Die Vielseitigkeit der Buchstütze

Bunte Welt

Normalerweise leiht mir ja Herr Braun seine Arme zum Wolle wickeln, da er aber voll ausgefüllt damit ist, seine Wohnung für Gäste zugänglich zu machen, musste Ersatz her. Die Stuhllehnen sind eher suboptimal, da ich dann stehen muss und das geht auf den Rücken. Also was tun? Da fiel mein Blick auf die Buchstütze und … also es funktioniert. Die Wolle ist aufgewickelt und die Maschen angeschlagen.

Heute war ein recht ruhiger Tag. Zum Arbeiten bin ich allerdings nur bedingt gekommen. Ich war dran mit Einkaufen, Betten überziehen und Kochen. All diese lästigen Arbeiten, die der Liebste schon erledigt, wenn er nicht gerade dabei ist, Ordnung zu schaffen. Ich bin übrigens sehr überrascht, wie leicht er sich nun doch von so einigem trennen kann, was er früher für unentbehrlich hielt. Das scheint mir ausbaufähig und vielleicht erlebe ich es ja doch noch, dass die Wohnung des Herrn, nun ja, bewohnbar wird.

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Es ist herrliches Wetter und ich habe mich so nach Sonne gesehnt, doch der Wechsel von Regen und Kälte zu Hitze schien doch für meinen Körper zu abrupt. Auf meiner Einkaufsrunde mit dem Hunde hatte ich Kreislaufprobleme. Da war ich wieder sehr dankbar, dass ich nicht in irgendeinen Supermarkt muss, sondern das ich im Widerhaken, unserer kuschligen Einkaufkooperative einkaufe.

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Bevor ich mich ins Getümmel stürzte, konnte ich mich ein wenig erholen. Ein Freund von uns sass schon in der Sitzecke und hat mich erst einmal mit Kaffee versorgt. Danach war ich in der Lage meine Einkäufe in Ruhe zu tätigen.

Mir fällt gerade auf, dass 2/3 oder mehr nichts mit der Überschrift zu tun haben. Das lasse ich einfach mal so stehen

 

Chilli chillt

Chilli_chillt

Um die Fähigkeit, immer und überall ein wenig zu chillen, beneide ich sowohl Katz als auch Hund. Irgendwie komme ich nicht in diesen Modus. Wir waren gerade mit dem Herrn Schwager in der Forstbaumschule zum Essen. Ein toller Ort in Kiel, liegt sehr nett im alten Botanischen Garten und das Essen dort, ist vielleicht nicht spitzenmäßig, aber durchaus lecker und preislich adäquat.

Magnolia Tulipan

Wie gesagt, es ist ein schöner Ort, wie dazu gemacht ein wenig auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Doch ich sitze da und mache mir Gedanken, ob ich auch alles erledigt habe, was so nötig ist, um ein neues Buch auf den Weg zu bringen. Eris von Lethe „Hans bringt Glück – Märchenhafte Stunde für die mutige Frau“ wird am 15.6. bei uns erscheinen und ging heute zum Drucker und das E-Book ging auf die entsprechenden Portale und kann vorbestellt werden.  Jedenfalls sollte es das in den nächsten 3 Tagen sein.

Nun versuche ich es denn doch noch mal mit Entspannung. Habe einen neuen Strang Wolle, der muss aufgewickelt werden.

Ofen, Margaret, Mick und so

Apfelblüte

Es ist wirklich nicht normal. Draußen blüht es, die ersten Erdbeeren sind da, meine innere Uhr steht auf Frühling und ich muss immer noch heizen, weil es einfach nicht mehr als zwei Tage am Stück warm ist. Heute wieder Regen. Das drückt mir doch auf die Laune … doch auch nicht zu sehr, denn heute gibt es Frühlingsessen. Neue Kartoffeln mit Schlick (saure Sahne mit Schnittlauch) und zum Nachtisch Erdbeeren. Der Herr Schwager kommt nachher und kriegt heute Leckeres als Wiedergutmachung. Wir haben ihn am Sonntag doch tatsächlich bei seiner Freundin vergessen. Dort sollten wir ihn eigentlich nach der Tagesschau abholen. Um 21:30 rief er an und verkündete, er würde dann bis Montag bleiben. Auch wenn es nicht wirklich schlimm war, so haben Herr Braun und ich doch ein wenig ein schlechtes Gewissen.

Urlaubslesebuch 2017

Heute in der Post war das Urlaubslesebuch – Geschichten für die Ferien, herausgegeben von Karoline Adler. Eine schöne Kurzgeschichten Sammlung, mit vielen bekannten und unbekannten Autor*innen. Besonders habe ich mich gefreut, dass Margaret Morton Kirk mit von der Partie ist. Eine sehr spannende Autorin, deren Kurzgeschichte „The Seal Singers“ mir so gefallen hat. Ich feue mich, dass sie nun auch auf Deutsch vorliegt. Übersetzt wurde sie von Gabriele Haefs. Das Lied der Seehunde, ist ihre erste deutsche Veröffentlichung, aber ich hoffe sehr, dass ihr im Herbst erscheinenden erster Krimi, Shadow Man, auch einen deutschen Verlag findet.

Ein weiterer Lieblingsautor von mir, ist ebenfalls vertreten. Mick Fitzgerald. Leider kann er sich nicht mehr darüber freuen, denn heute, genau vor einem Jahr also, ist er, übrigens völlig zu unrecht, verstorben. Menschen, die die Welt zu einem besseren Ort machen, sollten nicht so früh gehen.

Energieschübe und Frühjahrmüdigkeit

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Es geht mal wieder auf und ab, diesmal zum Glück mit etwas weniger dunkel darin. Was auch daran liegt, dass unsere finanzielle Situation sich ein wenig entspannt hat. Das hebt die Laune immer gleich, wenn man sich da nicht zu viele Sorgen machen muss.

Im Moment bin ich morgens relativ früh hoch und schaffe sogar einiges weg, bin dann aber am Nachmittag müde und muss mich erst einmal ein wenig hinlegen. Warum auch nicht? Schließlich mit ich eine Großmutter und die dürfen ein Nickerchen machen, wann immer ihnen danach ist. Meine beiden Großmütter haben jedenfalls im reichen Maßen von diesem Privileg Gebrauch gemacht, und machten einfach mal für ein Stündchen die Augen zu, auch wenn um sie herum das Chaos tobte. So werde ich es auch halten. Schließlich bin ich traditionsbewusst …  wenn es mir in den Kram passt.

Für heute ich aber Schluss, Herr Braun und ich werden nachher Pizza essen und American Gods gucken. Eben immer was zu tun.

Familientag in Hamburg

Familylife

Gestern also wieder Hamburg. Diesmal mit abenteuerlicher Anreise. Von Schlump zur Emilienstraße, Schienenersatzverkehr. Ging zwar trotzdem recht zügig, aber nervt doch. Aber es war schön. Selena und ich haben an unserer Geschichte geschrieben und uns abwechselnd vorgelesen. Melinda hat mich mit intimen Fragen zu meinem Privatleben versucht in Verlegenheit zu bringen, alle gemeinsam haben wir Vanilliepudding gekocht – richtig gekocht, nicht einfach Pulver in Milch gerührt –  und haben viel gelacht. Diesmal war nicht allzuviel Zeit für ein Gespräch mit Tochter, aber ein paar Minuten zum kuscheln und reden, konnten wir uns nehmen. Das es hier im Blog keine Bilder von meinen Enkelkindern gibt, hat einfach damit zu tun, dass ich es nicht gut finde, Kinderbilder ins Netz zu stellen. Aber die Nonnengänse mit ihrem Nachwuchs geben schon einen Eindruck von uns, finde ich.

Die Hinfahrt in die große Stadt war diesmal nicht so ruhig. Was ich am Bahnfahren sonst besonders genieße ist das aus dem Fenster gucken und die Gedanken treiben lassen. Das war diesmal nicht möglich. Kreuzfahrer, gerade startende und gerade heimkehrende, tauschten sich über das Leben an Bord aus. Man bekam ein wenig den Eindruck, dass im Grunde nur das Schiff, die angebotenen Galaabende und was im Preis inbegriffen ist, zählt. Merkwürdiges Völkchen. Sagen wir also, ich hatte die Gelegenheit anthropologische Studien zu betreiben. Volksstamm: Kreuzfahrer!

Gestern Abend war ich einfach zu müde, um noch einen Blogeintrag zu verfassen und heute morgen, haben wir gleich nach dem Frühstück einen Spaziergang gemacht. Es ist so schönes Wetter und das muss ausgenutzt werden. Ich hoffe so, dass es doch noch Sommer wird … aber nicht zu warm. Zu warm kann ich auch nicht.

 

 

Manchmal hat man Glück

Manchmal

… und nach einigen sehr schweren Monaten, hat sich nun auch bei mir ein Sonnenstrahl gezeigt. Vor einigen Jahren habe ich eine Schreibwerkstatt mit Migrantinnen gemacht, damals auf 1 € Basis. Die Sache hat mir damals viel Spaß bereitet und auch die Teilnehmerinnen, mit einigen stehe ich immer noch in Kontakt, hatten ihre Freude daran. Es ging da nicht um klassischen Deutschunterricht, sondern um kreatives Schreiben, darum die eigenen Gedanken schriftlich auf Deutsch auszudrücken und um spezifischer in der Sprache zu werden. Lange Rede, kurzer Sinn, vor einigen Tagen erhielt ich einen Anfrage, ob ich Lust hätte noch einmal so eine Sache zu machen und, besonders schön, diesmal nicht auf 1 € Basis, sondern für ein angemessenes Dozentengehalt. Das hat mir die Sache versüßt. Es ist auch von der Zeit her so, dass ich es neben meinen anderen Tätigkeiten gut verpackt kriege. 1 x die Woche für drei Stunden. Ach ich freue mich. Im Juni geht es los.

Sicher kann ich mich von den drei Stunden die Woche noch immer nicht selber finanzieren, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem auch, weil ich dringend eine Beschäftigung Abseits vom heimischen Schreibtisch brauche.

Morgen geht es wieder nach Hamburg, auch dort wird es eine Schreibwerkstatt geben. Enkelin Selena und ich wollen gemeinsam ein Buch schreiben.

 

 

Backfisch

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Heute wollte der Herr Schwager wieder nach Heikendorf. Diesmal nicht um Kuchen zu essen, sondern Backfisch sollte es sein. Gibt es dort sehr lecker auf der Rimo I. Mit meiner zumindest vegetarischen Ernährung hat es sich, seit wir in Sachen Familie unterwegs sind. Im Augenblick habe ich auch keine Kraft mich besonders zusammen zu reissen.

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Heute war es wahrlich schön. Die Sonne schien und wir haben noch lange auf einer Bank gesessen und die Wasserelfen tanzen sehen.

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Für mich und meine arg angeschlagene Psyche sind diese Ausflüge gerade Balsam. Eine halbe Stunde aufs Wasser gucken und sich die Sonne auf den Balg scheinen lassen, rückt alles wieder ins rechte Licht.

Nicht die Hellste

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Heute war ich wahrlich nicht die Hellste. Ich hatte den Eindruck mich in Slow Motion zu bewegen. Aber ich habe mein Tagessoll erfüllt und nun kommt gleich der Herr Schwager zum Abendessen. Es gibt Waffeln mit Kirschen. Mit Fett und Zucker kann man ihn immer locken. Mich auch.

Familienausflug nach Heikendorf

Heute ging es zum Schwager bespaßen nach Heikendorf ins Galeriecafé Roehrskroog. Eines der wenigen Cafés bei dem Ambiente und Qualität der Kuchen übereinstimmen. Einfach schön! Es liegt direkt am Hafen und wenn das Wetter mitspielt kann man draußen sitzen. Ging heute nicht, weil sich die Sache mit dem Frühling schon wieder erledigt hatte. Aber für eine kurze Runde am Hafen lang hat es gereicht.

Der Herr Schwager ist besser zu Fuß und der Ausflug hat ihm gut getan. Alledings wollte er erst gar nicht los und grantelte herum. Aber wir sind energisch geblieben und als er erst einmal im Auto sass, war alles in Ordnung. Für Viktor und mich war es auch schön vor die Tür zu kommen. Kommen wir zwar wegen der Hundine täglich, aber eben meistens hier in unserem Kiez. Samstag bin ich auch wieder auf Tour. Meine Enkelinnen verlangen erneut nach Oma Karin und da muss ich natürlich folgen.