Neuer Schnee

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Heute versuchen wir es mal wieder mit diesem weißen Zoig. Laufen war auch nicht drin, denn zur Abwechselung habe ich mal Nierenschmerzen und muss dauernd pinkeln. Es nervt. Irgendeine höhere Macht ist dagegen, dass ich fit werde. Immer wenn ich beginnen Sport zu machen, werde ich krank. Also nicht richtig krank, aber Sport macht so keinen Spaß. Ansonsten ist alles wie immer. Der Herd sollte nun auch gehen, wir müssen nur noch warten, ob der Anschluss wirklich dicht ist. Ist das der Fall sind wir fast zurück zu normal.

Frühsport II

hörnbrücke

Auch heute hat es mich bei wundervollem Wetter früh aus dem Bett getrieben. Allerdings fand die heutige Tour ohne Stöcke, dafür mit Fotoapparat, Mann und Hund statt. Ach war das schön. Kalt, aber nicht feucht, wundervolles Licht und auf der Hörn vereinzelt Eis.

Hörncampus

Es tut gut in Bewegung zu sein. Ich verbringe ja viel Zeit am Schreibtisch und so ist es leicht zu, dass ich etwas steif werde. Meine alten Gelenke sind nicht mehr so geschmeidig wie früher und so wie ich meine Terrasse habe und die Temperaturen vernünftiger sind, werde ich auch wieder Yoga machen. Hier drinnen macht es nicht so richtig Spaß, da es doch sehr beengt hier ist.

Gleich werde ich, wie es älteren Damen geziemt, eine Mittagsstunde machen. Es hilft ja nichts, der Schlaf muss nachgeholt werden.

Frühsport

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Wie heißt es doch so schön: Wer früh aufsteht, kann früher fröhlich sein. Heute morgen hat es mich gepackt. Schon lange möchte ich wieder mehr Sport machen.

Nordic Walking

Also habe ich meine Nordic Walking Sticks angesehen und gedacht: These Sticks are made for walking, so lets walk. Ach war das schön. Ich bin um die Hörn herum und war überrascht, wie schnell ich wieder drinnen war, ein recht gutes Tempo hatte und wie gut es mir gefallen hat. Wieder zu Hause, war ich derartig fröhlich, dass mein verschlafener Mann beschlossen hat, das nächste Mal mitzukommen. Das ist fein, denn seine Hosen sitzen schon recht stramm mittlerweile. Aber ich sollte nicht lästern, meine sitzen nur aus einem Grund nicht stramm, weil sie allesamt Gummizug haben und bei den meisten ist der ausgeleiert. Der Winter war nahrungstechnisch recht gehaltvoll.

 

 

 

Beinahe hätte es heute bumm gemacht

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Beinahe wäre es heute Richtung Himmel gegangen. Wir haben ja einen neuen Herd käuflich erworben und heute sollte das Gaskochfeld angeschlossen werden. Bei Medimax wurde uns versichert, dass die Leutchen befähigt seien Gasinstallationen vorzunehmen. Anscheinend sind sie es nicht. Sie friemelten da etwas zusammen und waren schon fast aus der Tür, als Viktor bemerkte, dass es nach Gas roch. Leicht verschämt, stellten die Herren fest, dass es wohl doch nicht so geklappt hat. Wir haben sie verabschiedet, nach dem sie uns das Geld für die Installation versprachen wieder gut zu schreiben und nun kommt Donnerstag ein richtiger Installateur und baut den Anschluss auch gleich auf die neuste Variante um. Bis dahin, werden wir also ohne Herd sein. Aber egal, besser als in die Luft fliegen. Ich bin so etwas von sauer, wie kann es angehen, dass diese Halunken im Medimax behaupten ihre Leute sind berechtigt und befähigt zur Gasinstallation, wenn dies augenscheinlich nicht der Fall ist? Meine Güte, während der eine fummelte, hat der andere ihm die Gebrauchsanleitung vorgelesen. Viktor hat die Sache nun an die Verbraucherzentrale weitergegeben und wir gehen jetzt was Essen.

Heute war ohnehin ein anstrengender Tag. Meine Kamera sollte aus der Reparatur kommen, Viktor holt sie ab, probiert sie aus, wieder Objektivfehler. Leider lief sie im Geschäft wieder. Nun wollen sie dort zwei Tage mal drinnen und draußen testen, ob es nun geht. Mittlerweile ist das Teil mehr in der Reparatur, als das ich damit fotografiere. Ich geh jetzt essen und Guiness trinken und dann zu Bett.

Sonntag

Tulipan

… und das Wochenende ist auch schon wieder um. War schön. Samstag haben wir vor uns hingepuzzelt und heute kam eine Freundin zu Besuch. Eigentlich wollten wir ihr einen Blog einrichten, kamen aber nicht so recht weiter, doch es kam auch so keine Langeweile auf. Bücher, Filme, Politik und was noch alles wurde besprochen und die Zeit verging wie im Flug.

Nun werde ich mich langsam bettfein machen. Noch ein wenig mit Wolle werkeln und Hörbuch hören, dann ein paar Seiten lesen und schlafen. Hoffentlich so tief und fest, wie gestern Nacht. Vorgestern erwachte ich aus einem Traum. Ich wurde hingerichtet. Der Scharfrichter hob das Beil und im nächsten Moment sah ich irgendwie von oben auf meinen Körper und sah, dass er mir den Kopf nicht abgeschlagen, sondern aufgeschlagen hat. Ich konnte mein Gehirn sehen und Blut und dachte: ‚Was für ein Stümper, kann nicht einmal richtig köpfen.‘ Komischerweise hatte ich nicht richtig Angst und obwohl mir klar war, dass ich so nicht weiterleben kann, fragte ich mich diesmal nicht, wenn ich an Tod, finale Bäder in der Ostsee, tödliche Erkrankungen denke: Was wird aus Jenni und Viktor? Diesmal war ich zuversichtlich, dass ich weiter da sein werde. Nur eine Hülle war weg. Komischerweise fühlte ich mich wunderbar befreit. Als ich aufwachte, konnte ich allerdings lange nicht wieder einschlafen, weil mich der Traum so beschäftigte.

Doch nun Handarbeit und Literatür

Die Sache mit dem Armsein

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Dass wir nicht viel Geld haben, dürften ja mittlerweile alle die hier mitlesen mitbekommen haben. In der Regel macht es mir auch nichts aus arm zu sein. Wir haben Prioritäten gesetzt und in der Regel kommen wir über den Monat und wenn es gut läuft, verdrängt man gerne, dass wir so gut wie keine Rücklagen haben, oft genug auf Kulturveranstaltungen verzichten müssen und so einige Male am Verzweifeln waren, wenn etwas kaputt ging, was dringend gebraucht wird.

Besonders bewusst geworden ist mir dies in letzter Zeit. Viktor hat ein wenig Geld von seinem Bruder geerbt. Nicht viel, aber doch soviel, dass wir einiges im Haushalt ersetzen konnten. Unser alter Herd, der schon lange ein wenig muckte, und wir immer Angst hatten, dass er den Geist aufgibt, die Lattenrosten, die schon so oft geflickt waren, dass es wirklich nicht mehr ging, mein Rechner war auch dabei sich zu verabschieden und was Kleidung betrifft, sagen wir mal so, eine vernünftige Regenjacke habe ich schon lange nicht mehr und finde auch Second Hand kaum etwas in meiner Größe (die geht schon eher in Richtung Nordlandzelt). Wir haben also die letzte Zeit ein wenig Geld ausgegeben und uns gefreut, dass wir vorbeugen konnten. Mit dem was wir jetzt angeschafft haben, werden wir über die nächsten Jahre kommen. Mir ist erst jetzt, wo es möglich war für Ersatz zu sorgen, ohne dass sich die Frage stellt, wovon wir die nächsten Wochen leben wollen, aufgefallen, wie sehr mir die angespannte finanzielle Lage doch oft an den Nerven zerrt.

Es geht gar nicht darum zu klagen. Wir sind zwar finanziell immer knapp, aber wir leben nicht schlecht und oft hat es sich auch in Notsituationen irgendwie geregelt. Doch es ist nicht schön, so gar keine Sicherheit zu haben und immer darauf angewiesen zu sein, dass jemand hilft.

Übrigens standen wir gestern voller Glück vor dem neuen Herd und waren schier überwältigt, dass wir uns so ein Teil gekauft haben (ohne noch 2 Jahre Raten abzustottern), dann wurde es klar, dass es für uns beide, mit unseren über 60 Jahren, der erste neue Herd war. Vorher haben wir immer gebrauchte Teile gehabt. Überhaupt haben wir kaum neue Möbel, was ja auch in Ordnung ist, mir gefällt das. Aber komisch ist es schon. Vor allem wenn ich bedenke, dass mein Schwager (nicht der tote) erzählte, sie hätten ihren drei Jahre alten Herd aussortiert und durch einen neuen ersetzt, weil man ja einfach technisch auf dem neusten Stand sein muss.

Mir ist natürlich sehr bewusst, dass diese Phase der finanziellen Erleichterung nicht anhalten wird. Soviel ist es wie gesagt auch nicht. Doch ich habe keine Lust an die Zeit zu denken, wenn es wieder knapp ist. Das ist mein neues Projekt, mich im hier und jetzt freuen und nicht sorgenvoll an die Zukunft zu denken … und selbst, wenn es wieder enger wird. Wir haben neue Lattenrosten und einen neuen Herd und ein paar Euro auf der Seite, falls Suka krank wird und wir zum Tierarzt müssen.

Projektverwaltung

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Ich bin ja nicht sehr ordentlich, nur in einer Sache. Jedes Projekt braucht sein eigenes Notizheft und einen eigenen Stift. Das muss sein, auch wenn die Zeiten hart sind. Wenn sie es einmal nicht sind, wird sich mit Moleskine Heften eingedeckt. So frugal wie ich sonst lebe, so luxuriös habe ich es gerne beim Schreiben.

Das rote ist übrigens zur Zeit eher eine Ideensammlung, als denn ein richtiges Projekt, während das schwarze für Tore ist. Die Schreiber gibt es neu von Faber Castell und sind so drollig verdreht. Schreiben sich toll.

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Heute kam denn auch der neue Herd. Ein Prachtstück, leider erst einmal partiell nutzbar, weil uns ein Schlauch fehlt. Wird Montag angeschlossen. Der Backofen ist elektrisch, also gibt es morgen und übermorgen Überbackenes. Montag wird dann gekauft.

Jetzt aber Feierabend …

Viel los

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… war diese Woche. Das kann man nicht anders sagen. Heute sind dann auch die Bücher, endlich mit dem korrekten Autorinnamen gekommen und mussten zum Teil verschickt werden. Dann kam der Techniker von der Telekom und sagt, er kann nichts machen, der Fehler liegt bei TNG, die morgen mit Sicherheit sagen werden, nee, legt bei Telekom. Komischerweise sehe ich das im Moment sehr gelassen, was auch daran liegt, dass es zur Zeit recht stabil läuft.

Immer öfter frage ich mich, kommt das Alter gerade oder ist es schon da? Heute habe ich mir einen Hackenporsche gekauft. Ich kann die schweren Einkaufsrucksäcke einfach nicht mehr tragen. Wann ich wohl den ersten Rollator brauche?

Sonst gibt es wenig neues. Ein merkwürdig zerrissener Tag. Gleich nach dem Abendessen müssen wir noch die Küche putzen, denn morgen kommt der neue Herd. Darauf freue ich mich schon sehr.

Für mehr Infos zum Buch, einfach auf das Bild klicken.

 

Einkaufen a la Braun

amarenabecher

Eigentlich wollten wir nur ein Eis essen und nach einer neuen Waschmaschine gucken. Das war auch schon alles. Haben wir auch, also Eis gegessen und nach Waschmaschine geguckt. Gekauft allerdings haben wir einen Herd und zwar genau so einen, wie wir wollten. Gaskochfeld mit vier Flammen und Elektroofen mit Grill, Umluft und was noch alles. Dazu noch um 300,00 € runtergesetzt, weil Ausstellungsstück. Freitag wird er geliefert und angeschlossen.

Ach ich freu mich, unser jetziger Herd ist schon recht betagt. Den haben wir schon gebraucht bekommen.

Es ist gar nicht so einfach einen Gasherd zu finden und nun habe ich das was ich immer wollte. Gas zum Kochen und einen Elektrobackofen. Juchuu! Wie schön einmal endlich die Altertümchen und „Geht-garantiert-bald-kaputt“ Sachen ersetzen zu können, ohne sich groß einen Kopf zu machen, wie wir nun über die nächsten Monate kommen sollen.

Zu viel Spannung

… sagt der Techniker. Schweigt sich aber aus, woran das liegt. Jedenfalls geht es erst einmal wieder, allerdings möchte ich mir nicht vorschnell Hoffnungen machen.

Stonehorse

Nun warten und hoffen wir, dass der Fehler bald endgültig behoben ist. Zuviel Spannung auch sonst, meine Geschichte kommt zwar in Gang, aber immer so schubsweise. Mal plätschert sie vor sich hin, mal sprudelt und passiert alles gleichzeitig. Manchmal denke ich, ich kriege das verdammte Ding nie fertig. Aber da mein Mann, vorher er seine Zuversicht nimmt, weiß ich nicht, mich heute morgen informiert hat, dass ich es schaffen werde, bemühe ich mich ihm einfach mal zu glauben. Vielleicht sollte ich einfach so tun, als wäre ich jemand, der Bücher schreiben kann.

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So richtig fit bin ich immer noch nicht, aber es geht ein wenig besser. Ehrlich gesagt, genieße ich die Ausrede nicht soviel tun zu müssen und mich immer mal ins Bett verziehen zu können. Die kleinen Fluchten, die man sich gerne einmal gönnt.