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Autor: Karin Braun

Bisschen klapperig, aber sonst …

Bisschen klapperig, aber sonst …

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… sind wir noch, aber der Kelch ging noch einmal an uns vorüber. Gestern hatte ich die schlimmsten Befürchtungen, aber die drei Liter Tee haben wohl alles ausgeschwemmt. Sogar einen langen Spaziergang habe ich heute gemacht. Es ging in die Bücherei. Mein bestelltes Buch (siehe rechts) war angekommen und da es mal nicht geregnet hat, habe ich die Chance genutzt. War auch schön. Nach der Bib gab es noch einen Cappucino im Stattcafé. Dann noch ein wenig einkaufen und das war es.

Ansonsten erinnere ich mich daran, was ich heute genau vor 36 Jahren gemacht habe. Eine Sache, an die ich mich gerne erinnere, jedenfalls an das was dabei raus kam. Nämlich meine Tochter, die wundervolle Jennifer. Am 30.11.2017 1981 um 07:05 stand ich mit einem dicken Bauch, einer Tasche und schmerzverzerrten Gesicht für der Tür zur Geburtsabteilung des Barmbeker Krankenhauses und die Schwester, die mir die Tür öffnete, stellte die dumme Frage: „Was wollen sie?“ Ich antwortete: „Werfen, wenn es geht!“ Um 10:55 war Jenni dann da. Komischerweise werde ich jedes Jahr am 30.11. früh morgens wach und bin unruhig. Dabei bin ich eigentlich passionierte Langschläferin. Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass es schon so lange her ist und das mein Baby schon zwei Babys hat, die schon zur Schule gehen.

Die Pferdeskelette kann man übrigens in der Stadtgalerie Kiel sehen. https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/museum/_kalendereintrag.php?183923

Back to unnormal

Back to unnormal

backtotea

Warum sollte es mit dem gesund sein auch halten? Ich schniefe, huste und röchele wieder. Diesmal mit Kopf- und Halsschmerzen. Also wieder literweise Tee, Kerzen, Wärme, Obstsalat und Waffeln. Gut, dass ich gut zu lesen und reichlich Wolle habe. Ohne das würde ich einen Bruchbudenparadiesknastkoller kriegen. Hoffentlich bin ich Sonntag wieder fit und kann nach Hamburg, die Kinder besuchen. Ich weiß zwar nicht, ob das auch halb gesund so eine gute Idee ist, da Jenni auch krank ist. Aber wir werden sehen. Gestern hat Viktor eine Freundin von uns getroffen, die erzählt das bei ihr in Familie und Freundeskreis auch alle von so einem hartnäckigen Virus befallen sind.

wintertale

Dazu höre ich, weil mir gar weihnachtlich ist, WINTER TALES von Nadja Birkenstock. Eine schöne Sammlung von englischen und irischen Christmas Carols. Rezension wird auf Lesen gefährdet die Dummheit dieser Tage erscheinen.

Diesmal hat mich der Weihnachtskoller richtig. Mir ist auch schon wieder so Harry Potter – Weihnachten ist bei mir immer Harry Potter Zeit. Die Hörbücher gelesen vom unvergleichlichen Stephen Fry.

Beim Häkeln höre ich ja zur Zeit noch immer „Sleeping Beauties“ von Stephen und Owen King. Wirklich eine tolle Geschichte, nur so langsam denke ich, es ginge auch kürzer.

Wieder ein Schritt erledigt

Wieder ein Schritt erledigt

d-wohnung

Heute war Wohnungsübergabe von Dieters Wohnung. Es ist alles glatt gegangen, nur ging es doch aufs Gemüt. Viktor und ich haben es gleich empfunden, mit dem Aufgeben von Dieters Wohnung, ist er ein weiteres Stück von uns gegangen. Klingt merkwürdig, ich weiß, aber es ist so. Gleichzeitig ist da natürlich auch Erleichterung. Wieder eine Sache erledigt, nun muss nur noch das Nachlassgericht den Erbschein rüberwachsen lassen und wir können die letzten finanziellen Verpflichtungen abschließen und das Konto auflösen. Dann ist nicht mehr viel.

sternenumhang

Wieder zu Hause, konnte ich mich nicht mehr zum Arbeiten aufraffen, also habe ich mir mein Häkelzeug geschnappt und diese Jacke anfangen.

Das Wetter und ich

Das Wetter und ich

… sind zur Zeit nicht wirklich kompatibel.

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Diese dauernde graue Nässe drückt aufs Gemüt und der Apfelkuchen ist leider alle. Also was bleibt? Schreiben, Überarbeiten, Häkeln, Hörbuch hören und Lesen. Dabei würde ich so gerne einmal wieder raus und einen längeren Spaziergang am Wasser machen. Aber solange soviel von dem Zoigs von oben kommt, spare ich mir das. Schon der kurze Sprint zum Holzschuppen heute morgen hat gereicht.

Aber warum klagen, über etwas, das sich nicht ändern lässt? Ich brüh mir noch nen Kaffee und mach es mir bequem.

Das rechte Maß

Das rechte Maß

Apfel-rum-kuchen

An manchen Tagen habe ich das Gefühl mich in meine eigene Großmutter zu entwickeln. Frieda Marie Sophie hat auch immer am Samstag gebacken und hat gerne gestrickt und gehäkelt. Jedenfalls habe ich mich vom sporadischen, weil ich Lust habe backen, zur Samstagsbäckerin entwickelt.

Am Freitag beim Einkaufen rollten mir meine Lieblingsäpfel, Roter Boskop, in den Weg, also war klar: Es gibt Apfelkuchen! Da ich noch eine Flasche Rum aus den schwägerlichen Beständen stehen habe, aber außer dem einen oder anderen Guinness keinen Alkohol trinke, benutze ich ihn zum Backen. Auch beim Apfelkuchen dachte ich, könnte eine kleiner Schuss nicht schaden … dann ist mir die Flasche ausgerutscht. Schmecken tut es sehr gut, allerdings ist man vom Geruch bereits leicht beschickert. Nicht das schlechteste Gefühl, muss ich gestehen. Jedenfalls hatten wir heute ein besonderes Frühstück und ein Sonntag, der mit Kuchen beginnt, kann kein schlechter sein.

Ist es auch nicht, obwohl der Spaziergang von wegen Regen, eher kurz ausgefallen ist. Das Wetter ist wirklich nicht schön, aber der Ofen bollert, ich habe gut zu tun und lecker Kuchen. Also nutze ich den Lichtblick zwischen den Depris und genieße.

Herbstsamstag

Herbstsamstag

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Heute bin ich gar nicht draußen gewesen. Allerdings nicht, weil es mir schlecht ging, sondern einfach, weil ich viel zu tun hatte. Des Liebsten Socken sind fertig geworden und nun muss ich mit dem Stricken Pause machen, weil mein Arm weh tut, also geht es nun mit einem Häkelpullover weiter.

häkelpullover

Zum Glück habe ich noch eine alte Wolle gefunden und keine neue gekauft, es ist das erste Mal, dass ich einen Pullover häkele und da wollte ich nicht wie bei den Socken mit der teuren Wolle beginnen.

Den Morgen begonnen habe ich aber mit dem Schreiben. Damit ich endlich mit Tore weiter gekommen, habe ich mir nun ein Zeitfenster zum Schreiben geschaufelt. Am besten geht es morgens, wenn Viktor noch schläft, und der Rest der Welt sich noch nicht aufgemacht hat hier anzurufen. So komme ich ganz gut voran. Also wird dieses Werk wohl doch noch werden.

Nur noch ein Monat

Nur noch ein Monat

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… und dann ist Weihnachten. Als ich neulich verkündete, dass ich mich auf das Fest freue, meinte eine Bekannte: „Kann ich nicht verstehen, du bist doch Hexe, was hast du denn mit Weihnachten zu tun?“ Mal abgesehen davon, dass ich die Wintersonnenwende feiere, die ja auch um den Dreh herum ist und dann die Raunächte begehe, freue ich mich aus einem ganz profanen Grund auf Weihnachten. Drei Tage steht alles still. Kein Telefon nervt, keine Post (außer elektronischer), kein Ämterstress und überhaupt Ruhe. Wir haben uns sogar schon auf ein Essen geeinigt. Es soll dieses Jahre einmal wieder einen Klassiker geben. Maccaroni-Auflauf! In Erinnerung an unser erstes gemeinsames Jul vor 13 Jahren.  Darauf freue ich mich und auf Lesestunden mit dem Liebsten und auf Patience spielen, also analog, zu zweit.

Es ist aber auch die Zeit für mich mir zu überlegen, was ich loslassen will. Das wird die ganzen Raunächte Thema sein. Es hat sich einiges an Gerümpel angesammelt, im Laufe der Jahre und so einiges kann einfach weg. Nur um zu entscheiden was weg kann, muss ich mir die Sachen genau ansehen. Dem sehe ich nicht ganz so entspannt entgegen.

 

Leichte Besserung

Leichte Besserung

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Es scheint voran zu gehen. Der rote Weihnachtskaktus blüht nun auch. Ich habe es endlich geschafft eine recht zufriedenstellende Socke von der Spitze her zu stricken. Die Ferse sieht recht nett aus und ein elastisches Bündchen habe ich auch hinbekommen.

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Der Gatte, dessen Füße sie schmücken sollen, ist entzückt und das freu mich natürlich. Jetzt, wo ich diese Aufgabe gemeistert habe, schaffe ich es vielleicht auch einmal wieder richtig zu arbeiten. Himmel, es ist schon schlimm, wenn man so besessen davon ist, etwas hinzubekommen.

Trotz dieser leichten Verbesserungen habe ich nicht das Gefühl bereits durch zu sein. Ich bin noch sehr in mich gekehrt, bin dankbar für jeden Tag, der ohne große Heulerei von Statten geht und an dem ich einfach froh bin mit Mann, Hund und Buch im Bett zu liegen. Beim Stricken werde ich heute anfangen „sleeping beauties“ von Stephen & Owen Kind zu hören.

Das Netz

Das Netz

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Zur Zeit bin ich dabei mir ein Netz zu bauen, eines von dem ich hoffe, dass es den Absturz verhindert. Es fällt mir schwer, da etwas tragfähiges hinzubekommen, weil der Alltag zur Zeit nicht nur erfreuliches bringt.  Es sind wieder viele Ämtergeschichten. Da wollen Leute Sachen wissen, die ich/wir einfach nicht wissen. Da ist die Übergabe von Ds. Wohnung nächste Woche. Vorher müssen wir noch mal vorbei und dort den Rest saubermachen. Überhaupt ist Dieter und sein Sterben wieder sehr präsent. Er fehlt mir gerade sehr. Aber das lässt sich nun mal nicht ändern.

Ein Teil des Netzes ist, sich nicht von Schlaflosigkeit runterziehen lassen, sondern die Zeit zu nutzen. Ich habe mich weitgehend von Alltagsroutinen verabschiedet und ich habe mir Sauerkraut gekocht. Da wir zur Zeit öfter zu unterschiedlichen Zeiten essen, ist es eine gute Gelegenheit. Viktor mag kein Sauerkraut und ich mag keine Linsen. Also hat sich jeder seines gekocht. Irgendwann laufen wir schon wieder zusammen. Ich gehe zur Zeit früh zu Bett und Viktor spät, außerdem hustet er noch immer viel in der Nacht und schläft morgens entsprechend lange. Dazwischen sind wir uns so nahe, dass es sogar für unsere Verhältnisse eng ist.

Die Stimmung war schon besser

Die Stimmung war schon besser

Plötzlich bin ich entsetzlich müde. Alles was ich zur Zeit anfange wird nichts, nicht einmal Socken stricken klappt. Dabei stelle ich mich an, als wenn ich es noch nie gemacht habe. Es ist zum Kotzen. Habe mich trotzdem zu einer Hunderunde aufgerafft und ein wenig fotografiert. Und ja, einige Bilder sind gut geworden, doch mehr als die Hälfte taugte nichts. In der Regel habe ich da eine 10 % Quote.

Selbst das Lesen kommt zu kurz und bei Hörbuch fallen mir die Augen zu. Ich denke die Ereignisse des letzten Jahres holen mich nun ein, dazu noch Zukunftsängste und das Gefühl nichts erreicht zu haben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich dieses Jahr 60 werde? Dabei ist sie mir im Großen und Ganzen egal, die Sache mit dem Alter. Dass es geistig gesehen nicht schlecht ist, ist eine Sache, dass es körperlich betrachtet nix taugt, eine andere. Braucht man nicht groß drüber reden. Ich habe mir also Urlaub verordnet. Ab dem 04. Dezember, also einen Tag nach meinem Geburtstag gehe ich in eine Art Winterschlaf bis zum 07.01.18. Ich werde viel spazieren gehen, mir so einiges von der Seele schreiben und ansonsten hoffen, dass alles ruhig bleibt.