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Monat: Mai 2017

Der neue Begleiter

Der neue Begleiter

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… ist da und ich freu mich so, dass ich die Bestellung nicht storniert habe. Den wünsche ich mir schon so lange. Und diesmal hatte ich eine Rechtfertigung, um so viel Geld auszugeben. Einmal startet bald die Schreibwerkstatt und zum anderen habe ich meinen kleinen Jack Wolfskin Rucksack an Hideo verschenkt. Der wohnt also zukünftig in Japan. Gleich werden mein neuer Freund und ich in die Stadt gehen und einkaufen, bevor es zu warm für alles wird. Sicherheitshalber werde ich den Fächer mitnehmen.

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Gestern war es noch einmal sehr hektisch, aber auch schön. Hideo und die Kinder haben die letzte Nacht bei uns verbracht und am Nachmittag sind noch einmal alle Kieler Freunde plus Schwager Dieter hier aufgelaufen, um sich zu verabschieden. Dann heute morgen um 06:15 hoch, alles verstauen, frühstücken und Auf Wiedersehen sagen. Suka und ich sind danach eine Runde gegangen, während Viktor die Leutchen zum Flughafen nach Hamburg bringt. Es war ein schöner Besuch, auch wenn es teils sehr voll und hektisch wurde. Mir wurde in jedem Fall sehr bewusst, was für ein beschauliches Leben wir normalerweise führen. Was die Drei innerhalb dieser Woche alles unternommen, gemacht und gesehen haben … dafür hätte ich ein halbes Jahr gebraucht.

Gleich werde ich mal in die Stadt zum Einkaufen aufmachen und danach gehe ich nochmal zu Bett. Heute ist noch frei und morgen geht es weiter, mit Jig und Tore … Ich muss gestehen ich vermisse Niall und Rose Sweeney und mein Torepersonal, Isa, Hetty, Yola und so weiter … doch heute bin ich zu erschöpft und muss mich ausruhen.

Kaffeepause

Kaffeepause

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… ist einfach wichtig. Es gibt nichts Schöneres, wenn es nicht weiter geht, als sich in die Küche zu schleichen und eine Kanne Kaffee aufzusetzen. Der Duft allein schon belebt Geist und der erste Schluck bringt die kleinen grauen Zellen wieder auf Vordermann.

Heute war ich fleißig, denn Morgen ist wieder ein freier Tag. Der japanische Besuch kommt zurück von der Deutschlandtournee und wird hier schlafen, um dann am Mittwoch Morgen zum Flughafen zu fahren und heim nach Kyoto zu fliegen. Herr Braun wird sie bis zum Hamburger Flughafen begleiten und ich werde die Vorräte aufstocken und vielleicht noch einen kleinen Ausflug machen. Mir ist nach Wasser.

Danach wird das Leben wieder ruhiger im Bruchbudenparadies. Allerdings ist ein Haufen Arbeit zu erledigen. Ich muss sehen, dass ich das ich den Jig fertig kriege und die Schreibwerkstatt vorbereite, danach dann Endphase Tore und dann geht es mit dem 2. Teil von Danny Carnahans „Rose & Niall Sweeneys Mysteries“ weiter. Fortune turns the wheel, ist der Titel.

Langweilig wird es jedenfalls nicht.

 

 

Nostalgie und Eiscreme

Nostalgie und Eiscreme

Kaffe & Konfitueren

Immer wenn ich an diesem Laden vorbeikomme, werde ich an den Tante Emma Laden in dem Dorf erinnert, in dem ich aufgewachsen bin. Den gibt es schon lange nicht mehr, bestimmt genauso lange, wie in dem auf dem Foto kein Kaffee und keine Konfitüren verkauft werden. Und doch löst es jedes Mal ein warmes Gefühl in mir auf, wenn ich dort vorbeigehe und zurückdenke, an die Zeit, in der man Milch noch mit der Miclhkanne holte und wie wir uns vom Schulhof stahlen, um bei Rohwers Süßigkeiten zu kaufen und später Zigaretten, die wir heimlich auf dem Dachboden der Schule rauchten und uns wahnsinnig cool vorkamen. Scheint ich habe das Alter erreicht, in dem ich mich an die gute alte Zeit erinnere. Dabei ist so ein Laden gar nicht so weit von meinem heutigen Alltag weg. Denn unsere Einkaufskooperative ist nicht viel größer, wie dieser Laden. Vielleicht ist es auch die Gewohnheit aus Kindertagen, die es mir so leicht gemacht hat, mich wieder an ein beschränktes Angebot und mehr Planung zu gewöhnen. Es war halt nicht immer alles da, und dass ist es im Widerhaken auch nicht, aber man kann alles dort bestellen und bekommt es dann ein zwei Tage später. Erfordert halt nur mehr Planung.

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Heute morgen gab es Eiscreme beim Lieblingseisdealer zum Frühstück. Lecker wie immer. Hat auch gut Kraft gegeben, immerhin habe ich sieben Seiten vom Jig übersetzt und werde nun Feierabend machen. Schönen Rest Sonntag euch.

Was liegt dahinter?

Was liegt dahinter?

Tor

Solche Türen, wie auf dem Foto, gibt es einige auf meinen täglichen Runden durch die Stadt. Durch viele bin ich schon gegangen oder sie standen offen, ich weiß also was hinter ihnen liegt und doch, wenn ich sie geschlossen vorfinde, beginnt meine Fantasie sofort zu arbeiten, sofort ist die Frage da: Was liegt dahinter? Denn schließlich weiß man es bei so magischen Türen nie so ganz genau. Das letzte Mal, als die Tür offen war, war es vielleicht ein Hinterhof mit überquellenden Mülltonnen und kreuz und quer geparkten Fahrrädern, wenn sie sich nun, in dem Moment, in dem ich vorgehe öffnen würde, könnte sie der Zugang zu einem Wald sein oder zu einer anderen Welt. Wer weiß das schon? Alles ist möglich.

 

Wäre es mir das wert?

Wäre es mir das wert?

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Wir haben ja zur Zeit Besuch aus Japan und natürlich kommt die Unterhaltung auch einmal darauf, welche Unterschiede es hier und dort gibt, aber eben auch, wie unterschiedlich veranlagt wir sind. H. arbeitet im Schnitt 6 Tage die Woche, die Hälfte in 24 Stunden Schichten, die andere Hälfte bei einem Freund, der eine Bäckerei für Chiffoncakes hat. Dort reißt er pro Tag so 11 Stunden ab und oft geht es am Wochenende noch auf Festivals. Natürlich macht er das nicht, weil er soviel Spaß daran hat dauernd zu schuften, sondern weil er einen gewissen Lebensstandard hat und den halten will. Auch ich arbeite viel und oft genug täglich, aber niemals diese Stundenzahl und werde selten oder gar nicht bezahlt. Vorteil: Ich kann mich jederzeit mal ein wenig ausklinken und manchmal einige Tage frei machen. H. berichtet, dass es in Japan schwer wäre, länger als eine Woche am Stück frei zu bekommen.

Heute bin ich mit H. und den Kindern zum Einkaufen gewesen. Geschenke für die Daheimgebliebenen und für die Kinder. Ich will mal nicht ins Detail gehen, aber ein Monatsgehalt war da in 1 1/2 Stunden schnell weg. Ich muss gestehen, ich war ein wenig neidisch, weil das alles mit einer Leichtigkeit geschah, die ich nicht kenne, besonders wenn es sich um höhere Beträge handelt, selbst wenn unsere Lage mal nicht so angespannt ist, wie sie es ja nun mal meistens ist. Mir ist natürlich klar, dass H. einen hohen Preis dafür zahlt, sich diese lange Flugreise mit zwei Kindern zu leisten und all die feinen Sachen für seine Lieben kaufen zu können. Also habe ich mir meinen Neid mal genauer angesehen und habe mich gefragt: „Wäre ich bereit diesen Preis zu zahlen?“ Nein, natürlich nicht, sonst wäre ich nie in die Freiberuflichkeit gegangen, sondern hätte meinen Job beim Verlag behalten. Auch waren es nicht einmal die feinen Sachen, die bei mir dieses „muss dass schön sein Gefühl“ auslösten, es war die Leichtigkeit und der Spaß am Geldausgeben, daran seinen Lieben, Dinge die sie sich wünschen ermöglichen zu können. Also habe ich beschlossen mehr Leichtigkeit in finanzieller Hinsicht zu entwickeln und als Exposition habe ich mir einen Rucksack bestellt, den ich mir schon sehr lange wünsche. Seit einer Stunde verbiete ich mir nun, die Bestellung zu stornieren und mich einfach einmal auf das Teil zu freuen. Gar nicht so einfach.

13 Jahre Bruchbudenparadies

13 Jahre Bruchbudenparadies

Cockpit

Heute vor 13 Jahren bin ich ins Bruchbudenparadies gezogen und damit veränderte sich mein Leben von grundauf. Zum einen bin ich in eine Wohnung gezogen, die so gut wie keinen Komfort hat. Souterrain, Ofenheizung, 38 qm und nur ein klitzekleines Bad. Mit dem Bad war es das Luxusappartment, die anderen Wohnung hatten keines. So allmählich ändert sich das und nun haben wir so gar Balkons, was wir gestern mit einer Blumenkasten-Pflanzaktion feierten. Der Besitzer hatte eingeladen und Blumen, Kräuter, Erde und Kästen besorgt. Natürlich  wurde auch gegrillt. In diesem Haus gibt es keine Feier, ohne das ein Feuer gemacht wird.

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Wenn ich sage mein Leben hat sich hier von Grund auf geändert, dann ist mir erst in der Erinnerung klar, wie sehr. In meiner Wohnung wohnte der jetzige Hausbesitzer mit einer Freundin von mir. Ich steckte damals noch in einer Beziehung, die sich bereits erledigt und in eine WG verwandelt hatte und wollte etwas Eigenes haben. Als Achim und Beate auszogen, habe ich zugegriffen und diese Wohnung genommen. Der mangelnde Komfort war mir egal. Sie liegt mitten in der Stadt, die Miete war und ist niedrig und ich hatte Raum für mich. Damals, als ich hier einzog, hatte ich zu Beate gesagt: „Ich werde nun eine grantige alte Hexe, die für sich alleine lebt, denn einen Typen, der es mit mir aushält gibt es nicht. Das müsste jemand sein, der nicht meint, dauernd mit mir in Konkurrenz treten zu müssen, der sich für Kunst, alternatives Leben, Politik und Bücher interessiert, viel Humor, vorzugsweise schwarzen, hat und so einen gibt es nicht.“ Gab es aber doch, der passende Herr residierte in der Wohnung über mir.  Mit Viktor, aber auch mit dem Leben und den Leuten hier im Haus, begann die glücklichste Phase meines Lebens.

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Viele meiner Bekannten haben damals die Hände über dem Kopf darüber zusammengeschlagen, dass ich in diese Wohnung ziehen wollte. Aber, obwohl ich nicht erklären konnte warum, wusste ich, dass es richtig war. Alles in mir hat ja gesagt. Es war genau das Gefühl, welches mich vier Jahre zuvor dazu gebracht hatte nach Kiel zu ziehen. Eigentlich wollte ich hier nur jemanden besuchen, doch als wir in die Stadt einfuhren, war auf einmal eine Stimme in mir, die sagte: „Hier kannst du glücklich werden!“ Dann regelte sich alles wie von selbst. Bei der Bekannten die ich besuchte, war eine Frau, der ich von dem Gefühl erzählte und die wusste von einer freien Wohnung, acht Wochen später bin ich umgezogen.

Es hat immer einmal Phasen gegeben, in denen ich gerne ausgezogen wäre. Vor allem, weil mein Verhältnis zum Hausbesitzer nicht immer das entspannteste ist. Aber die Vorteile überwiegen halt. Dafür bin ich bereit einiges an Unbequemlichkeit in Kauf zu nehmen.

Geburtstagsputzen

Geburtstagsputzen

Geburtstageis17

Gerade sind wir zurück vom Geburtstags-Eisessen mit Schwager Dieter. Der mir so gar nicht gefällt. Er fährt zwar wieder selbst Auto, ist aber ansonsten arg klapperig. Für das Geburtstagskind war der Eisdielen-Besuch eine angenehme Unterbrechung vom Putzen. Heute morgen überraschte er mich mit der Aussage, dass er zukünftig nicht nur alle 5 Jahre, wenn Besuch kommt, saubermachen will. Das ich das noch erleben darf. Allerdings bin ich auch nur marginal besser. Einer der Vorteile des Internets: auf dem Weg zu Rechner sieht man zwar den Dreck, dann ein Klick und man verliert sich im World Wide Net. Gut das man zwischendrin mal zum Klo muss und einem wieder klar wird, wie schlimm es ist und dann doch mal zum Besen greift.

Keep calm Anarchist

Eines der Geburtstagsgeschenke war dieser Sticker, den der Herr nun voller Stolz trägt. Ich denke heute werden wir nicht mehr viel unternehmen. Morgen ist denn volles Programm. Meine Bude putzen, Nudelsalat machen, Kuchen backen und so weiter. Dann fährt Viktor zum Hamburger Flughafen und holt Hideo und die Kinder ab und ich gebe mich den gesellschaftlichen Verpflichtungen hin. Die Balkons sind fertig und der Vermieter lädt zum Balkonkästen bepflanzen und Grillen ein. Was, wie ich finde, eine sehr schöne Idee ist.

 

 

Und es ist Sommer …

Und es ist Sommer …

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… und ich sitze am Schreibtisch. Aber aus gutem Grund. Ich bin am Vorarbeiten. Morgen hat der Liebste Geburtstag, da werde ich nur einen halben Tag etwas tun und Mittwoch kommt Besuch, da muss ich vorher noch mal den Besen schwingen und etwas Leckeres zur Atzung vorbereiten. Das bedeutet Mittwoch und Donnerstag mache ich frei, denn ich möchte schließlich auch etwas von dem Besuch haben.

Alles so hell da vorn

Dass ich eine Heldin der Arbeit bin, dürfte euch ja nun mittlerweile bekannt sein. Heute habe ich diesen Titel doppelt verdient, denn ich bin erst gegen 03:30 zum Schlafen gekommen. Ich musste „Alles so hell da vorn“ von Monika Geier zu Ende lesen. Nützte alles nichts, ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Genaueres über mein Leseerlebnis findet sich hier: http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/alles-so-hell-da-vorn-von-monika-geier/

 

Frisch ans Werk

Frisch ans Werk

Tulpenpracht

Heute morgen habe ich mich sofort ans Übersetzen gemacht und es flutschte nur so. Gestern kam ich erst nachmittags dazu, den Kopf bereits voll mit Dingen und tausend Kleinigkeiten, die auch noch erledigt werden mussten, und es lief sehr zähflüssig. Also ist es wohl besser, die Arbeitszeit für Übersetzungen auf den frühen Morgen zu verlegen.  Überhaupt sollte ich früher aufstehen. Habe heute mal überschlagen, dass ich mindestens 130 Jahre alt werden muss, wenn ich alle meine Projekte noch in diesem Leben umsetzen will und weiter so in Slow-Motion arbeite wie bisher. Dabei muss ich natürlich auch noch halbwegs frisch in der Birne bleiben. Also vielleicht doch lieber ein wenig früher aufstehen?

Es ist ja auch ein schönes Gefühl, wenn man bereits am frühen Nachmittag so einiges geschafft hat. Stimmt fröhlich. Bevor ich mich nun an „Tore“ mache, werde ich mal dem Liebsten mit der Wäsche helfen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

Feierabend

Feierabend

Buntsocken_v1

So, nun wird gestrickt. Habe fertig für heute. Immerhin noch fünfeinhalb Seiten vom Jig übersetzt, eine Rezension geschrieben und einen Zitronenkuchen gebacken. Also kann ic mir meinen neuen Buntsocken widmen und dabei irgendwas gucken.

Zwischendrin kam ein Anruf aus Japan. Hideo wollte noch das eine oder andere klären, bevor er Mittwoch mit seinen Enkelkindern hier landet. Viktor und ich freuen uns so. Leider ist es nur für eine Woche, aber das ist immerhin besser als gar nichts.

So, nun aber wirklich Feierabend, Spaß und leckeres Essen.