13 Jahre Bruchbudenparadies

Cockpit

Heute vor 13 Jahren bin ich ins Bruchbudenparadies gezogen und damit veränderte sich mein Leben von grundauf. Zum einen bin ich in eine Wohnung gezogen, die so gut wie keinen Komfort hat. Souterrain, Ofenheizung, 38 qm und nur ein klitzekleines Bad. Mit dem Bad war es das Luxusappartment, die anderen Wohnung hatten keines. So allmählich ändert sich das und nun haben wir so gar Balkons, was wir gestern mit einer Blumenkasten-Pflanzaktion feierten. Der Besitzer hatte eingeladen und Blumen, Kräuter, Erde und Kästen besorgt. Natürlich  wurde auch gegrillt. In diesem Haus gibt es keine Feier, ohne das ein Feuer gemacht wird.

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Wenn ich sage mein Leben hat sich hier von Grund auf geändert, dann ist mir erst in der Erinnerung klar, wie sehr. In meiner Wohnung wohnte der jetzige Hausbesitzer mit einer Freundin von mir. Ich steckte damals noch in einer Beziehung, die sich bereits erledigt und in eine WG verwandelt hatte und wollte etwas Eigenes haben. Als Achim und Beate auszogen, habe ich zugegriffen und diese Wohnung genommen. Der mangelnde Komfort war mir egal. Sie liegt mitten in der Stadt, die Miete war und ist niedrig und ich hatte Raum für mich. Damals, als ich hier einzog, hatte ich zu Beate gesagt: „Ich werde nun eine grantige alte Hexe, die für sich alleine lebt, denn einen Typen, der es mit mir aushält gibt es nicht. Das müsste jemand sein, der nicht meint, dauernd mit mir in Konkurrenz treten zu müssen, der sich für Kunst, alternatives Leben, Politik und Bücher interessiert, viel Humor, vorzugsweise schwarzen, hat und so einen gibt es nicht.“ Gab es aber doch, der passende Herr residierte in der Wohnung über mir.  Mit Viktor, aber auch mit dem Leben und den Leuten hier im Haus, begann die glücklichste Phase meines Lebens.

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Viele meiner Bekannten haben damals die Hände über dem Kopf darüber zusammengeschlagen, dass ich in diese Wohnung ziehen wollte. Aber, obwohl ich nicht erklären konnte warum, wusste ich, dass es richtig war. Alles in mir hat ja gesagt. Es war genau das Gefühl, welches mich vier Jahre zuvor dazu gebracht hatte nach Kiel zu ziehen. Eigentlich wollte ich hier nur jemanden besuchen, doch als wir in die Stadt einfuhren, war auf einmal eine Stimme in mir, die sagte: „Hier kannst du glücklich werden!“ Dann regelte sich alles wie von selbst. Bei der Bekannten die ich besuchte, war eine Frau, der ich von dem Gefühl erzählte und die wusste von einer freien Wohnung, acht Wochen später bin ich umgezogen.

Es hat immer einmal Phasen gegeben, in denen ich gerne ausgezogen wäre. Vor allem, weil mein Verhältnis zum Hausbesitzer nicht immer das entspannteste ist. Aber die Vorteile überwiegen halt. Dafür bin ich bereit einiges an Unbequemlichkeit in Kauf zu nehmen.

Geburtstagsputzen

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Gerade sind wir zurück vom Geburtstags-Eisessen mit Schwager Dieter. Der mir so gar nicht gefällt. Er fährt zwar wieder selbst Auto, ist aber ansonsten arg klapperig. Für das Geburtstagskind war der Eisdielen-Besuch eine angenehme Unterbrechung vom Putzen. Heute morgen überraschte er mich mit der Aussage, dass er zukünftig nicht nur alle 5 Jahre, wenn Besuch kommt, saubermachen will. Das ich das noch erleben darf. Allerdings bin ich auch nur marginal besser. Einer der Vorteile des Internets: auf dem Weg zu Rechner sieht man zwar den Dreck, dann ein Klick und man verliert sich im World Wide Net. Gut das man zwischendrin mal zum Klo muss und einem wieder klar wird, wie schlimm es ist und dann doch mal zum Besen greift.

Keep calm Anarchist

Eines der Geburtstagsgeschenke war dieser Sticker, den der Herr nun voller Stolz trägt. Ich denke heute werden wir nicht mehr viel unternehmen. Morgen ist denn volles Programm. Meine Bude putzen, Nudelsalat machen, Kuchen backen und so weiter. Dann fährt Viktor zum Hamburger Flughafen und holt Hideo und die Kinder ab und ich gebe mich den gesellschaftlichen Verpflichtungen hin. Die Balkons sind fertig und der Vermieter lädt zum Balkonkästen bepflanzen und Grillen ein. Was, wie ich finde, eine sehr schöne Idee ist.

 

 

Und es ist Sommer …

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… und ich sitze am Schreibtisch. Aber aus gutem Grund. Ich bin am Vorarbeiten. Morgen hat der Liebste Geburtstag, da werde ich nur einen halben Tag etwas tun und Mittwoch kommt Besuch, da muss ich vorher noch mal den Besen schwingen und etwas Leckeres zur Atzung vorbereiten. Das bedeutet Mittwoch und Donnerstag mache ich frei, denn ich möchte schließlich auch etwas von dem Besuch haben.

Alles so hell da vorn

Dass ich eine Heldin der Arbeit bin, dürfte euch ja nun mittlerweile bekannt sein. Heute habe ich diesen Titel doppelt verdient, denn ich bin erst gegen 03:30 zum Schlafen gekommen. Ich musste „Alles so hell da vorn“ von Monika Geier zu Ende lesen. Nützte alles nichts, ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Genaueres über mein Leseerlebnis findet sich hier: http://lesen-gefaehrdet-die-dummheit.de/alles-so-hell-da-vorn-von-monika-geier/

 

Frisch ans Werk

Tulpenpracht

Heute morgen habe ich mich sofort ans Übersetzen gemacht und es flutschte nur so. Gestern kam ich erst nachmittags dazu, den Kopf bereits voll mit Dingen und tausend Kleinigkeiten, die auch noch erledigt werden mussten, und es lief sehr zähflüssig. Also ist es wohl besser, die Arbeitszeit für Übersetzungen auf den frühen Morgen zu verlegen.  Überhaupt sollte ich früher aufstehen. Habe heute mal überschlagen, dass ich mindestens 130 Jahre alt werden muss, wenn ich alle meine Projekte noch in diesem Leben umsetzen will und weiter so in Slow-Motion arbeite wie bisher. Dabei muss ich natürlich auch noch halbwegs frisch in der Birne bleiben. Also vielleicht doch lieber ein wenig früher aufstehen?

Es ist ja auch ein schönes Gefühl, wenn man bereits am frühen Nachmittag so einiges geschafft hat. Stimmt fröhlich. Bevor ich mich nun an „Tore“ mache, werde ich mal dem Liebsten mit der Wäsche helfen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

Feierabend

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So, nun wird gestrickt. Habe fertig für heute. Immerhin noch fünfeinhalb Seiten vom Jig übersetzt, eine Rezension geschrieben und einen Zitronenkuchen gebacken. Also kann ic mir meinen neuen Buntsocken widmen und dabei irgendwas gucken.

Zwischendrin kam ein Anruf aus Japan. Hideo wollte noch das eine oder andere klären, bevor er Mittwoch mit seinen Enkelkindern hier landet. Viktor und ich freuen uns so. Leider ist es nur für eine Woche, aber das ist immerhin besser als gar nichts.

So, nun aber wirklich Feierabend, Spaß und leckeres Essen.

Die Vielseitigkeit der Buchstütze

Bunte Welt

Normalerweise leiht mir ja Herr Braun seine Arme zum Wolle wickeln, da er aber voll ausgefüllt damit ist, seine Wohnung für Gäste zugänglich zu machen, musste Ersatz her. Die Stuhllehnen sind eher suboptimal, da ich dann stehen muss und das geht auf den Rücken. Also was tun? Da fiel mein Blick auf die Buchstütze und … also es funktioniert. Die Wolle ist aufgewickelt und die Maschen angeschlagen.

Heute war ein recht ruhiger Tag. Zum Arbeiten bin ich allerdings nur bedingt gekommen. Ich war dran mit Einkaufen, Betten überziehen und Kochen. All diese lästigen Arbeiten, die der Liebste schon erledigt, wenn er nicht gerade dabei ist, Ordnung zu schaffen. Ich bin übrigens sehr überrascht, wie leicht er sich nun doch von so einigem trennen kann, was er früher für unentbehrlich hielt. Das scheint mir ausbaufähig und vielleicht erlebe ich es ja doch noch, dass die Wohnung des Herrn, nun ja, bewohnbar wird.

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Es ist herrliches Wetter und ich habe mich so nach Sonne gesehnt, doch der Wechsel von Regen und Kälte zu Hitze schien doch für meinen Körper zu abrupt. Auf meiner Einkaufsrunde mit dem Hunde hatte ich Kreislaufprobleme. Da war ich wieder sehr dankbar, dass ich nicht in irgendeinen Supermarkt muss, sondern das ich im Widerhaken, unserer kuschligen Einkaufkooperative einkaufe.

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Bevor ich mich ins Getümmel stürzte, konnte ich mich ein wenig erholen. Ein Freund von uns sass schon in der Sitzecke und hat mich erst einmal mit Kaffee versorgt. Danach war ich in der Lage meine Einkäufe in Ruhe zu tätigen.

Mir fällt gerade auf, dass 2/3 oder mehr nichts mit der Überschrift zu tun haben. Das lasse ich einfach mal so stehen

 

Chilli chillt

Chilli_chillt

Um die Fähigkeit, immer und überall ein wenig zu chillen, beneide ich sowohl Katz als auch Hund. Irgendwie komme ich nicht in diesen Modus. Wir waren gerade mit dem Herrn Schwager in der Forstbaumschule zum Essen. Ein toller Ort in Kiel, liegt sehr nett im alten Botanischen Garten und das Essen dort, ist vielleicht nicht spitzenmäßig, aber durchaus lecker und preislich adäquat.

Magnolia Tulipan

Wie gesagt, es ist ein schöner Ort, wie dazu gemacht ein wenig auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Doch ich sitze da und mache mir Gedanken, ob ich auch alles erledigt habe, was so nötig ist, um ein neues Buch auf den Weg zu bringen. Eris von Lethe „Hans bringt Glück – Märchenhafte Stunde für die mutige Frau“ wird am 15.6. bei uns erscheinen und ging heute zum Drucker und das E-Book ging auf die entsprechenden Portale und kann vorbestellt werden.  Jedenfalls sollte es das in den nächsten 3 Tagen sein.

Nun versuche ich es denn doch noch mal mit Entspannung. Habe einen neuen Strang Wolle, der muss aufgewickelt werden.

Ofen, Margaret, Mick und so

Apfelblüte

Es ist wirklich nicht normal. Draußen blüht es, die ersten Erdbeeren sind da, meine innere Uhr steht auf Frühling und ich muss immer noch heizen, weil es einfach nicht mehr als zwei Tage am Stück warm ist. Heute wieder Regen. Das drückt mir doch auf die Laune … doch auch nicht zu sehr, denn heute gibt es Frühlingsessen. Neue Kartoffeln mit Schlick (saure Sahne mit Schnittlauch) und zum Nachtisch Erdbeeren. Der Herr Schwager kommt nachher und kriegt heute Leckeres als Wiedergutmachung. Wir haben ihn am Sonntag doch tatsächlich bei seiner Freundin vergessen. Dort sollten wir ihn eigentlich nach der Tagesschau abholen. Um 21:30 rief er an und verkündete, er würde dann bis Montag bleiben. Auch wenn es nicht wirklich schlimm war, so haben Herr Braun und ich doch ein wenig ein schlechtes Gewissen.

Urlaubslesebuch 2017

Heute in der Post war das Urlaubslesebuch – Geschichten für die Ferien, herausgegeben von Karoline Adler. Eine schöne Kurzgeschichten Sammlung, mit vielen bekannten und unbekannten Autor*innen. Besonders habe ich mich gefreut, dass Margaret Morton Kirk mit von der Partie ist. Eine sehr spannende Autorin, deren Kurzgeschichte „The Seal Singers“ mir so gefallen hat. Ich feue mich, dass sie nun auch auf Deutsch vorliegt. Übersetzt wurde sie von Gabriele Haefs. Das Lied der Seehunde, ist ihre erste deutsche Veröffentlichung, aber ich hoffe sehr, dass ihr im Herbst erscheinenden erster Krimi, Shadow Man, auch einen deutschen Verlag findet.

Ein weiterer Lieblingsautor von mir, ist ebenfalls vertreten. Mick Fitzgerald. Leider kann er sich nicht mehr darüber freuen, denn heute, genau vor einem Jahr also, ist er, übrigens völlig zu unrecht, verstorben. Menschen, die die Welt zu einem besseren Ort machen, sollten nicht so früh gehen.

Energieschübe und Frühjahrmüdigkeit

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Es geht mal wieder auf und ab, diesmal zum Glück mit etwas weniger dunkel darin. Was auch daran liegt, dass unsere finanzielle Situation sich ein wenig entspannt hat. Das hebt die Laune immer gleich, wenn man sich da nicht zu viele Sorgen machen muss.

Im Moment bin ich morgens relativ früh hoch und schaffe sogar einiges weg, bin dann aber am Nachmittag müde und muss mich erst einmal ein wenig hinlegen. Warum auch nicht? Schließlich mit ich eine Großmutter und die dürfen ein Nickerchen machen, wann immer ihnen danach ist. Meine beiden Großmütter haben jedenfalls im reichen Maßen von diesem Privileg Gebrauch gemacht, und machten einfach mal für ein Stündchen die Augen zu, auch wenn um sie herum das Chaos tobte. So werde ich es auch halten. Schließlich bin ich traditionsbewusst …  wenn es mir in den Kram passt.

Für heute ich aber Schluss, Herr Braun und ich werden nachher Pizza essen und American Gods gucken. Eben immer was zu tun.