Westensee

Wenn die Zeiten schwer sind und man sich beladen fühlt, dann soll man spazierengehen und Torte essen. In diesem Sinne haben wir uns heute an den Westensee und ins Café Zeit aufgemacht. Im letzteren gibt es die leckerste Marzipan-Kirsch-Nuss-Torte aller Zeiten. Aber erst sind wir ein wenig herumgelaufen. Nicht zuviel, denn ich habe in der rechten Ferse eine Sehnenscheidentzündung, oder etwas in der Art. Daher habe ich mich auch wieder ins Bette verfügt und schreibe von dort aus. Erst einmal musste ich allerdings die Fotoprogramme auf dem Laptop installieren und dann habe ich wild versucht einen alten Cardreader zum Laufen zu bringen. Klappte natürlich nicht. Nach zwanzig Minuten kam dann die Erkenntnis, ich brauche gar keinen externen Cardreader, der Laptop hat einen integriert. Nun ja, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.

Jetzt noch ein wenig schreiben und dann werde ich weiter an meinem Überwurf häkeln und dabei Hörbücheln.

Euch allen einen schönen Reststonntag und eine schöne Woche.

 

Gewohnheiten verändern geht weiter

Das Projekt Gewohnheiten verändern geht weiter. Morgens nicht mehr bereits am Bette mal bei Facebook gucken klappt gut. Überhaupt ist das bei Facebook rumhängen, das Nächste, das ich reduzieren will. Dabei muss ich berücksichtigen, dass ich viel und gerne dort bin um Candy Crush Saga zu spielen. Dabei kann man schön abschalten, hängt aber nach wie vor, vor dem Monitor. Da ich aber abseits vom Lesen, wo mit ich neben dem Schreiben und den Alltagsdingen, die meiste Zeit des Tages beschäftigt bin, etwas brauche, bei dem ich meine Gedanken treiben lassen kann und meine Finger beschäftigt habe, werde ich wieder mehr stricken. Die letzte Aufräumaktion hat es ja gezeigt, Wolle ist nun wahrlich reichlich vorhanden. Eine Neuanschaffung musste allerdings sein, ich habe mir einen Nadelwächter gekauft. Einen sehr schönen finde ich.

So geht es also langsam aber sicher weiter, mit dem verändern und es tut mir gut. Gerade befinde ich, respektive befinden wir uns, in einer Phase gewaltiger Veränderungen. Wir sind dabei zu akzeptieren, dass D. bald nicht mehr sein wird. Er steht nun auf der Warteliste für einen Hospizplatz und wird dort noch weiter vorrücken, sowie er ein Dringlichkeitsattest hat. Das ist sowohl für ihn, als auch für uns eine  enorme Erleichterung. Doch sowie er umgezogen ist, beginnt bereits die Auflösung seiner weltlichen Habe. Seine Wohnung muss geräumt und Vorkehrungen getroffen werden. Viktor trifft es gerade besonders hart. Er hängt sehr an seinem großen Bruder und es fällt ihm sehr schwer, ihn so zu sehen. Auch bei mir löst es so einige Gedanken aus. Woran liegt es, dass ich so oft dabei bin, Menschen in den Tod zu begleiten? Meine ersten Schwiegereltern, davor eine Schulfreundin, die sehr jung an Krebs starb, Viktors und Dieters Mutter … es häuft sich. Habe ich ein besonderes Talent für Trauerbegleitung und Händchenhalten während der letzten Stunden? Oder hat es einfach damit zu tun, dass ich mich nicht zurückziehe, sondern es als meine Aufgabe betrachte, gemäß des alten (laut Terry Pratchett) Hexengrundsatzes: Mach die Arbeit, die vor dir liegt?

 

Gesellig ungesellig

RosaRose

Zur Zeit bin ich viel im Außen unterwegs und unterhalte mich in 3-D mit Leuten. Gestern habe ich eine liebe Freundin und Kollegin auf eine Rhabarberschorle im Chagall getroffen. Hannah Steenbock heißt die Dame und es lohnt sich alle Mal auf ihrer Seite längs zu gucken. Am Montag heißt es denn wieder „Privet Kniga“, da findet das deutsch russiche Literaturtreffen statt, welches einige Zeit nicht so zu Stande kam, weil Valya und Sascha mit der Familie und wir mit dem kranken Schwager beschäftigt waren. Nun soll es aber werden. Dann werde ich demnächst meine neuen KollegInnen bei der Schreibwerkstatt kennenlernen, deren Leitung ich ab dem 07.07. übernehme. Montag muß ich auch zum Jobcenter und eine Wiedereingliederungsvereinbarung unterschreiben.

Es findet also viel im Außen statt und ich stelle fest, wie gut es mir tut, richtige Menschen zu treffen und nicht nur virtuelle Unterhaltungen auf gefällt mir, gefällt mir nicht Basis zu führen. Was mich wieder darauf bringt, dass ich Facebook mehr und mehr nervig finde und eigentlich eher aus Gewohnheit, denn aus Neigung dort herumhänge. Ich möchte nun nicht wieder einen Account einstampfen, um dann drei Wochen später fest zu stellen, dass ich es doch vermisse. Also werde ich versuchen  mich dort zurück zu halten und nur noch morgens und abends kurz reinzuhüpfen. Mal sehen ob ich nach 14 Tagen wieder voll dabei bin oder ob ich dann soweit bin mich ganz zu verabschieden.

Esperanza

Seit einigen Tagen liegt obiges Buch auf meinem Nachtisch. Esperanza von Jakob Wegelius. Das werde ich mir vornehmen, sowie ich Magnus Chase und der Hammer des Thors  von Rick Riordan durchhabe. Beide Bücher wurden übrigens von Gabriele Haefs ins Deutsche übersetzt.

Den Tatsachen ins Auge sehen

Den Tatsachen ins Auge

Zugegeben, es ist nicht immer leicht und oft genug möchte ich die Augen verschließen, aber was bringt das? Nichts! Also mit offenen Augen durch. Nicht immer schön. Im Augenblick ist es die Situation von Schwager Dieter, vor der wir die Augen nicht mehr verschließen können. Es geht dem Ende zu, zwar kann sich der Weg hinziehen, aber an Heilung glaubt mittlerweile niemand mehr. Habe ich allerdings von Anfang an nicht, dafür habe ich zu oft Krebspatienten begleitet. Doch irgendwie hofft man ja doch … Viktor meinte neulich mal wieder: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ (er neigt zu Platitüden, wenn er nicht weiter weiß) und ich dachte: Aber sie stirbt … und dann der Patient, Genau genommen also stirbt die Hoffnung zu vorletzt (ich neige dazu mich an Kleingkeiten aufzuhängen, wenn ich mich hilfos fühle).

Diese Hilflosigkeit ist es, die mir zur Zeit so zu schaffen macht. Wir sind uns einig, dass Dieter soviel Selbstständigkeit und Selbstbestimmung wie möglich behalten soll. Doch wo ist die Grenze? Ab wann sind wir gefragt, uns einzuklinken? Ich zum Beispiel denke, er sollte nicht mehr Autofahren, weiß aber, dass es für ihn ein letztes Stück Freiheit ist. Da frage ich mich: Kann ich mich darauf verlassen, dass er seine Grenzen erkennt? Oder die Sache mit der Nachlassregelung, es wäre wichtig, dass er sich da kümmert, aber diese Sachen, will er nicht angehen , weil er sich dann der Tatsache wirklich sterblich zu sein stellen muss. Patientenverfügung ist auch so ein Thema. Wäre wichtig, besonders jetzt. Es ist nervig und anstrengend, um Sachen, die eigentlich für jeden verantwortungsbewussten Menschen selbstverständlich sein sollten, zu ringen. Ich mag gar nicht dran denken, was auf uns zukommt, wenn solches nicht im Vorwege geregelt wird.

Die Brauns und Dr. Who

Dr. Who

Herr Braun und ich sind im Dr. Who Fieber. Ich schrieb ja schon, dass uns die Serie bis dato entgangen ist und dass ich mir in der Bib die erste Staffel besorgt habe. Wir haben die letzten beiden Abende geguckt und ich muss sagen, ich bin begeistert. Unbedingt empfehlenswert.

Heute abend ist erst einmal Pause. Montags ist American Gods Tag. Himmel, dafür, dass wir keinen Fernseher haben, hängen wir reichlich viel vor dem Monitor.

Ansonsten ist es hier, trotz einiger Außentermine, ruhiger geworden. Allerdings sind wir wieder einmal in Sorge um Schwager D. Dem geht es nicht wirklich besser. Mittwoch geht Viktor mit ihm zum Arzt.

Balkongespräche

Heavenladder_s

Als wir den Balkon bekamen, dachte ich: Oh toll, jetzt kannst du deinen Laptop nehmen und draußen arbeiten. Eigentlich ein toller Plan, was ich nicht bedacht hatte war, dass T. entweder Besuch hat oder aber am Telefon hängt und nicht gerade leise kommuniziert. Ihr Besuch übrigens auch. Schön ist, wenn solche Gespräche mit: „Aber du erzählst es doch keinem weiter?“ eingeleitet werden. Da bin ich dann versucht „Doch“ zu rufen. Arbeiten draußen kann ich jedenfalls knicken, außer ich setze meinen Micky Mäuse auf, dass ist so ein Gehörschutz für die Kettensäge. Versteht mich nicht falsch. Ich mag meine Nachbarin sehr und gönne ihr ihre Unterhaltungen und Telefonate von Herzen, nur würde ich mir auch einmal einen ungestörten Arbeitsnachmittag auf dem Balkon gönnen. Na, vielleicht wenn ich meine Terrasse habe, die ist zwei Stockwerk unter ihrem Balkon, vielleicht ist es da leiser.

Ansonsten habe ich viel Arbeit und wie ich feststelle, eine Menge Termine in den nächsten Tagen. Aber das ist in Ordnung. Nach einer relativ solitären Phase, muss es mal wieder nach Außen gehen.

 

Arbeitsbesprechung im Club68

Guiness

Gestern habe ich mich mit E. im legendären Kieler Club 68 getroffen, um die Schreibwerkstatt, und wie sie denn nun laufen soll, zu besprechen. Wir hatten da im Vorwege einige Probleme, einige davon technischer Art, die wir aber ausräumen konnten. Nun wird die Schreibwerkstatt also im July beginnen und ich habe noch etwas Vorbereitungszeit. Ich bin froh, dass es nun doch was wird. Mit unserer Besprechung waren wir relativ schnell durch. Nach Hause gekommen bin ich allerdings erst um 01:00 Uhr, woran nicht zu letzt das Guiness Schuld war. Ich trinke sehr selten Alkohol und bin auch nicht oft in der Kneipe, hatte aber seit Tagen einen enormen Appetit auf ein Guiness, was nicht zuletzt daran lag, dass ich während meiner Übersetzungsarbeiten am Jig, dauernd auf Leute stieß die sich am Guiness labten, außerdem brauchte ich ein Foto eines Glases dieses Labsals für das Titelbild. Gut, ich hätte keine vier Pints in mich tun müssen, aber da ich schon mal da war … E. hat übrigens gut mitgehalten, dann kam noch ein Bekannter dazu und plötzlich war es 01:00 Uhr. Die Zeit verfliegt, wenn man sich amüsiert. Bevor ich aber ganz versacken konnte, der Club hat bis 03:00 auf, habe ich meinen Mann angerufen und mich von ihm nach Hause bringen lassen.

Schnecke

Heute habe ich das erste Mal seit Jahren einen Kater und werde es entsprechend langsam angehen lassen. Werde also meinen Arbeitskrempel packen und mich ins Bette verfügen. Am Abend habe ich dann ein Date mit meinem Mann. Wir wollen Dr. Who gucken. Wir müssen Bildungslücken schließen. Haben fest gestellt, dass wir diese Serie übersehen haben. So geht das nicht.

 

Frust und Lust

Morgenseiten

Gestern habe ich mich sehr geärgert. Eigentlich sollte es ja heute mit der Schreibwerkstatt losgehen, aber das wurde verschoben. Ist an sich nicht schlimm, ärgerlich ist nur, dass mir niemand Bescheid gesagt hat. Der Informationsfluss war also eher suboptimal und wenn ich nicht nachgefragt hätte, wäre ich heute umsonst dort aufgeschlagen. Wie auch immer, heute abend soll sich alles klären. Das war aber nicht alles, gerade ist wieder einmal der Wurm drin. Es kommt zu Verzögerungen oder Projekte die Viktor und mir am Herzen liegen lösen sich in Luft auf. Also kurz gesagt, es ist nicht die beste aller Zeiten. Immer wenn gerade mal wieder alles schiefzulaufen scheint, muss ich meinen Kopf von Mist, negativen Gedanken und Selbstzweifeln befreien. Wobei „befreien“ der falsche Begriff ist, ganz frei ist man ja nie davon. Alles auf ein erträgliches Maß zurechtstutzen, trifft es da eher. Dabei hilft das Morgenseiten schreiben, was ich nun nach einigen Wochen Pause wieder aufgenommen habe. Einfach drei DIN  A 4 Seiten lang alles aufschreiben, was einem gerade so durch den Sinn geht. Erstaunlich wie schnell man wieder klarer sieht. Wichtig ist hierbei, dass man beim Schreiben, den Rechner, das Tablet, die Telefone und so weiter ausschaltet.

Frühstück

Nachdem ich sozusagen den Müll rausgebracht hatte, ging es frühstücken. Auch heute wieder auf des Liebsten Balkon und mit frischgebackenen Brötchen.

 

 

 

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Auf Start

Gestern war die Freude groß, dass ich die Übersetzung von „A Jig before dying“ fertig habe und es wurde auch gefeiert, mit Currywurst, selbstgebauten Pommes und zum Dessert Erdbeeren. Heute ist die Freude über den Abschluss immer noch groß, aber auch das Bewusstsein, dass zwei weitere Niall & Rose Sweeney Mysteries auf mich warten … mal ganz abgesehen von meinen eigenen Buchprojekten. Nach dem Buch ist eben vor dem Buch. Langweilig wird es jedenfalls nicht und ich will es ja auch gar nicht anders haben.

Heute morgen habe ich mal den Startbildschirm meines Computers fotografiert und festgestellt, dass er genau das richtige für eine Frau ist, die sich immer noch fragt, was aus der Eule geworden ist, die ihr den Brief aus Hogwarts vor 49 Jahren bringen sollte. Da ist eindeutig was schiefgelaufen.