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Monat: Oktober 2017

Samhain 2017

Samhain 2017

bei der Arbeit

… auch wenn es nicht so aussieht, ich arbeite. Es ist gut, die Finger beim Denken in Bewegung zu haben.

Vergehen

Aber ich wollte ja etwas zu Samhain schreiben. Dieses Fest, eher als Halloween bekannt, kennzeichnet heidnisch gesehen, das Ende des Jahres. Die Schnitterin hat ihre Ernte eingebracht und nun wird in Cerridwens Kessel alles neu vermischt und zu Jul beginnt der Kreislauf neu. Samhain ist auch das Fest der AhnInnen. Ich begehe die Feste nicht immer, manchmal habe ich einfach kein Bedürfnis und dann lasse ich es halt. Allerdings ist mir Samhain dieses Jahr sehr wichtig, was zum Einen am Tod meines Schwagers liegt und zum anderen daran, dass ich nicht mehr wütend auf meine Mutter bin. Das möchte ich feiern.

An Dieter zu denken ist sehr viel einfacher, denn unser Verhältnis war unbelastet, wir mochten uns einfach und er fehlt mir sehr. Viktor vermisst ihn natürlich noch mehr und auf eine ganz andere Weise. Daher haben wir uns überlegt, heute ein Dieter Gedenk-Dinner zu machen. Eines unserer Samhain Rituale ist das Gedeck für die Verstorbenen. Der Tisch wird für eine Person mehr hergerichtet als anwesend, so werden symbolisch die AhnInnen an den Tisch gebeten,  und auch diese bekommen Speis und Trank. Das heutige Menü sieht folgendermaßen aus. Als Hauptgericht Tartiflette – am Tag vorher gekochte Pellkartoffeln, werden mit Speck und Zwiebeln gemischt und dann mit Rotschimmel-Weichkäse überbacken. Zum Dessert habe ich einen Apfelkuchen gebacken, der mit braunem Vanillezucker bestreut und mit Rum parfümiert wurde. Dazu gibt es eine Flasche Sekt, die wir aus den schwägerlichen Beständen gerettet haben. Der wird auch meiner Mutter zu sagen, die einem guten Tropfen nicht abhold war.

Nach Samhain beginne auch ich mich mehr nach innen zuwenden. Habe ein großes Bedürfnis nach Ruhe, danach in mich zu gehen und Bilanz ziehen. 2017 war ein schwieriges Jahr, wie es auch bereits 2016 war. Ich war mehrere Male sehr an der Grenze und denke, dass es an der Zeit ist, mir die Ruhe zu gönnen, die ich brauche.

Übrigens zeigt sich um diese Zeit meistens die Göttin, die mir im nächsten Jahr zur Seite steht und ein Krafttier. Diesmal hat Sheela na Gig sich bereit erklärt mit mir zu gehen, das Krafttier, ist dasselbe geblieben. Eine Wölfin.

Fast fit

Fast fit

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Ich habe beschlossen, dass es nun genug ist, mit dem Kranksein. Es nervt einfach, dauernd irgendwas zu schlucken, literweise Tee zu trinken und permanent zwischen Klo, Schreibtisch und Bett zu pendeln.  Die Medis helfen eh nicht, also versuche ich es mal mit Gesundheit locken. Eines hat schon geklappt, ich habe eine große Einkaufsrunde gemacht, alleine, denn der Gatte soll im Bett bleiben, dem geht es sehr viel schlechter als mir.

Übrigens blüht der (oder muss es das heißen?) Schlumbergera, auch als Weihnachtskaktus bekannt. Auf meinen trifft letztere Bezeichnung einfach nicht zu, das Teil habe ich seit vielen vielen Jahren und es hat noch nicht einmal zu Weihnachten geblüht, dafür zu jeder anderen erdenklich Zeit des Jahres. Eigenwillig halt. Passt in die Familie.

Ansonsten war ich auch schon fleißig. Alles ist bereit für NaNoWriMo.

 

Winter is coming

Winter is coming

Winterpause

Das es langsam Winter wird, merke ich besonders stark daran, dass ich morgens den Ofen anschmeißen muss und dass die meisten Fördedampfer stillgelegt sind. Da ändert denn auch der Sonnenschein nichts dran. Nach dem Sturm, der nachts und am Morgen brauste, wurde das Wetter richtig schön. Zwar weht es immer noch, aber Sturm kann man es nicht nennen, ansonsten blauer Himmel mit Wolkentupfen und Sonne. Soviel zu fotografieren und ich bin, das erste Mal seit langen, ohne Kamera los. Gut das der Liebste seine Ersatzkamera mit hatte und mir diese überließ.

Wieder zu Hause habe ich erst einmal Zitronen-Ingwer-Tee gekocht. Es ist zwar alles viel viel besser, aber lieber noch einige Tage Tee und alles ruhig angehen lassen, als einen Rückfall riskieren.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Ich lese, stricke, schreibe und lasse es mir wohl sein. Habt es schön.

Vor die Tür

Vor die Tür

… ging es heute das erste Mal seit Tagen. Also nicht nur eben Wullstuuv und weg, sondern richtig eine Einkaufsrunde zu Fuß.

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Da ich die Nacht endlich einmal durchgeschlafen habe und ich mich deutlich besser fühle, habe ich mich getraut. Zwar keine große Runde, aber immerhin zu Fuß. Es tat wirklich gut.

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Mit Erschrecken habe ich gerade festgestellt, dass am Mittwoch bereits NaNoWriMo startet und ich bis dahin das Knäuel, die Geschichte betreffend, die ich schreiben will, entwirrt haben sollte. Die Zeit fliegt. Also mache ich mich mal an die Arbeit und halte auf zu prokrastinieren.

Nun spinnt sie …

Nun spinnt sie …

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Gudrun und Frau Momo haben mich infiziert. Nun habe ich kein Platz für ein Spinnrad und schon gar keinen für eine Kardiermaschine und große Färbereien, aber ich habe schon lange eine Handspindel, allerdings keine Ahnung, wie das alles funktionieren soll. Doch dafür gibt es ja Bücher. Fündig wurde ich in der Wullstuuv, die ich gestern besucht habe, um meine bestellte Wolle abzuholen. Da fand ich das Anleitungsbuch Spinn. Spindel. Spinn. und auch gleich Wolle zum Üben.

Zu Hause angekommen, arrangierte ich alles auf dem Tisch für ein Foto, verließ kurz den Raum und als ich wiederkam, hatte sich Suka die Schafswolle unter die Pfoten gerissen und wollte gerade anfangen zu untersuchen, wo sich das restliche Schaf darin versteckt hat. Dieses diebische Biest. Ich fürchte für die Spinnübungen muss ich mich ins Schlafzimmer verfügen und die Tür verschließen.

Schon 1 Woche

Schon 1 Woche

… sind wir nun wieder zu Hause.

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Die Woche Urlaub bekommt so etwas unwirkliches, schon erstaunlich, wie schnell der Alltag es verdrängt. Lebendig ist die Erinnerung an das Zusammensein mit den Kindern. Die vermisse ich sehr. Aber ich muss auch gestehen, eines was der Urlaub bewirkt hat ist, ich weiß meinen Alltag wieder mehr zu schätzen. Diesen Luxus in Ruhe arbeiten zu können und eben auch einfach mal Pause machen, wenn die Verfassung es erfordert. Das ist schon was.

Trotz Bronchitis habe ich eine Menge geschafft. Die Verlagsseite ist fast fertig geworden. Stricken, häkeln und so weiter ist auch nicht zu kurz gekommen, sowie auch das Lesen. Nur mit dem Schreiben, hapert es noch. Da muss ich dringend bei. Denn nicht mehr lange bis November und NaNoWriMo. Falls jemand von euch mitmacht, und mich dort befreunden will, ich firmiere unter Kabra.

 

Donnerstag und noch immer

Donnerstag und noch immer

… am husten. Verdammt. Aber es wird besser, allerdings immer, wenn ich das gerade denke, wird es wieder schlechter. Ein Auf und Ab.

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Und dann war da noch ein mir sehr, besonders Nächtens, naheliegender Herr , der mich fragte, was ich mit den ganzen Häkeltüchern will, die ich im Laufe der letzten Wochen gefertigt habe. Ha, nun ist er froh, dass wir sie haben und ich bin froh, dass sie nicht nur mir den Hals wärmen, sondern ich auch der einen oder anderen eine Freude machen konnte.

Die letzten Tage habe ich begonnen, die Webseite des Verlages neu zu machen. Nicht zu viel auf einmal, ich lass mir Zeit. Da wir uns entschieden haben weiter zu machen, soll da auch ein Update her. Darüber hatte ich noch nicht geschrieben. Da der Verlag eher holperig läuft, wie es eben so ist, wenn man kein Geld für Werbung hat, hatten wir überlegt, ihn aufzugeben. Doch es steckt halt auch eine Menge Herzblut drin und so konnten wir uns letztlich nicht dazu durchringen. Es geht also weiter.

Ansonsten bin ich immer mehr in dem Thema Handarbeit. Mein Wunsch, soviel Kleidung, wie möglich selbst zu fertigen, ist stärker denn je. Einen weiteren Kick hat mir dieses Buch gegeben, in dem ich gerade lese.

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Zwei rechts, zwei Links – Geschichten vom Stricken von Ebba D. Drolshagen. Sehr interessant und vor allem nicht trocken. Eine Kulturgeschichte des Strickens, spannend geschrieben.

 

Angeschlagen

Angeschlagen

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… bin ich schon, aber sicher im Hafen und wenn ich noch zwei Tage im Dock bleibe und mich pflegen lasse, dann sollte ich ab Donnerstag auch wieder für die Außenwelt zur Verfügung sehen. Bis dahin aber, Tee, Hustensaft, Wick Vaporup und Begöschern vom Liebsten. Das Schöne ist, der Husten ist sehr viel weniger und nicht mehr so krampfhaft. So kann ich auch ein wenig was tun.

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So habe ich denn eine Rezension zu Lügenland von Gudrun Lerchbaum geschrieben. Ein tolles und vor allem wichtiges Buch, das ich euch besonders ans Herz legen möchte. Hier könnt ihr lesen, warum ich es so wichtig finde.

http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/luegenland-von-gudrun-lerchbaum/

Sonst gibt es nicht viel Neues. Ach ja doch, in der Edition Narrenflug werden dieses Jahr noch zwei Bücher erscheinen. Einmal Ein Jig vor dem Sterben von Danny Carnahan, übersetzt aus dem Englischen von Karin Braun und Gabriele Haefs und „Rikka Gan“ von Ragnhild Jølson, übersetzt aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs.

Ersteres ist ein Krimi der im irischen Millieu von San Fransico spielt und einen starken Irland Bezug hat. Er spielt Ende der 90ziger Jahre und ich fürchte ich muss für jüngere Leser*innen ein Glossar erstellen, woher sollen sie sonst wissen, was ein Modem ist und warum der Held in eine Telefonzelle nutzt und kein Handy. Außerdem ist es ein Krimi mit viel Musik und Literatur, denn die Niall Sweeney ist Geiger und seine Frau Rose, Dozentin für englische Literatur.

Rikka Gan widerum ist ein Klassiker der norwegischen Literatur und Gabriele hat hier darüber geschrieben: https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wie-aus-einer-idee-ein-buch-wird-2-ragnhild-joelsen

Herbstfreuden und noch immer krank

Herbstfreuden und noch immer krank

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… doch es geht aufwärts, wage ich mal vorsichtig zu behaupten. Sicher bin ich mir noch nicht. Schlimm, also richtig schlimm, ist es ja meistens nachts, wenn die Hustenkrämpfe mich nicht schlafen lassen. Doch wenn ich bedenke, dass ich heute eigentlich nicht aufstehen wollte, so ging der Tag doch recht gut. Ich habe sogar ein wenig gearbeitet und kann mich morgen für einige Tage meinem eigenen Geschichten komplett widmen, so ich wirklich besser drauf bin.

Viktor hat nun Bronchicum Elixier besorgt, ich trinke Tee aus frischem Ingwer und Zitronen und Honig und für die Nacht hat er mir Wick Vaporup mitgebracht. Gestern erinnerte ich mich an den Geruch und beschloss auf altbewährte Mittel zurück zu greifen.

Da ich trotz allem fleißig war, und sogar schon eine Doku über Charles Dickens geguckt habe, kann ich mich nun der Wolle widmen. Es darf gewickelt werden. Viktor hat die restliche Pulloverwolle aus der Wullstuuv abgeholt. Dann noch ein wenig tricken, Pizza und dann zu Bett.

To Hus

To Hus

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Nach einer furchtbaren Nacht, mit trockenem Reizhusten und wenig Schlaf, bin ich doch relativ frisch hoch, allerdings immer noch mit scheußlichen Hustenanfällen. Mittlerweile habe ich Muskelkater vom dauernden Husten und verstehe, warum Schwindsüchtige so dünn waren. Es ist wirklich anstrengend. Also weiter Tee und auf zur nächsten Apotheke und Hustenstiller für die Nacht geholt. Noch so eine wie die letzte und ich geb mir die Kugel. Mittlerweile habe ich drei Nächte nur immer stundenweise geschlafen. Das geht gar nicht. Also Notfall-Apotheke und dann raus nach Friedrichsort.

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Viel Laufen war nicht drin, dazu war ich zu schlapp, aber es hat so gut getan. Es ist einer der Orte, an denen ich wundervoll Kraft schöpfen kann.

Dann wieder nach Hause und stricken. Habe mit meinem Winterpullover angefangen. Morgen hole ich die restliche Wolle. Aber erst einmal Bratkartoffeln, vom Gatten liebevoll bereitet.