Daheim ist daheim

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auch wenn der Urlaub schön war. So richtig Talent zum Freihaben scheine ich nicht zu haben. Nach drei Tagen begann ich mich nach meinem Schreibtisch zu sehnen. Dabei habe ich das Zusammensein mit meinen Enkelinnen so sehr genossen. Es kommt ja nicht so oft vor, dass ich die Beiden einmal länger erlebe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Da man ihre Gesichter nicht sieht, stelle ich mal ein Foto ein. Die Beiden sind schon klasse und hängen sehr aneinander. Suka vermisst sie auch. Die wurde so begöschert und nun sitzt sie wieder mit mir langweiligen Tante hier.

Mich erstaunt immer noch, wie sehr Kiel mein zu Hause geworden ist. Früher hatte ich nie Probleme damit einmal für längere Zeit aus meinem gewohnten Umfeld zu verschwinden oder auch mal umzuziehen. Gestern war ich so glücklich wieder im Bruchbudenparadies zu sein, dass ich es kaum fassen konnte. Sogar krank sein ist zu Hause schöner.  Ach hier hatte ich eine schlechte Nacht, war oft wach, musste dauernd auf Klo und husten, aber es machte mir weniger aus. Liegt natürlich dran, dass ich heute nicht funktionieren muss, aber eben auch, dass es mein Bett ist.

Übrigens soll man ja viel Ruhe haben und viel trinken bei Erkältung, wie das zusammengehen soll, weiß ich nicht. Gestern habe ich literweise Tee, Saft und Wasser in mich getan und war sehr müde, kam aber nicht zur Ruhe, weil ich dauernd zum Pott musste. Wahrscheinlich soll ich schlafwandelnder Weise pinkeln gehen, was ich aber nicht beherrsche. Dummerweise bin ich immer sofort von 0 auf 100.

 

Moddermors

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute waren wir am Südstrand unterwegs. Viktor sorgte für allgemeine Erheiterung, weil er, mit Sukas Unterstützung, mit dem Mors im Modder landete. Gut dass er noch eine Hose zum Wechseln dabei hatte. Aber bis zur Wohnung musste er so durchhalten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mir geht es zwar nicht besonders gut, aber den Ausflug konnte ich doch genießen. Heute sind wir noch hier und beginnen schon einmal langsam zu packen. Morgen geht es denn zurück. Ich muss gestehen, dass ich mich auf zu Hause freue. Es ist sehr schön hier, keine Frage, aber eine Woche langt mir wirklich.

Was gibt es sonst zu berichten? Wir waren eben Backfisch essen. Sehr lecker, war es und auch die Kinder haben eine große Portion verdrückt.

Während Opa sich den Mors modderig gemacht hat, haben die Kinder sich eine Kriegsbemalung mit Schlamm zugelegt. So hatte jeder was und ich die Freude alle abzuschrubben.

 

Mal wieder krank

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute morgen erwachte ich mit laufender Nase und rauem Hals. Da hörte ich die Stimme meiner Mutter (als wenn das mit Nase und Hals nicht schlimm genug wäre), die verkündete: „Dass ist das Reizklima.“ Ich denke allerdings eher, dass es daran liegt, dass ich die alte Bronchitis nicht richtig auskuriert hatte. Nun, es gibt Schlimmeres und ich werde es wohl überleben, besonders, weil ich heute Ruhe habe. Der Gatte ist mit den Gören auf große Fahrt, wollte ich gerade verkünden … da fuhren sie bereits wieder vor. Warum, werde ich gleich entdecken, dabei hatten Suka und ich es so schön ruhig. Wobei Suka, sicher entzückt ist, dass die lieben Kleinen wieder da sind, es hat ihr gar nicht gepasst, dass die Kinder ohne sie mit Viktor los waren. Allerdings hat sie den Spaziergang mit mir auch genossen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist heute herrliches Wetter und die Runde war wirklich schön. Nun unter die Dusche und dann geht es ins Dorf, Eis essen. Natürlich nur aus medizinischen Gründen. Wegen meines Halses.

Heute Tönning

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute waren wir in Tönning unterwegs. Eigentlich wollten wir mit den Adler Schiffen zu den Seehundbänken, doch es war schnell klar, dass das mit Suka nicht gehen wird. Also haben wir umdisponiert und sind wieder nach Hause, nachdem wir ein wenig in Tönning herumgelaufen sind. Morgen wird Suka sich alleine mit den Kindern aufmachen und Suka und ich bleiben hier, laufen ein wenig in den Wiesen herum und genießen die Ruhe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sie ist zwar geduldig und lässt sich eine Menge von den Kindern bieten, aber manchmal guckt sie mich an, als wenn sie sagen will: Wann fahren wir wieder nach Hause? Also werden wir uns morgen erholen. Heute waren wir noch einmal bei Trigema. Viktor und ich haben uns Fleecewesten geholt und die Kinder haben Sweatshirts bekommen. Also sind wir gut ausgerüstet.

Salzwiesen – Westerhever

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nachdem wir am Morgen unsere Vorräte aufgefrischt haben, sind wir nach Westerhever rausgefahren und dort in den Salzwiesen spazieren gegangen. Die Mäuse sind auch ein wenig Watt gelaufen, wir alten Leute nicht. Aber demnächst.

Vorher waren wir wie gesagt einkaufen, unter anderem habe ich dem Testladen von Trigema einen Besuch abgestattet und mich gefreut mich relativ günstig und qualitativ hochwertig einzukleiden. Ich mag die Trigema Sachen. Bequem, haltbar und im Schwabenlande gefertigt.

Nun haben wir unseren dritten Urlaubstag fast rum. Morgen wird Viktor mit den Kindern einen Ausflug zu den Seehundbänken machen und ich werde mich ein wenig erholen von dem Trubel. Ich brauche ja immer so ein paar Stunden Einsamkeit.

Um einen größeren Wollkauf kam ich herum, weil die Verkäuferin am Westerhever Deich, lieber mit einer Freundin telefoniert, statt sich um die Kundschaft zu kümmern.

An der Nordseeküste …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So, wir sind gut gelandet und haben es nett. Die Wohnung ist schön, die Gegend sowieso und Eisessen waren wir auch schon. Lecker, aber ausgesprochen kleine Portionen. Nun es wird nicht schaden. Die Kinder sind begeistert, weil es hier sogar einen Fernseher gibt, welch ein Luxus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als ich bei der Hofbesichtung sah, dass es auch Leihfahrzeuge für mich gibt, wusste ich, ich bin am richtigen Ort.

Gleich werden wir Abendbrot essen und dann geht es früh schlafen. Das wird auch gut sein, ich bin ganz schön müde von der langen Fahrt und dem rumlaufen. Suka ist auch glücklich und hat es sich bequem gemacht.

Gedenken

Gedenksteine

Heute waren wir ins Hospiz Kieler Förde zu einer Gedenkstunde eingeladen. Passt genau, denn heute auf den Tag ist Dieter 2 Monate tot. Es war sehr nett, erst gab es einige Texte und besinnliche Musik, dann konnte man eine Kerze für den Verstorbenen anzünden und, was ich besonders schön fand, einen Stein zur Erinnerung an den Verblichenen in dem kleinem Labyrinth ablegen. Danach wurde noch gemeinsam gegessen, was jeder so mitgebracht hatte. Viktors Tomatenkuchen war der Hit. Ich war ein wenig hin und her gerissen und war mir nicht sicher, ob ich zu einer Gedenkstunde wollte. Nun bin ich aber froh, dass wir hingefahren sind.

Rosehips

Es ist einfach ein schöner Ort und ich bin immer noch dankbar, dass Dieter dort seine letzten Tage verbringen durfte.

St. Peter Ording

Nächste Woche um diese Zeit, sind wir sicherlich schon in St. Peter Ording. Hoffentlich! Es wir ja eine Rundreise. Erst die Kinder in Hamburg einsammeln und dann an die Nordseeküste.

Der_geteilte_himmel

Ich gestehe, dass ich ein wenig hin und her gerissen bin. Zum einen freue ich mich auf eine Auszeit und auf die Kinder, zum anderen, hätte es die Auszeit, alleine mit Mann und Hund auch getan. Aber es sind Ferien und nun ja. So oft habe ich die Beiden auch nicht. Ist ja auch nicht, dass ich sie nicht gerne um mich habe, nur bin ich noch so angeschlagen durch die Bronchitis, die noch immer nicht ganz vorüber ist. Angeschlagen bin ich aber auch, durch die Ereignisse der letzten 1 3/4 Jahre. Es war so eine anstrengende Zeit und ich bin wirklich erledigt.

Letztlich muss ich aber auch gestehen, dass es einiges gebracht hat. Vor einigen Tagen bin ich über mein Thema für die Raunächte gestolpert. Die letzten beiden Jahre war es Loslassen, was aber nicht so richtig klappte. Diesmal ist es Verarbeiten. Kein Wunder also, dass es mit dem Loslassen nicht so geklappt hat, muss ja erst verarbeitet werden.

Es hat sich einiges ergeben die letzte Zeit und es hat sich auch wieder gezeigt, wie wichtig die Kontakte hier im Netz sind. Gudrun hat über die Idee geschrieben, ihre Kleidung selber herzustellen. Sie verarbeitet, heimische Schafswolle vom Flies zum gewünschten Kleidungsstück. Eine ähnliche Idee hatte ich auch schon einmal und als ich bei Gudrun darüber las, dachte ich, warum eigentlich nicht? Sicher, ich habe kein Spinnrad und, so gerne ich würde, auch keinen Platz dafür Rohwolle zu verarbeiten, aber ich habe gleich um die Ecke die Wullstuuv, wo es wundervolle Naturwolle, gefärbt mit natürlichen Farben gibt. Allerdings wird mein erstes Teil aus einer sehr lanolinhaltigen Wolle entstehen. Schon lange wünsche ich mir einen Pullover für zum Draußen rumlaufen, der auch ein wenig wetterfest ist.  Ich freue mich so. Danke Gudrun, dass du mich zurück auf diesen Gedanken und mir das heimische Schaf näher gebracht hast.

Ingwer und Zitrone

Ingwer und Zitrone

Nach Halswärmer-Tee und Yogi Ingwer-Zitronen-Tee sind wir nun wieder beim Naturprodukt gelandet. Frische Ingwer Wurzel und Zitronenscheiben mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen. Lecker und besser als jeder fertige Tee im Beutel.

Also, im Großen und Ganzen geht es uns besser. Nicht gut, aber besser, obwohl es heute morgen gar nicht so aussah. Wir werden uns den morgigen Tag noch zur Erholigung gönnen. Vielleicht mal zaghaft eine Runde um den Block drehen, vorzugsweise in Richtung Eisdiele, Eis soll ja gut für den geschundenen Hals sein, und dann wieder zurück aufs Lager.

Vom politischen Geschehen halte ich mich im Augenblick weitgehend fern, denn schreien ist nicht gut für den Hals. Was ich am Rande mitbekomme, lässt mir schon die Haare zu Berge stehen.

Trollsocken

Auch wenn ich sonst nicht viel auf die Reihe gekriegt habe, häkel- und stricktechnisch war der Output enorm. Auch Selenas Socken sind nun fertig.

Von Rucksack zu Brichbag

Brichbag

Unser nahezu 20 Jahre alter Bundeswehr Rucksack ist so langsam auf und schon seit einiger Zeit haben wir uns nach etwas Neuem umgesehen. Wir haben bestimmte Ansprüche, das neue Teil sollte aus Recyclingstoff sein und stabil. Wir erledigen alle unsere Einkäufe zu Fuß und so müssen unsere Rucksäcke einiges aushalten. Gerade als die Sache richtig drängend wurde, erfuhr ich von Sina Trinkwalders (Mannomama) Projekt „Neonorange“. Bei dieser Sache geht es darum Obdachlosen zu helfen und zwar folgendermaßen. Rucksäcke, die Brichbags, werden bei Mannomama aus Markisenstoffresten genäht, die sonst in den Müll gewandert wären, und diverse Sponsoren, wie Alnatura, Dr. Hauschka, der Sockenstricker Thomas und noch andere, geben Dinge, die Obdachlose brauchen können, um die Rucksäcke zu füllen. Diese werden dann an entsprechende Institutionen verteilt und kommen so zu denen, die sie wahrlich brauchen. Aber das ist nicht alles. Man kann diese Rucksäcke (ohne Füllung) käuflich erwerben und ermöglicht so die weitere Produktion von Brichbags für Wohnungslose.

Jedenfalls gefiel Viktor und mir die Idee, nicht nur einen Rucksack aus einem Material zu erwerben, welches ansonsten in den Müll gewandert wäre, sondern auch gleich etwas Gutes zu tun und so haben wir uns einen Brichbag bestellt und zwei Federtaschen. Viktor braucht eine für seine Plektrons und ich eine für all die Stifte, die ich permanent mit mir herumschleppe.

Brichbag_s

Rucksack und Federtaschen sind von guter Qualität, sehen toll aus und ihren Preis wert. Vor allem, weil ein Teil des Preises für einen guten Zweck geht.