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Autor: Karin Braun

Holzaktion

Holzaktion

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Heute war es einmal wieder so weit. Die zweite Holzlieferung des Winters war fällig. Meine Güte, was hat es mir davor gegraut. Es ist immer mit so einigen Ungewissheiten verbunden. Wir wohnen ja mitten in der Stadt und da muss man denn rechtzeitig einen Parkplatz freihalten, was nicht leicht ist, da diese nun einmal hart umkämpft sind. Doch wir hatten Glück, sowohl mit dem Parkplatz, als auch mit dem Wetter. Heute morgen regnete es in einer Tour und ich befürchtete schon das Schlimmste. Doch das Holz kam und es blieb trocken, bis wir alles verstaut hatten. Kaum war es getan, klingelte der Postbote und brachte die Alnatura-Lieferung, also weiter verstauen … aber, die Göttin sei Dank, drinnen.

Obwohl es heute gut lief, bin ich doch erledigt. Ich glaube ich werde früh zu Bett gehen. Vielleicht noch mal einen Film gucken und ein wenig lesen. Ansonsten beruhigt einschlafen, weil wir es auch den restlichen Winter warm haben werden.

Aufs Ziel konzentrieren

Aufs Ziel konzentrieren

Sagritarius
Es liegt so einiges an, im Hause Braun. Einige Veränderungen stehen an und da heißt es, sich auf das Ziel konzentrieren. Sollte mir als Schützin doch eigentlich gelingen, sollte man meinen. Das Ziel anvisieren ist in der Regel auch nicht das Problem, schwieriger fällt es mir, es im Auge zu behalten. Aber das kann man ja üben. Was genau sich ändern soll, besser gesagt, in wie weit sich das Feld erweitert, dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch schreiben. Jedenfalls ist einiges im Gange und wird hoffentlich Früchte tragen. Gegen alle Vernunft hoffe ich ja immer noch, mich einmal unabhängig vom Amt ernähren zu können. So sind die Tage zur Zeit mit Arbeit angefüllt und ich merke die Unternehmungen der letzten Tage schon. Zu allem Überfluss kriegen wir morgen eine Fuhre Holz und das bedeutet, wir müssen ackern. Donnerstag Abend wollten wir ins Kino, aber ehrlich gesagt, ich habe keine Lust und werde meine Karte an jemanden weiterreichen. Lieber mache ich es mir mit einem Hörbuch gemütlich. Kann natürlich sein, dass ich es mir noch überlege, im Augenblick kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen am Donnerstag Abend das Haus zu verlassen.

Was gibt es sonst Neues? Eigentlich nichts. Wie gesagt, ich habe gut zu tun und werde nun gemütlich Feierabend machen.

An Tagen wie diesen

An Tagen wie diesen

… kann nur noch Kaffee helfen

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Heute musste ich in die Stadt, und als wenn das nicht schlimm genug ist, standen Behördengänge an. Um das Ganze noch zu verkomplizieren, gab es im neuen Rathaus ein munteres „Behördchen-wechsel-dich Spiel“. Ich musste zum Gewerbeamt, meinen Gewerbeschein erweitern lassen, das hierfür zuständige Amt ist umgezogen und zwar nicht etwa innerhalb des Hauses, sondern gleich eine Straße weiter. Dort dümpelt das Bürger- und Ordnungsamt nun in einer versteckten Ecke. Als ich es schließlich gefunden habe, war ich durchgeregnet und genervt. Von dort sollte es in die Bücherei gehen. Doch die hatte noch nicht auf, was mir die perfekte Ausrede lieferte mir einen Café Latte (im Grunde ein Latte Macciato, allerdings mit viel Macciato und wenig Latte) im Stattcafé einzuverleiben. (Den haben die gar nicht auf der Karte, war eine Wunschanfertigung) Also Lebensgeister belebt und hoch zur Bib. Dort ging es reibungslos. Danach hätte ich noch Post abgeben sollen. Allerdings hat die Hauptpost beschlossen nicht mehr an alter Stelle zu firmieren, sondern ist ein Stück weiter gezogen … ich konnte nicht mehr … also nach Hause und drauf vertraut, dass Viktor  noch nicht los ist. War er nicht und hat so dafür gesorgt, dass die Post doch noch auf den Weg gebracht wurde.

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Allerdings war ich wieder durchgeregnet und hätte schreien können, so genervt war ich. Nachdem ich mich ein wenig aufgewärmt hatte, habe ich mich an Viktors EKS gemacht. Es ist einmal wieder an der Zeit, dem Jobcenter Rede und Antwort zu stehen. Der Monat hat zwar noch zwei Tage. Aber das meiste konnte ich schon mal fertig machen. Am 01.03.2018 muss ich denn hin. Meine hat also noch ein wenig Zeit. Aber ich kann ja auch da schon mal vorarbeiten.

Für so einen Frusttag habe ich gar nicht mal so wenig geschafft. Friere aber immer noch, trotz bollernden Ofen und heißem Tee.

 

Möwengeflatter

Möwengeflatter

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Ach war das schön heute. Wir haben endlich einmal richtig ausgeschlafen und sind nach dem Frühstück zum Schrevenpark gegangen. Dort habe ich einige schöne Möwenfotos gemacht, was mich sehr freute. Dann wieder nach Hause, Kaffee trinken und den restlichen Kuchen von gestern, den mir Nora mitgegeben hat, verdrücken. Nachher noch Hühnersuppe und dann zu Bett. schuss_01_v1

Obwohl wir gerade Ende Januar haben, liegt doch ein Hauch von Frühling in der Luft. Heidnisch gesehen, ist es ja auch ab dem 02.02.2018 so. An dem Tag wird unser Verlag denn auch schon 4 Jahre alt. Wie die Zeit doch vergeht. Nun werde ich mal den Rest Abend einläuten und es mir mit Poirot und meinem Strickzeug gemütlich machen.

Die Sache mit den Vorurteilen

Die Sache mit den Vorurteilen

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Während der Bahnfahrt nach Schleswig, bin ich mir selber unangenehm aufgefallen. Und zwar dergestalt, dass ich manchmal ein ziemlicher Snob bin. In die Bahn stieg eine Familie, zwei Jugendliche zwischen 14 und 16, ein Kleinkind so um die 3, ein weiteres 6 Jahre würde ich sagen, Mutter schon etwas älter, der Vater auch und dieser gehbehindert. Man erster Gedanke (und ich bin nicht stolz drauf): ‚Oh man, die Flodders!‘ Sie waren alle sehr laut, die Mädchen stark geschminkt und die Eltern sahen recht fertig aus …  kleidungsmäßig, nun ja, man hat Schöneres gesehen. Um den Eindruck abzurunden, öffneten sie gleich nach Reisebeginn zwei Gläser Würstchen und mümmelten diese weg. Ich sass so, dass ich die Leutchen im Blick hatte und stellte fest, dass sie sehr liebe- und respektvoll miteinander umgingen. Auf Telefone wurde nur mal kurz geguckt oder um etwas zu zeigen. Ansonsten unterhielt man sich miteinander, lachte und die Kindern kümmerten sich sehr liebevoll um den, wie es schien, nicht nur gehbehinderten Vater. Also einfach eine nette Familie, die keinesfalls in die Schublade gehörte, in die ich sie auf den ersten Blick sortiert hatte.

Wie es meine Art ist, hielt ich mich nicht lange mit Schuldgefühlen auf, sondern analysierte mein Verhalten. Was brachte mich dazu ein Urteil über Menschen zu fällen, die ich gerade einmal eine halbe Minute gesehen hatte? Mir fiel auch auf, dass es öfters passiert, dass ich in Sekunden ein Pauschalurteil fälle, das meistens irgendein Klischee wiederspiegelt, aber nicht meine eigentliche Meinung. Vieles ist, glaube ich, übernommen. Meine Mutter war eine große Aburteilerin. Sie hatte immer schnell eine Schublade für alle und jeden, mein Vater auch, allerdings war er in der Lage sein Urteil zu revidieren.

Mich treibt nun die Frage um, warum mache ich das? Es entspricht mir doch nicht. Ich lebe im Allgemeinen nach dem Grundsatz: Leben und Leben lassen! … und doch sind da diese Momente, in denen ich Vorurteile habe. Sicher, der nächste Gedanke ist meistens: ‚Halt Stop! Was denkst du da eigentlich? Das ist doch nicht wirklich deine Meinung!‘ und ich hoffe zutiefst, dass das so stimmt.

 

Geschäftig und Geruhsam

Geschäftig und Geruhsam

Fenster

Freitage sind immer merkwürdig. Wenn das Wochenende vor der Tür steht, ist ja doch so einiges mehr zu besorgen. Wenn denn noch diverses beim Lieblingsbuchdealer gelandet ist und ein Besuch im Kamerafachgeschäft ansteht, dann wird die tägliche Runde schon einmal ein wenig länger. Verlängernd wirkt auch, wenn man am Veganirella vorbei kommt, dort einen Nachbarn sieht und auch mal gerne wieder mit dem Betreiber schnacken möchte. Also reingehüpft und einen sehr leckeren Cappucino mit Hafermilch getrunken, angenehm geplauscht und sich gefreut, dass Suka nun in Lokalen ruhiger ist.

geruhsam

Überhaupt ist unsere Maus entspannter geworden. Zu Hause war sie es ja immer, nur mit dem Warten in Geschäften und Lokalen hatte sie es nicht so. Jetzt legt sie sich einfach hin und schläft ein wenig.

Der Besuch im Fotogeschäft, hat mir dann auch noch ein nachträgliches Jahrestagsgeschenk gebracht. Nein, keine Kamera, aber eine sehr schöne Kameratasche. Davon gibt es morgen Bilder.

Heute vor 14 Jahren

Heute vor 14 Jahren

… habe ich in meinem Wohnzimmer, bevor es mein Wohnzimmer war, den wundervollen Herrn Braun kennengelernt.

14 Jahre

Übrigens zu einem Zeitpunkt, zu dem weder er noch ich eine Beziehung wollten. Ich hatte mich gerade von Ehemann No. 2 getrennt und dachte, einen der zu dir passt, den gibt es eh nicht. Viktor hatte immer nur sehr kurzlebige Beziehungen und dachte seinerseits: Eine die zu dir passt, gibt es eh nicht. Entsprechend vorsichtig sind wir denn die ersten Monate umeinander herumgeschlichen und schließlich, im September, hat es Boom gemacht … der Rest ist Geschichte.

Die letzten 14 Jahre sind die glücklichsten in meinem erlebnisreichen Leben und immer noch ist es mir eine Freude morgens neben Viktor aufzuwachen. Es ist schön, etwas gefunden zu haben, von dem man immer glaubte, dass es das nicht gibt.

 

Taschen, Stifte, Notizhefte

Taschen, Stifte, Notizhefte

Taschen, Stifte, Hefte

Wo es irgend geht, vermeide ich Konsum und versuche deutlich zwischen „brauche ich wirklich“ und „will ich einfach haben“ zu unterscheiden. Allerdings habe auch ich meine Abgründe. Eines der Felder, in denen es mit dem Verzicht nicht immer klappt sind Taschen. Andere Frauen haben ein Schuhproblem, bei mir sind es Taschen, Notizhefte und Stifte. Schuhe habe ich 2 Paar Sommer, 2 Paar Winter und 1 Paar Hausschuhe und damit komme ich gut hin. Taschen und Rucksäcke habe ich mindestens 15. Wobei ich zu meiner Ehrenrettung bemerken muss, dass viele davon geschenkt oder ererbt sind. Obiges Modell stammt zum Beispiel aus dem Nachlass meines Schwagers. Die Tasche habe ich aufarbeiten lassen, da sie doch schon sehr ramponiert war. Eine etwas kleinere Version davon hat mir seine Freundin zukommen lassen, die stammt aus dem Nachlass ihres Mannes, der Archäloge war. Eine größere, so eine richtige Aktentasche, habe ich von meiner Nachbarin geschenkt bekommen, die sie wiederum vom Flohmarkt hat.  Bei den Rucksäcken sieht es schon anders aus. Die waren zum Teil sehr teuer und sicher hätten es ein oder zwei (genaugenommen vier) weniger auch getan, denn ich habe im Grunde nur zwei in Gebrauch und zwar einen Fjallraven, in den auch der Laptop passt und einen Brichbag, für mal eben in die Stadt hopsen. Letzterer ist aus einem Projekt von Sina Trinkwalder. Beim Kauf finanziert man einen weiteren Brichbag, der an Obachtlose verteilt wird.  So weit zu den Taschen und Rucksäcken.

Das mit den Stiften ist eine weitere Sache, ganz zu Schweigen von den Notizbüchern. Was letztere betrifft, bin ich eine ziemliche Luxusschnalle und bevorzuge Moleskine. Die sind allerdings schweineteuer und dem Notieren nicht wirklich förderlich, weil ich immer denke, ich müsste diese Schönheiten ausschließlich mit hochwertigen Füllen und so sind Notizen oder Tagebuchaufzeichnungen nun mal nicht. Also habe ich auch noch einen Berg Collegeblocks liegen und frage mich, wann ich die jemals gefüllt bekomme. Unterschwellig scheint bei mir die Angst vorzuherrschen, dass es eines Tages kein Papier mehr gibt und da will ich gewappnet sein.

Stifte wiederum wandern immer mal schnell in den Einkaufskorb, weil sie nicht soviel kosten. Ich glaube der teuerste Füller den ich habe hat 23,00 € gekostet und ist von Lamy. Die Lamy Stifte mag ich ohnehin. Der größte Fehlkauf war ein eckiges Modell von Moleskine, welches einfach nicht gut in der Hand liegt, aber gut zu den Heften passt. Dann natürlich noch die Zeichenstifte, die Aquarellstife, die Bleistifte und Kugelschreiber. Gerade fällt mir auf, dass mein Schreibtisch um einiges ordentlicher wäre, wenn ich da mal ausmisten würde. Doch nichts überstürzen, wer weiß ob nicht schlechte Zeiten kommen, in denen es wichtig sein wird, Mengen von Stiften für den Tauschhandel zu haben.

Schleswig – Vergangenheit naschen

Schleswig – Vergangenheit naschen

Schloss Gottorf_Noor

Geplant war dieser Ausflug ja schon lange. Wurde allerdings immer, aus Zeit- oder auch Geldgründen verschoben. Doch nun sollte es sein, obwohl Viktor heute morgen murrte: „Eigentlich wäre ihm gar nicht so.“ Ich habe dann vorgeschlagen alleine zu fahren. Das wollte er aber auch nicht, also hat er sich aufgerafft und ist nun sehr froh.

Sicheln

Natürlich haben wir uns nicht alles angesehen. Wir waren nur in der archäologischen Abteilung, denn ich hatte natürlich einen Grund, warum ich dort hin wollte. Es geht um Tore, wo die Anfänge in der Bronzezeit liegen. Doch auch außerhalb dessen gab es allerhand interessantes zu erfahren und ich habe eine Menge Notizen und noch mehr Bilder mit gebracht. Das werde ich die nächsten Tage sichten und dann hoffe ich, dass Tore endlich in die Form kommt, die ich mir wünsche.

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Natürlich bedurften wir nach soviel Rennerei dringend der Atzung. Das Café im Schloss ist wirklich sehr zu empfehlen. Leckere, hausgemachte Torte und sogar der Schaumkuss war aus eigener Produktion. Habe ich noch nie so gut gegessen.

Nun sind wir wieder daheim und lassen den Tag ausklingen. Es wird wohl früh zu Bett gehen, denn morgen geht es ans Aufarbeiten des Erlebten und dann ist ein Ausflug zum Lieblingsbuchdealer Zapata geplant.

Farben

Farben

magic drageo fly

Kleidungsmäßig bin ich ja eher der Schwarz-Typ. Ich finde es ist die schönste Nichtfarbe die es gibt und putzt ungemein. „Kannste nix mit falsch machen“, hat meine Mutter immer gesagt. Die selbe Frau übrigens, die immer klagte: „Nu zieh doch mal was nettes, buntes an, du siehst immer aus, als wenn du von einer Beerdigung kommst.“ Bunt mag ich nur Socken und Tücher. Gestern habe ich wieder eines fertig bekommen. Das ist allerdings nicht für mich, sondern einer lieben Freundin zugedacht. Mal sehen, wann wir uns das nächste Mal sehen, dann wird es höchst feierlich überreicht. Zumal sie keine Ahnung hat, was ihr blüht. Für mich werde ich heute einen Wellenschal in Blautönen anschlagen, der wird denn auch mal wieder gestrickt.

gruen weiß

Im Blumentopf draußen grün es leicht, doch auch ein wenig Schnee gesellt sich zum Grün. Ich habe mich selten so sehr nach Frühling gesehnt, wie dieses Jahr. Dabei ist es ja nicht einmal besonders kalt.