die Beiden sind schon klasse und hängen sehr aneinander. Suka vermisst sie auch. Die wurde so begöschert und nun sitzt sie wieder mit mir langweiligen Tante hier.

Mich erstaunt immer noch, wie sehr Kiel mein zu Hause geworden ist. Früher hatte ich nie Probleme damit einmal für längere Zeit aus meinem gewohnten Umfeld zu verschwinden oder auch mal umzuziehen. Gestern war ich so glücklich wieder im Bruchbudenparadies zu sein, dass ich es kaum fassen konnte. Sogar krank sein ist zu Hause schöner.  Ach hier hatte ich eine schlechte Nacht, war oft wach, musste dauernd auf Klo und husten, aber es machte mir weniger aus. Liegt natürlich dran, dass ich heute nicht funktionieren muss, aber eben auch, dass es mein Bett ist.

Übrigens soll man ja viel Ruhe haben und viel trinken bei Erkältung, wie das zusammengehen soll, weiß ich nicht. Gestern habe ich literweise Tee, Saft und Wasser in mich getan und war sehr müde, kam aber nicht zur Ruhe, weil ich dauernd zum Pott musste. Wahrscheinlich soll ich schlafwandelnder Weise pinkeln gehen, was ich aber nicht beherrsche. Dummerweise bin ich immer sofort von 0 auf 100.

 

Moddermors

Moddermors

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute waren wir am Südstrand unterwegs. Viktor sorgte für allgemeine Erheiterung, weil er, mit Sukas Unterstützung, mit dem Mors im Modder landete. Gut dass er noch eine Hose zum Wechseln dabei hatte. Aber bis zur Wohnung musste er so durchhalten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mir geht es zwar nicht besonders gut, aber den Ausflug konnte ich doch genießen. Heute sind wir noch hier und beginnen schon einmal langsam zu packen. Morgen geht es denn zurück. Ich muss gestehen, dass ich mich auf zu Hause freue. Es ist sehr schön hier, keine Frage, aber eine Woche langt mir wirklich.

Was gibt es sonst zu berichten? Wir waren eben Backfisch essen. Sehr lecker, war es und auch die Kinder haben eine große Portion verdrückt.

Während Opa sich den Mors modderig gemacht hat, haben die Kinder sich eine Kriegsbemalung mit Schlamm zugelegt. So hatte jeder was und ich die Freude alle abzuschrubben.