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Monat: August 2017

Unzensiert

Unzensiert

Ich schalte mal den inneren Zensor ab und lege einfach los.

Ja, ich fühle mich als Versagerin, weil ich trotz aller möglichen Talente nicht in der Lage bin, mich durch meine Arbeit zu finanzieren. Weil ich nicht in der Lage bin, einen normalen Arbeitsalltag zu bewältigen. Und ja, ich weiß, dass es Quatsch ist … vom Kopf her. Wenn ich es mit Ämtern, Mediziner (besonders möchte ich hier die Zunft der Neurologen hervorheben) und Menschen zu tun habe, die nur in Schubladen denken, sich hinter unmöglichen, unmenschlichen Vorgaben verschanzen und meinen, die Pharmaindustrie hat für alles die richtige Pille, komme ich mir vor, wie das einzig menschliche Wesen in einer Welt von Automaten. Ich bin dieses dauernde gegen an Kämpfen so leid. Ich bin es müde immer wieder nach Alternativen zu suchen, um irgendwie durch den Dschungel von Wahnsinn zu kommen.

Vor einem Jahr habe ich beschlossen, mich nicht mehr krank schreiben zu lassen und zu versuchen zu funktionieren. Ein Jahr später komme ich von meiner Ärztin mit einer AU über ein Vierteljahr! Die Rentenversicherung meint, ich wäre fit genug um 8 Stunden im Büro zu sitzen, was nicht einmal annähernd der Realität entspricht und hat meinen Rentenantrag abgelehnt. Interessanterweise würde ich noch nicht einmal eine Stelle finden, geschweige denn vom Amt vermittelt bekommen. Fast 60jährige Bürokauffrauen, sind nicht gerade gesucht. Meine Ärztin meint, ich solle einen neuen Antrag stellen und darauf hoffen, dass diesmal jemand das Gutachten macht, der nicht der Meinung ist, jemand der Psychopharmaka ablehnt, ist nicht krank. Sicher wäre es eine Möglichkeit, doch wie es im Augenblick aussieht, bin ich diesem Ämtermarathon, der nötig wäre, nicht gewachsen. Jedenfalls fürs erste. Ich behalte die Idee im Hinterkopf. Aber erst einmal muss ich zur Ruhe kommen und mich sortieren.

LaLuna2018

Ein Lichtblick ist das Horoskop im We‘ moon für 2018. Mein Lieblingskalender seit nahezu 20 Jahren.

 

Hausmittel

Hausmittel

Dank der bewährten Hausmittel, geht es körperlich Bergauf. Die Mandeln sind wieder abgeschwollen und auch die Bronchitis löst sich, was sicherlich dem Umckloabo zu verdanken ist. Das hat mich immer vor Antibiotika oder Kortison bewahrt. Sicher mein Hals-Rachen-Bereich ist noch gereizt und ich huste auch noch so einiges ab, aber die Mandeln sind abgeschwollen, die Schluckbeschwerden fast verschwunden … also alles auf dem Wege der Besserung.

Leider kann man das von meiner seelischen Verfassung nicht sagen. Da ist wieder das grauenhafte Nichts. Ein wenig Erleichterung hat mir gebracht, dass ich fürs erste alle Termine abgesagt habe. Dabei hatte ich mich schon sehr auf die Schreibwerkstatt gefreut, doch wie es zur Zeit ist, kann ich das nicht leisten. Allerdings fühle ich mich bei aller Erleichterung auch als Versagerin, weil ich absagen musste. So vieles ist dabei sich aufzulösen und ich sehe nicht , wie es weitergehen soll. Also erst einmal zurücktreten und abwarten. Was anderes fällt mir nicht ein …

Eingeholt

Eingeholt

Achtsamkeit

Ich habe es ja bereits befürchtet. Nun ist es mal wieder so weit. Ich hänge, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Gerade geht gar nichts mehr. Habe alle Termine abgesagt und versuche mich zu sortieren.

Upgrade: Tonsilitis

Upgrade: Tonsilitis

… oder auch schlicht Mandelentzündung

betonblume

Ich bin selten körperlich krank, also so, dass ich im Bett liegen muss. Doch wenn es mich mal erwischt, dann richtig. Nun habe ich auch noch eine Mandelentzündung. Die Halsschmerzen hatte ich der Bronchitis zugeschrieben, da ist der Hals ja schon mal rau. Aber nun lässt es sich nicht mehr leugnen, die Mandeln sind geschwollen und so gereizt, dass ich nicht einmal Kaffee trinken mag, sondern mir freiwillig Salbeitee zum Frühstück gemacht habe … dabei Frühstück … davon ist noch gar nicht die Rede, muss erst einmal geeignetes austreiben. Die Weintrauben haben zuviel Säure und das Brot ist zu hart. Ich fürchte es wird auf Fruchteis hinauslaufen. Ein schweres Schicksal. Ansonsten werde ich mich mit Umckaloabo besorgen, mit Myrrhe gurgeln und hoffen, dass es ohne Antibiotika abklingt, die Mandeln sind nur geschwollen, kein weißer Belag drauf.

Wolkenbruch_loop

Auch mit reichlich Lesestoff und reichlich Wolle wird es allmählich lästig. Ich habe soviel zu tun und vieles sollte erledigt werden, solange wir das Auto noch zur Verfügung haben.

Lebenszeichen

Lebenszeichen

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Heute habe ich mich sogar ein wenig vor die Tür getraut. Ein kleiner Ausflug nach Möltenort war angesagt, nachdem es uns in Laboe am Hafen zu voll war.

Das Wetter ist so schön und wenn ich nicht so verdammt klapperig wäre, hätte ich gute Lust zu einem längeren Spaziergang gehabt. Doch so haben wir es bei einigen Schritten am Hafen und etwas in der Sonne sitzen gelassen. Nun noch einen Quarkwickel, denn duschen und dann zu Bette. Hoffentlich geht es morgen deutlich besser.

Bronchitis, Lesen und Handarbeiten

Bronchitis, Lesen und Handarbeiten

Anjabooks

Vor 14 Tagen bekam ich Post von meiner lieben Freundin Anja aus G. Vier Bücher, die alle sehr lecker klingen und gelesen werden wollen. Anja muss geahnt haben, dass ich demnächst krank werde. Jedenfalls kann bin ich gut ausgerüstet im Krankenbett gelandet, Lesestoff und Wolle sollten die Leidenszeit überbrücken helfen. Der Liebste hat sich schon um Quarkumschläge auf Brust und Hals gekümmert und mich mit Prospan versorgt. Das ist doch was. Auch wird er mich nachher noch mal ans Wasser karren, aber erst einmal werde ich ein wenig ruhen und lesen oder so.

Elderberry

Der morgendliche Blick auf den fast reifen Holunder weckte den Wunsch nach einem Dessert, welches ich vor einiger Zeit einmal erfunden habe. Hier das Rezept. Gibt es eigentlich immer zu Samhain bei uns.

Don’t fly drunk

1/2 Liter Holunderbeersaft, 1/4 l Apfelsaft 1 Zimtstange, 2 Nelkenköpfe, 150 g Zucker in einem Topf erhitzen. Agar Agar oder Gelatine für 1 l Flüssigkeit anrühren, quellen lassen. Die Zimtstange und die Nelken herausfischen und 1 Apfel und 1 Birne in kleine Stücke schneiden und in eine Glasschüssel geben. Zu dem Saft 1/4 l Sekt geben und die Gelatine oder das AgarAgar in das Saft Sekt Gemisch geben und sich auflösen lassen. Die Flüssigkeit soll nicht kochen nur gut heiß sein. Den Saft über das Obst gießen und kaltstellen. Dazu schmecken Créme Anglaise oder Zimtsahne

Sonntags in Trondheim von Anne B. Ragde

Sonntags in Trondheim von Anne B. Ragde

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Nun hat sich Anne B. Ragde doch durchgerungen einen vierten Band zu ihrer Neshov Saga geschrieben. Wollte sie ja eigentlich nicht. Gleich einmal vorweg, die ersten beiden Bücher dieser Serie, habe ich mit Begeisterung gelesen, den dritten Teil fand ich dann schon stellenweise sehr konstruiert und  war doch auf den vierten Teil sehr gespannt. Wenn man die Charaktere eines Buches besonders mochte, dann ist es wie mit Freunden und Bekannten, die irgendwie aus unserem Leben verschwanden. Man fragt sich immer mal, was sie denn so machen. Ich muss gestehen, ich hatte viel Freude daran, mir zu überlegen, wie es Torunn, Madrigo, Erlend und Krumme so geht. Vielleicht ging es Anne B. Ragde auch so und sie wollte lose Enden verknüpfen, ich weiß es nicht. Aber nun zu Sonntags in Trondheim.

Es war schon schön, die Familie Neshov wieder zu treffen, keine Frage, aber auch ein wenig ärgerlich. Zum einen hat das Buch ein ziemliches Ungleichgewicht. Der erste Teil befasst sich mit allen Mitgliedern der Familie und zeigt, was in den vier Jahren, nachdem sie auseinander gegangen sind, geschehen ist. Dann, im 2. Teil, geht es nur noch um Torunn und etwas um Madrigo, Opa wird zwar mal besucht und Erlend im Gespräch erwähnt, aber das war es auch. Es scheint ein wenig, als wenn Frau Ragde mit großem Elan angefangen hat, aber dann ist ihr die Luft ausgegangen oder der Verlag hat gekürzt, sollte das der Fall war, haben sie sich nicht wirklich Mühe gegeben. Also kurz gesagt, es war, als wenn mal alte Bekannte trifft und erst einmal erfreut ist, sie wieder zusehen, um dann festzustellen, dass man eigentlich mittlerweile recht gut ohne sie auskommt. Kurz gesagt: Einen 5. Teil muss es für mich nicht geben.

Sonntags in Tronheim von Anne B. Ragde, Übersetzerin aus dem Norwegischen Gabriele Haefs, Verlag BTB, ISBN: 978-3-442-75737-4, Preis 16,00 €

 

Sommernachtstraum, Miss Marple oder Harry Potter

Sommernachtstraum, Miss Marple oder Harry Potter

Filmgucken

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Beim Aufräumen bin ich auf so einige DVDs gestoßen, die ich schon ewig nicht mehr in Händen hatte und da ich nun krank und zum Ausruhen verdammt bin, wäre es ja eine gute Gelegenheit mal wieder einen Film zu gucken. Ein Sommernachtstraum ist verlockend, Miss Marple, die Serie mit Joan Hickson auch, Hogfather kommt nicht in Frage, das ist der ultimative Weihnachtsfilm. Also vielleicht doch Harry Potter? Nach Hogwarts geht es ja immer wieder gerne. Wiederum muss man beim Häkeln doch sehr auf die Finger gucken, also müsste ich auf Stricken umstellen, also doch lieber Hörbuch? Dieses Kränkeln ist doch recht stressig. Vielleicht ziehe ich mich auch warm an und gehe ein wenig raus. Frische Luft soll ja gesunde sein, heißt es. Außerdem könnte ich Weintrauben gebrauchen. Die kann man auch beim Film gucken essen, nur welchen Film … Ich dreh mich im Kreis.

Krank

Krank

Diestel

Wieso oft nach einer intensiven Zeit, liege ich darnieder. Bronchitis und generelle Erschöpfung. Also bin ich nur kurz hier. Gleich werde ich mich wieder langmachen und mich darüber freuen, dass ich genügend Lesestoff habe. Heute kam der 4. Teil von Anne B. Ragdes Neshov-Saga.

neshov4

Außerdem habe ich meinen Handarbeitskram und einfach nur liegen, und mich freuen dass ich Ruhe habe und gut versorgt bin, ist auch fein.

Erbstücke und Sperrmüll

Erbstücke und Sperrmüll

Erbstücke

… daraus besteht im wesentlichen meine Wohnungseinrichtung. Mein Schreibtisch ist der Esstisch meiner früheren Schwiegereltern und stammt aus dem Jahre 1923. Die Schlafzimmerschränke sind aus Wohnungsauflösungen und meine früheren Bücherregale hatte ein Bekannter rausgeschmissen und damals habe ich mich doch auch sehr darüber gefreut. Dass war allerdings, bevor mir klar wurde, wie sehr alles einstaubt, wenn man Ofenheizung hat und auch nicht die ordentlichste Hausfrau aller Zeiten ist. Genau genommen bin ich eine ziemliche Schlampe, aber da ich darin richtig gut bin, pflege ich dieses Image. Trotzdem habe ich mich gefreut, dass ich im schwägerlichen Wirrwarr diesen Bücherschrank fand. Man sah das Teil gar nicht, weil es mit allerlei Dingen umstellt und überlagert war. Als es zum Vorschein kam, wusste ich, das ist der richtige Aufenthaltsort für meine Bücher und ich habe gleich eine Erinnerung an D.  Nicht das ich die direkt bräuchte. Mein Schwager ist kein Mensch, den man leicht vergisst, aber es ist auch schön dieses Teil zu haben.

Die schwägerliche Wohnung ist nun geräumt. Innerhalb von zwei Tagen war alles entsorgt und verteilt. Nun warten wir auf die Rechnung. Es ist eine Erleichterung. Viktor und ich hätten Wochen gebraucht um alles leer zu bekommen. So ist es zwar teurer, aber auch besser. Und doch, es ist uns beiden schwer gefallen. Der Ort war immer eine Anlaufstelle für uns und nun ist da nichts mehr von D. Die Wohnung steht, wenn alles gut geht, bis Ende November leer.

Wir sind ziemlich erledigt. Der Teil des Nachlasses, der körperliche Arbeit erfordert, ist erledigt, nun geht es an den Behördenkram. Das Nachlassgericht hat sich schon von seiner schlechtesten Seite gezeigt und kommen mal wieder nicht in die Pötte. Dabei geht es doch nur darum alles korrekt abwickeln zu können, Geld bleibt da nicht übrig, aber einige Rechnungen müssen ja noch beglichen werden. Doch damit beschäftigen wir uns morgen, heute ist es nötig einzukaufen und Eis zu essen. Hooridoo.